Samstag, 2. Februar 2013

DSL Max Out

Swisscom Kupfer auf dem Weg zu Fiber


Swisscom und ihre Kooperationspartner wollen bis ins Jahr 2015 rund 30% aller Haushalte in der Schweiz mit Glasfaser versorgt haben. Hierbei spricht man von FTTH (Fiber to the Home). Bei FTTH ist die Glasfaserleitung direkt  bis in die Wohnung oder dem Geschäftsraum gezogen. Dies ist sicherlich die Technologie der Zukunft. 
Der Glasfaserausbau ist aber kostenintensiv und langwierig, ein sogenanntes Generationenprojekt. Trotzdem sind diese Anstrengungen nötig um dem Kunden die immer höher benötigten Bandbreiten zur Verfügung zu stellen. Triple Play, Cloud Computing. Heimautomatisierung und IPTV-Services wie HD, 3D und 4K TV machen es nötig, dass gute alte Kupferkabel als Transportweg abzulösen.
Der Grossteil der Kosten für FTTH entstehen auf den letzten Metern zum Kunden wenn die Glasfaserleitungen ins Haus und in die einzelnen Wohnungen gezogen und gespleisst werden. Um den Kabelanbietern, welche immer höhere Bandbreiten anbieten (aktuell bis zu 150Mbps Downstream), keine Pfründe abzugeben und den Bandbreitenkampf bis zur Glasfaserverfügbarkeit nicht kampflos aufzugeben, hat die Swisscom noch 2 Asse im Ärmel. Mit ihnen kann noch mal ein gutes Stück an Leistung aus den Kupferadern gepresst werden. Die Asse nennen sich Vectoring und FTTS (Fiber to the Street)

Vectoring


Vectoring auch bekannt als G.993.5 aka G.Vektor ist eine Technologie basierend auf VDSL2.
Die Leistung einer DSL Leitung wird grundsätzlich von 2 Dingen bestimmt. Durch die Dämpfung und dem Übersprechen. Die Dämpfung ist grösstenteils durch die Länge der Leitung gegeben. Hier hat Swisscom in den letzten Jahren hohe Investitionen in den PUS Ausbau getätigt um die Leitungslänge und somit die Dämpfung zu verringern. Hierbei spricht man von FTTC (Fiber to the Curb) Die Glasfaser ist also bereits bis ins Quartier verlegt und der DSLAM bringt über die Kupferader bis zu ca. 750m Leitungslänge noch rund 20Mbps und mehr zum Kunden. Bereits heute können so rund 80% der Kunden abgedeckt werden.


Trotzdem bleibt das Problem des Übersprechens (Crosstalk) immer noch bestehen.
Kurz gesagt erzeugt jedes elektrische Signal Schwingungen. Dies ist bei DSL Signalen wie VDSL ebenfalls der Fall. Wird nun ein elektrisches Signal über ein Adernpaar übertragen, welches gemeinsam mit mehreren anderen Adernpaaren in einem Kabel geführt ist, so wird dieses Signal auf andere Adernpaare eingekoppelt. Es kommt zum Crosstalk was unerwünscht ist und die Bandbreitenleistung vermindert.
Genau hier setzt Vectoring an. Das Verfahren ist darauf ausgelegt, dass Übersprechen am Leitungsende zu kompensieren, dies wird mit dem Fachbegriff englisch far-end crosstalkFEXT, bezeichnet. Dabei modifiziert der DSLAM sein Sendesignal im Downlink im Rahmen der Kanalkodierung derart, dass der Datenstrom am kundenseitigen Kabelende möglichst geringe Störanteile von anderen Signalleitungen aufweist. Im Verfahren analog dazu erfolgt die Kompensierung im Uplink vom VDSL2-Modem zum DSLAM. 




Damit dies möglich ist muss der DSLAM zusammen mit den Modem (CPE) arbeiten. Dabei werden mehrere Leitungen zusammengefasst und Gruppen gebildet. Bei Swisscom werden dies 196 Teilnehmer pro Gruppe sein (Stand 07.12)

Bei Vectoring unterscheidet man 3 Typen von Modems.

  • vectoring capable: Das Modem interagiert mit dem DSLAM und ist voll Vectoring fähig. Hierzu zählen zB. die Centro Router von Swisscom.
  • vectoring friendly: Das Modem ist nicht Vectoring fähig, stört aber andere Mitglieder der Vectoring Gruppe nur gering. Hierzu zählt zB. die Fritzbox 7390
  • alien: Diese Modems stören den Vectoring Betrieb und müssen aus der Vectoring Gruppe entfernt werden. bsp. Ikanos 4 Chipset



Erste Feldversuche von Swisscom wurden in Bern zwischen Juli bis September 2012 ausgeführt. Geplant ist das Mitte 2013 der erste PUS mit Vectoring ans Netz geht. Realistisch ist also ein allgemeiner Rollout Q3-4 2013, Q1 2014.
Mit Vecoring sind je nach Distanz, Geschwindigkeiten zwischen 70-80Mbps zu erwarten.
Da Vectoring auf FTTC aufbaut ist klar, dass nur Kunden mit bereits gutem VDSL Speed davon profitieren können. Mit Vectoring können allerdings viele Kunden schnell und ohne astronomisch hohe Investitionen höhere Bandbreiten angeboten werden. Quasi als Übergang zu FTTH.

Folgende Grafik aus dem Feldversuch der Swisscom mit Alcatel, veranschaulicht den Einfluss von Vectoring. Grün wäre die Geschwindigkeit wenn nur eine Leitung im Kabel aktiv wäre. Blau symbolisiert die Geschwindigkeit ohne Vectoring, quasi den heutigen Stand. Rot zeigt wie alle Leitungen im Kabelbündel wieder die nahezu volle Bandbreite ohne Störer verwenden können. Die Leitung mit der grössten Störung kommt so zu einer Verbesserung von 150%!


Als weiterer Schritt nach Vectoring wird auch immer wieder  Bonding genannt. Das sogenannte Bündeln von 2 Leitungen wird Informationen zur Folge bei Swisscom aus Kostengründen nicht in Betracht gezogen. Wo Kosten aber nicht so eine grosse Rolle spielen, im Business Case, ist Bonding aber als weiteren Joker immer noch im Gespräch.

FTTS


Noch etwas näher als mit FTTC bringt die Swisscom die Glasfaser mit FTTS (Fiber to the street) Hierbei wird die Glasfaser bis zum letzten Manhole in die Strasse gezogen. Im Schacht wird ein Mini Quartierverteiler gesetzt, welcher die Umwandlung auf Kupfer macht. Als Prototypen setzt die Swisscom sogenannte Giga DSL Geräte von Huawei ein. Als Kupfertechnologie zum Kunden wird G.fast verwendet. Mit dieser Technologie sollen vorerst Geschwindigkeiten von 50Mbps, bis Ende 2013 dann 100Mbps und in Zukunft natürlich noch höhere möglich sein. Spezifikationen welche ich gelesen haben sehen allerdings für 500 Mbps eine Kupferleitungslänge von 30m vor. Das wird also schon ziemlich kurz :)
Daher wird man hierbei teilweise auch von FTTB (Fiber to the Building) sprechen, wenn ein solcher Kasten im Keller steht.


Pilotversuche mit FTTS sind momentan in Grandfontaine (JU), Flerden (GR) und Charrat (VS) im Gange. 
Wobei der erste Kunde erst gerade kürzlich in Wallis aufgeschaltet wurde! Ein breiterer Rollout ist ab Herbst 2013 geplant.




Laut Swisscom sollen mit FTTH und FTTS bis 2020 rund 80% der Bevölkerung versorgt sein.









Samstag, 5. Januar 2013

Access- und Serviceprofil bei Swisscom Broadband Connectivity Services

Access- und Serviceprofil verstehen

Immer wieder tauchen Fragen, bezüglich der Internetgeschwindigkeit, wie viele TV-Streams man schauen kann und ob HD möglich ist, auf.
Um diese Fragen beantworten zu können, muss man verstehen wie das Netz der Swisscom geregelt wird.
Die Grundregeln dazu sind nicht schwierig und es gibt Tools die eine Hilfestellung bieten. So kann man bereits im Vorfeld oder wenn die Leistung ungenügend ist, abklären wie viel man erwarten kann oder darf.

Serviceprofil 

Das Serviceprofil ist die Geschwindigkeit die man als Kunde bestellen kann und entspricht der maximalen Bandbreite die der Provider zum Surfen zur Verfügung stellt. Die Swisscom und Reseller bieten verschiedene Bandbreiten an. Trend der letzten Jahre ist es, diese in Bundleangebote zu packen und den Kunden so möglichst breit und einzig versorgen zu können. Das Serviceprofil kann man als Wasserschlauch betrachten. Dieser  Schlauch kann möglichst breit oder auch ein wenig dünner sein. Ob der breite Schlauch aber auch gefüllt werden kann, hängt vom Druck ab der die Swisscom erbringen kann. Hier spricht man von Best Effort.

Accessprofil

Das Accessprofil ist die höchstmögliche Bandbreite die an dem Standort auf dieser Leitung möglich ist. 
Dies wird zwischen dem DSL-Router beim Kunden und dem DSLAM dem Gegenstück der Swisscom in einer Messphase ausgehandelt. Die sogenannte Messphase dauert bis zu 2 Wochen. Daher ist es wichtig den DSL Router in dieser Zeit möglichst nicht auszuschalten oder Änderungen an der DSL Leitung vorzunehmen. In der Messphase wird die maximal mögliche Bandbreite anhand verschiedener physikalischen Faktoren ausgehandelt. Dabei kommt es nicht darauf an wie viel man bezahlt (Serviceprofil), sondern einzig auf das was die Leitung bringen kann. Kommt es später zu Störungen auf dem Anschluss kann der DSLAM diese Geschwindigkeit verringern, bis der DSL Router wieder synchronisiert! 
Das Accessprofil ist also der grösstmögliche Druck den Swisscom auf dieser Leitung bringen kann.

Das Zusammenspiel der Effektive Speed

Wer also einen dicken Schlauch hat (Serviceprofil) aber nur wenig Druck auf der Leitung (Accessprofil) wird nicht unbedingt glücklich sein. Der Effektive Speed begrenzt sich hier auf das Access Profil. Wird der Schlauch aber gefüllt, bekommt man auch die bezahlte Leistung. Der Schlauch ist aber prinzipiell so gebaut, dass zu viel Druck ihn nicht zum Bersten bringt ;)

Veranschaulichen tun dies folgende 2 Beispiele von BBCS:

Kunde A bestellt das Service Profil Max 5000/500. Er wohnt relativ weit weg von der Swisscom Zentrale. Das maximal mögliche Anschluss Profil auf dem DSLAM beträgt 3000/400 kbit/s. Somit kann auch die effektiv nutzbare Bandbreite nicht über diesem Wert von 3000/400 kbit/s liegen.


Kunde B bestellt das Service Profil Max 5000/500. Er wohnt nahe bei der Swisscom Zentrale. Das maximal mögliche Anschluss Profil auf dem DSLAM beträgt 30000/10000 kbit/s. Somit entspricht die effektiv nutzbare Bandbreite genau dem bestellten Max 5000/500.

Mein Accessprofil?

Das eigene Accessprofil lässt sich einfach ausfindig machen. Die Swisscom DSL Router werden per Default mit der privaten IP 192.168.1.1 geliefert. Via Webbrowser kann man auf http://192.168.1.1 zugreifen und die Werte unter Geschwindigkeit ablesen. Die Zugangsdaten zum Webinterface des Routers findet man im Kundencenter.
In diesem Beispiel beträgt das Accessprofil 33'000 Kbps Downstream und 10'000 Kbps Upstream.
Die Zahlen die der Router anzeigt sind sogenannte Bruttowerte. Die Werte die man in Angaben der Accessprofile sieht, sind aber Nettowerte. So ist ein Bruttowert 24'500 kbps im Downstream kein 25'000 Kbps, sondern ein 22'000 Nettowert! Vom Wert im Router sind also rund 10% abzuziehen um auf den Nettowert zu kommen. Diese Unterscheidung ist wichtig!

Sämtliche Profile sollen laut Swisscom bis Ende 2013 auf die flex flex Profile migriert worden sein. Vorteil der flex Profile ist, dass sich hier der Access selbständig herunterdrosselt, falls sich die Leitung verschlechtert und es somit keinen Ausfall der Internetleitung gibt (Syncverlust). Erholt sich die Leitung wird wieder rauf geschraubt (self-healing) Ebenfalls sichtbar sind die Profile welche durch Vectoring mal ermöglicht werden.

Was wäre möglich?

Trotz oder gerade wegen der Messphase unterscheidet sich das Accessprofil manchmal aber von dem, was eigentlich auf dieser Leitung theoretisch möglich wäre.
Die Swisscom bietet einen Produkteassistenten an, welcher die maximale Bandbreite und HD Tauglichkeit angibt. Dieser Assistent ist diesbezüglich aber weniger genau.
 Mehr erfährt man, indem man den BBCS Checker verwendet:


Dabei ist die Eingabe einer Rufnummer vorzuziehen. Wer einen Umzug plant, sollte die Rufnummer eines direkten Nachbarns eingeben. Nach der Eingabe der Telefonnummer erfährt man die theoretisch maximale Bandbreite unter Erweiterte Prüfung, ihre technische Bandbreite.

Leistung ungenügend was nun?

Möglich das man nun festgestellt hat, dass der theoretisch mögliche Access-Speed wesentlich höher ist als im Router angegeben. Dies kann natürlich direkten Einfluss auf die Services haben die möglich wären. Gerade bei Swisscom TV ist es wichtig, ein möglichst hohes Accessprofil zu erreichen. Mehr dazu aber später...
Das Access Profil wird wie bereits erwähnt zwischen DSL-Router und DSLAM ausgehandelt. Dabei kommt es auf die Leitungsqualität an. Stichworte dazu sind die Leitungslänge, Leitungsquerschnitt, Verdrillung, Störer, Klemmen, Bridge Tabs usw. Mit dem Ausbau der DSLAM's sind Installationen mit den Filtern wie sie bei jedem Router der Swisscom beiliegen oftmals absolut ausreichend. Trotzdem kann es in Grenzfällen Sinn machen, eine sogenannte BBR (Broadband Ready) Installation durch die Swisscom ausführen zu lassen. Anhand des BBCS Checkers und den Werten im Router, lässt sich abschätzen ob dies eine Verbesserung bringen würde. Man kann dies mit der Swisscom Hotline besprechen und allenfalls eine Installation durch deren Techniker ausführen lassen. Diese ist mit Fr. 195.- vergleichsweise günstig!

Detaillierter noch in diesem PDF beschrieben:

Messung des Effektiven Speeds

Denn Effektiven Speed misst man am besten mit dem Tool von CNLAB. Dabei ist zu achten, dass kein anderer Verkehr die Leitung belastet. Zudem muss die Verbindung zum Router im Optimalfall über ein Ethernet Kabel erfolgen. Die Messung über ein schlechtes WLAN kann bereits Einfluss haben. Ins besonderem sei hier auch der Swisscom TV Verkehr erwähnt, welcher die Messung beeinflussen kann.
Das Webtool von CNLAB findet sich hier: http://hsi.bluewin.ch/speedtest/
Die Messung findet innerhalb des AS der Swisscom statt. Es wird also nur der Speed innerhalb des Swisscom Netzes gemessen. Dies ist auch ein wichtiger Faktor, aber man misst so nicht die Geschwindigkeit zu externen Servern! Dies sollte man sich im Hinterkopf behalten. 

Insider: Zur Kontrolle ihres Netzwerkes setzt die Swisscom uA. eine gewisse Anzahl von fit-PC's ein, welche bei Mitarbeitern zu Hause stehen. Diese sogenannten Probes machen sporadische Messungen auf die CNLAB Messstation und einigen Referenzservern innerhalb sowie ausserhalb des Swisscom AS. Mit diesem System sollen frühzeitig Störungen erkannt werden. Ein Thema ist die Integration solcher Probes in die Software der nächsten Centro CPE Generation.


Datendurchsatz bei FTTH (Fiber)


Bei einem FTTH (Fiber) Anschluss ist zudem folgendes zu beachten. Über Glasfaser sind Geschwindigkeiten bis zu 100Mbps und ab dem 11.11.2013 mit einer entsprechenden Hardware (Internet Box (Centro Stargate) und einem entsprechendem Abo (Vivo Casa 5 Stern plus Fr. 100.- für Giga Upgrade) sogar theoretische 1Gbps im Download möglich. Allerdings ist hier für die tatsächlichen (Netto) Geschwindigkeit die entsprechende Durchsatzrate des Ethernet Protokolls zu beachten. Da man hier an die maximale Geschwindigkeit geht, sind rund 10% vom Maximum abzuziehen. Es werden also im Download höchstens Geschwindigkeiten von 94Mbps bzw. 940Mbps erreicht! Der Upload oder Download bei Speedoptionen welche nicht ans Maximum der Interfaces gehen (300/30Mbps) sind davon nicht betroffen, da man hier durch das Access Profil die Brutto/Netto Reserve noch inne hat.


Also Kinder, nicht jammern, verstehen :D


http://de.wikipedia.org/wiki/Datendurchsatz Tux0ne Hint


Weiterhin trägt bei solchen Geschwindigkeiten natürlich die entsprechende Kapazität des Netzwerkes im LAN sowie und ins besonderem im WAN und die Kapazität der Gegenstelle (Server) entscheidend zum tatsächlichen Downloadspeed bei.

Swisscom TV Mediaroom

Beim normalen Internet Traffic ist die ganze Geschichte einfach zu verstehen. Man hat das Service- und das Accessprofil. Die gegenseitige Beeinflussung habe ich bereits erklärt. Bei Swisscom TV sieht die ganze Geschichte aber ein wenig anders aus:
Das Serviceprofil begrenzt nur die Bandbreite des normalen Internet Traffics! Die Swisscom TV Streams können aber auch von einer höheren Bandbreite des Accessprofils profitieren. Daraus resultiert das Streamingpofil. So kann, sofern das Accessprofil genügend hoch ist, bereits mit einem DSL Start (Serviceprofil 2000/200 Kbps)  Swisscom TV in HD Qualität angeschaut werden. Andererseits könnte man ein Vivo Casa 5 Stern abonnieren und kein HD schauen, nur weil das Accessprofil zu niedrig ist.



Folgende Eckdaten sollte man wissen. Stand 12.08.2013:

Bandbreite eines Swisscom TV SD Streams ~3'500 Kbps
Bandbreite eines Swisscom TV HD Streams ~8'000 Kbps
min. Access Profil für 2 SD Streams 8'000/1'000 Kbps
min. Access Profil für 1 HD / 1 SD Stream 15'000/1'000 Kbps
min. Access Profil für 2 HD Streams 18'000/1'000 Kbps
min. Access Profil für 2 HD / 1 SD Stream 25'000/5'000 Kbps
min. Access Profil für 3 HD Streams 30'000/7'000 Kbps
Nehmen wir an man hat nun ein Access Profil von 33'000/10'000 Kbps und ein Swisscom Infinity Abo mit einen Service Speed von 20'000/2'000 Kbps. Würde man nun 2 Swisscom TV HD Streams und einen SD Stream schauen , so hat man als Effektiven Speed nun nur noch ~17'500 Kbps zur Verfügung.


36‘000kbps (Achtung Bruttowert) –8'000kbps – 8'000kbps – 3‘500kbps = 16‘500 kbps



 Zugegeben, dieser Fall ist nicht weiter tragisch. Aber je höher das Accessprofil ist, desto besser kann man die Swisscom TV Services benutzen und umso weniger ist der Einfluss auf die sonstige Bandbreite. Das aufgeschaltete Streamprofil ist in der STB unter Menü, Einstellungen; Allgemein, Technische Informationen, Speicherinfomationen ersichtlich.
Dabei unterscheidet man zwischen dem WAN Profil (Streamingprofil) und dem was die Box verarbeiten kann (Ingress).


Ohne Anwendung keinen Nutzen. So ist es auch hier. Hilft ein hohes Access Profil das Swisscom TV Vergnügen zu steigern, so sind hohe Downloadraten für den sonstigen Webtraffic zwar sicher nicht Leid, dienen aber primär vor allem der Bauernfängerei...

Swisscom TV 2.0



Bei Swisscom TV 2.0 werden Aufnahmen in der Cloud getätigt und werden nicht mehr auf der lokalen Festplatte, welche nicht mehr existiert gestreamt. Dies bedeutet das man unabhängig von der zur Verfügung stehenden Bandbreite eine unbegrenzte Anzahl an gleichzeitigen Aufnahmen tätigen kann.


Andererseits werden nun auch die Aufnahmen ab der Cloud gestreamt. Daher variiert die Anzahl an HD- respektive SD-Streams, die zur selben Zeit auf unterschiedlichen TV-Boxen konsumiert werden können.

Für UHD wird ein minimaler Access-Speed von 40Mbit/s vorausgesetzt!






Bandbreite 1 SD-Stream 4'000 Kbit/s
Bandbreite 1 HD-Stream 9'000 Kbit/s
Bandbreite 1 UHD-Stream 25'000 Kbit/s

Access Bandbreite Stand TV Client 1.7.3 "Sprint 21" Release 06.06.2014:
8'000 Kbit/s 0 HD, 2 SD
10'000 Kbit/s 1 HD oder 1 SD
12'000 Kbit/s 1 HD oder 1 SD
15'000 Kbit/s 1 HD oder 2 SD / 1 HD und 1 SD
18'000 Kbit/s 2 HD oder 2 SD / 1 HD und 1 SD
20'000 Kbit/s 2 HD oder 2 SD / 1 HD und 1 SD
22'000 Kbit/s 2HD oder 3 SD / 2 HD und 1 SD / 1 HD und 2 SD
25'000 Kbit/s 2 HD oder 3 SD / 2 HD und 1 SD / 1 HD und 2 SD
ab 30'000 Kbit/s 3 HD oder 3 SD / keine Einschränkung
ab 40'000 Kbit/s Freischaltung UHD


Spezialanwendungen

Neben Swisscom TV gibt es noch eine andere Spezialanwendung welche die Grenzen des Serviceprofils sprengt. Als einzig mir bekannte Applikation ist der Upload von Swisscom Online Backup nicht durch das Service Profil begrenzt. Bis auf weiteres wurde die Online Backup Lösung für Neukunden zwar sistiert. Zeigt aber als Beispiel auf, was Swisscom mit ihren Services in ihrem eigenen AS machen kann.
Denkbar ist die Erweiterung solcher Services auch für Swisscom als CDN Anbieter. Netzneutralität ade...



Montag, 24. Dezember 2012

Quing Home

Haussteuerungssystem von Swisscom

Mit Quing Home steigt die Swisscom nun auch in in den Home-Monitoring, Energiemanagement- und Security Bereich ein. Von Swisscom wird erwartet, dass solche Services einfach, sicher und zuverlässig funktionieren.
Hält das Paket was es verspricht? Interessieren dich die Geräte oder die Installation? Lies weiter. Ich teile hier meine Erfahrungen der letzten Wochen.

Was ist Quing?


Mit Quing soll es auf einfache Art möglich sein ein Haussteuerungssystem in Betrieb zu nehmen, welches Funktionen zur Komfortsteigerung, Energieeffizienz und Sicherheit beinhaltet. Dabei kommt es nicht darauf an ob es sich um eine Wohnung oder ein Haus handelt.
Einfach bedeutet, dass Quing theoretisch von jedem installiert werden kann. Es müssen keine Kabel verlegt werden, da die Komponenten untereinander mit einer Art Funk (Zigbee) kommunizieren. Auch muss man keine Kenntnisse in Netzwerk- und Serverkonfiguration besitzen. Die ganze Steuerung und Datensicherung wird über ein spezielles Portal geregelt und soll selbsterklärend funktionieren. Natürlich gibt es auch bereits die entsprechenden Apps für iOS und Android dazu.
Für einen erfolgreichen Start von Quing sind alle Komponenten des Starterkits für plug n'play ausgelegt!


Was deckt Quing ab?

Komfort

Unter Komfort fallen laut Swisscom Dinge wie Lichtsteuerung und Temperaturregelung. Ein Grundproblem von Quing ist, dass viele Sachen geplant sind, es diese aber konkret gar noch nicht zu kaufen gibt!
So auch im Bereich Komfort. Bis jetzt gibt es nur Zwischenadapter für die Steckdose zu kaufen. Die für die Temperaturregelung nötigen Heizungsregler sind noch nicht erhältlich, sollen aber im Q1 2013 kommen.
Im Bereich Komfort ist es bis dato also nur möglich, an die Stromadapter nachgeschaltete Geräte zu steuern. Der praktische Nutzen beschränkt sich also auf das Schalten von Ständerleuchten, Weihnachtsbeleuchtungen usw.

Effizienz

Mit Effizienz Energie sparen, sowohl beim Strom wie auch der Temperatur.
Da wie bereits unter Komfort geschrieben der Heizregler noch nicht lieferbar ist, beschränkt sich die Effizienz auf das Abschalten von Verbrauchern an den Stromadaptern.
Via Quing lassen sich durchaus Regeln erstellen welche zur Stromeinsparung beitragen können. Zudem wird die Leistung der Verbraucher an den Stromadaptern angezeigt.
Auf der Quing Homepage steht unter Effizienz noch folgendes: Mit Quing Home sorgen Sie nicht nur jederzeit für ein angenehmes Raumklima, sondern Sie sparen auch bis zu 20% Energie. Heizen und beschatten Sie jeden Raum Ihres Hauses punktgenau auf Ihre Bedürfnisse und die Tageszeit abgestimmt. Die Heizungsregler sind im Handumdrehen installiert und elektrische Storen oder Klimageräte integrieren Sie einfach über die Zwischenstecker in Ihr Quing Home System.
Man spricht dort zB. von elektrischen Storen die man zwecks Beschattung oder Temperaturerhalt steuern kann. Ich frage mich aber, ob man sich hier nicht etwas weit hinaus lehnt?! Um dies Effizient machen zu können, wäre eine Wetterstation von Vorteil. Zudem müsste man bei den Storen eine Art Zwischenstecker einbauen (meist Hirschmann) und diese auf Dauerstrom umverdrahten. Ich bin gespannt ob da wirklich etwas kommt. Meine gespitzten Ohren haben allerdings noch nichts dergleichen vernommen.

Sicherheit

Während Quing im Bereich Effizienz vorerst noch ein bisschen unter die Räder kommt, kann es bei der Sicherheit wieder auftrumpfen.
Im Starterpaket ist ein Tür- Fensterkontakt, ein Bewegungsmelder sowie eine Netzwerkkamera enthalten.
Damit ist bereits eine kleine Alarmanlage vorhanden. Später kann man mit dem entsprechenden Abo die Alarmierungen auch noch an eine professionelle Alarmzentrale übermitteln lassen.

Im Bereich Sicherheit sind für Q1 2013 auch noch Rauch- sowie Wassermelder geplant!

Start mit Quing

Wer sich für Quing entscheidet muss ein Starterkit kaufen.Ohne Promotion kostet dieses Paket Fr. 689.- In diesem Starterkit befinden sich alle benötigten Komponenten um Quing in Betrieb nehmen zu können.
Dazu gehören:


  • – Quing Home Panel (Touchscreen)
  • – Fernbedienung
  • – Kamera
  • – Kontaktmelder für Tür oder Fenster
  • – Bewegungsmelder
  • – 2 Zwischenstecker
  • – Quing Home Router

Die Komponenten im Starterkit sind bereits miteinander gekoppelt. Ebenfalls sämtliche zusätzlichen Komponenten, welche man  gleich mit dem Starterkit mitbestellen würde.

Die Installation

Quing ist für den Marktstart auf einfache Installation ausgelegt. Ein Quickstart Guide leitet durch die Installation.
Die Installation ist grundsätzlich Laien tauglich. Zwar kann man Komponenten wie die Tür- Fensterkontakte und Bewegegungsmelder auch einfach ankleben. Zumindest im Fall des Bewegungsmelders ist eine Bohrmaschine allerdings von Vorteil. Wer sich die Installation nicht zutraut, kann bei der Bestellung für Fr. 290.- gleich noch die Vor Ort Installation kaufen. Diese würde von Cablex ausgeführt werden.

Der Quing Router

Quing Home Router
Zu Quing wird ein eigener dezidierter Router geliefert. Dieser baut für das Quing Panel und die Netzwerkkamera ein eigenes Netzwerk auf. Zudem wird eine verschlüsselte Verbindung zu den Quing Servern der Swisscom aufgebaut. Beim Router handelt es sich um einen Netgear WNR1000v2.
Den Router schliesst man an das bestehende Heimnetz an. Portweiterleitungen sind keine nötig.
Ausgehend muss der Router nebst DNS auch über Port 80 und 5222 kommunizieren dürfen.

Das Quing Panel

Quing Home Panel
Das Quing Panel ist die Zentrale Steuereinheit im Haus. Das Panel kommuniziert einerseits via WLAN mit dem Quing Router, andererseits mittels Zigbee mit den Stromadaptern, Tür- Fensterkontaken und den Bewegungsmeldern. Es ist das Hirn der Haussteuerung. Hier werden neue Komponenten installiert und konfiguriert, die Haussteuerung bedient und das Bild der Kameras abgefragt.
Im Falle eines Stromausfalls ist ein Akku integriert der 2 Tage halten soll. Falls die Breitbandverbindung ausfällt kommuniziert das Panel über GSM!
Beim Panel handelt es sich um ein MediaTouch Tablet von Technicolor auf dem eine Android Software läuft.

Kamera

Quing Home Kamera
Die Kamera kommuniziert einmal eingerichtet mittels Wireless und benötigt nur eine Stromspeisung, welche man über einen Adapter via LAN Kabel zuführt. Daneben besitzt sie noch Infrarot LED's um auch im Dunkeln eine Monochromes Bild liefern zu können.
Sie hat eine kompakte flache Bauform und lässt sich mit dem Standfuss auch an Wände oder Decken montieren.
Die Auflösung ist eher im grenzwertigen Bereich. Eine HD Auflösung ist also nicht zu erwarten. Das Videobild ist je nach Lichtverhältnis relativ grobkörnig. Bessere Resultate erzielt man mit den Fotoschnappschüssen die die Kamera liefern kann.

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder
Der Bewegungsmelder sind so gebaut, dass er sich auch in Wandecken montieren lässt. Er hat einen Erfassungsbereich von ca 10m bei 90 Grad. Bei Massen unter 38kg soll er nicht reagieren um bei Haustieren nicht auszulösen.
Gestützt wird der Bewegungsmelder mit einer Batterie welche bis zu 3 Jahre halten soll. Gegen Sabotage verfügt der Bewegungsmelder über einen Federkontakt. Öffnet man die Abdeckung so wird man von Quing  darüber informiert. Vernetzt ist der Bewegungsmelder über Zigbee.
Es handelt sich um einen Visonic Next + K9-85 MCW

Tür- Fensterkontakt

Kontakte
Die Türkontakte arbeiten wie man es sich gewohnt ist magnetisch. Ist ein gewisser Abstand zwischen den beiden Teilen überschritten, wird dies gemeldet. Die Teile sind etwas grösser als man sie sonst von anderen verkabelten Systemen kennt. Der Platz wird für die Batterie sowie die Elektronik der Zigbee Übertragung gebraucht.

Fernbedienung

Fernbedienung
Im Starterkit liegt noch einer Fernbedienung bei. Diese ist für die schnelle De- Aktivierung des Alarmsystems gedacht und passt an den Schlüsselbund. Via Knopfdruck lässt sich so das System Ein- oder Ausschalten ohne das man Mastercode eingeben muss. Zudem ist noch eine Notfalltaste vorhanden um Alarm auszulösen. Dies funktioniert allerdings nur innerhalb des Heimbereichs und nicht extern unterwegs.

Zwischenstecker

Zwischenstecker
Von den Zwischensteckern bekommt man im Starterkit 2 Stück. Dabei handelt es sich um die Stecker ohne Dimmfunktion. Stecker mit Dimmfunktion sind für später gedacht.
Die relativ klobigen Stecker arbeiten gleichzeitig noch als Repeater des Zigbee Signals. Hat man also eine grössere Wohnung oder mehrere Etagen, so empfiehlt es sich diese als Repeater zu verwenden. Die Steckdose ist so gebaut, dass auch Schuko Stecker reinpassen.
Die Stecker sind für eine Abgangsleistung von bis zu 2000W gebaut und übermitteln den aktuellen Verbrauch an das Quing System.



Monatliche Gebühren, die Quing Abos

Wer Quing nutzen möchte, muss ein Abo abschliessen. Davon gibt es 3  verschiedenen Typen:

Quing Home Basic. Ist das kleinste Abo und kostet Fr.19.- monatlich. Darin erhalten sind:

Fernsteuerung

Im Internet via Browser oder via App

Benachrichtigung

Echtzeit-Alarmierung per SMS & E-Mail

Automatisierung

Zeit- oder eventbasierte Steuerung

Sicherheit

Ausfallsicherung über Mobilnetz

Für Fr.19.- bekommt man also das Quing System welches up to date gehalten wird. Die Steuerung des Systems ist extern jederzeit möglich. Meldungen via Mail und oder SMS sind bereits inklusive.
Zudem werden die Daten sowie Video und Kamerabilder extern in einem Schweizer Rechenzentrum gehostet. Ebenfalls möchte das Online Support Portal auch finanziert sein.

Für Fr.39.- monatlich bekommt man das Abo Quing Home Professional.
Zusätzlich zu den Leistungen des Basis Pakets, steckt in der Professional Variante noch eine 7x24h besetzte Alarmzentrale dahinter. Bis jetzt kann man dieses Abo noch nicht abschliesssen. Es scheint im Vergleich zu anderen Überwachungslösungen aber relativ günstig zu sein.

Wer sich nicht festlegen möchte und eine Überwachung durch eine Alarmzentrale nicht ganzjärlich braucht sondern nur optional, für den gibt es das Quing Home Professional flex für Fr.49.- monatlich. Wer ein Home Basic Abo hat und zB für 3 Monate unterwegs ist, könnte in diesen 3 Monaten diese Option buchen.

Die Bedienung von Quing

Die Bedienung von Quing ist wirklich simpel. Trotzdem kann Quing ein mächtiges System werden.
Gegenüber anderen Smart Living Systemen funktioniert Quing bereits ab Start weg ziemlich einwandfrei. Versprochene Apps funktionieren schon und sind nicht nur für iOS verfügbar, nein, man hat auch noch an gleich Android gedacht. Das hört sich zwar nach nichts an. Ich habe aber schon Erfahrungen mit anderen Smart Living Systemen gemacht wo es bei Versprechungen und Hinhaltungen bleibt.

Das Quing Panel

Quing Panel Home Screen
Wie schon erwähnt ist dies das lokale Hirn der Haussteuerung. Ich brauche das Quing Panel hauptsächlich zur De- und Aktivierung des Alarmsystems. Nebenbei lasst sich das Bild der Kamera ebenso abfragen, wie auch sämtliche Geräte Steuern.
Im Falle eines Einruches oder sonstigen Alarmes, schrillt das Panel wie man es sich von einer Alarmanlage gewohnt ist. Laut und schrill :)
Das Panel kann auch sonstige Töne ausgeben. So lässt sich Hundegebell, Gläserkliren usw simulieren. Falls man nicht zu Hause ist, wäre so eine präventive Anwesenheitssimulation möglich.
Als OS wird Android verwendet. Es ist auch denkbar das es künftig zusätliche Apps im Sinne von Smart Livin zu installieren gibt. Entsprechende Menüpunkte sind vorhanden. Ein Wermutstropfen bleibt. Ein professioneller Wandeinbau bleibt mangels Befestigung eine ziemliche Bastelei. 

Android App 

Android App
Grundsätzlich bieten die Apps die gleichen Funktionen wie das Quing Panel und werden somit in meinem Fall  zur Steuerung Zwischenstecker gebraucht. Einzig die Installation und Konfiguration der Komponenten müssen via Panel gemacht werden.
Unterwegs ist jederzeit die Kontrolle und Änderung des Alarmsystems möglich. Natürlich kann man auch einen Blick auf das Kamerabild werfen. In einem Log sind sämtliche Aktivitäten sichtbar. Hat man Events programmiert welche eine Aufnahme auslösen, so kann man diese Aufnahme via App anschauen.



Web Portal

Web Übersicht
Das Web Portal ist die Hautpsteuerzentrale des Systems. Hier hat man einen Überblick über das gesamte System.
In einer Chronik lassen sich sämtliche Aktivitäten nachverfolgen.
Vom Live Bild der Kamera lassen sich Aufnahmesequenzen oder Schnappschüsse machen.
Sämtliche Videos und Bilder der Kamera werden in einem Rechenzentrum der Swisscom gespeichert  Im Brandfall oder sonstigen Elementarschäden hat man so immer noch Zugriff auf die Bilder.
Es bringt also nichts wenn der Einbrecher das Panel zertrümmert :)

Web Kamera
Das Bild der Kamera ist wie bereits erwähnt nicht wirklich schlecht. Ist aber auch nicht in HD Auflösung. Hier habe ich schon wesentlich bessere Kameras verbaut. Allerdings waren diese auch etwas teurer. Ich bin mir aber sicher das man später die Wahl zu teureren Kameras haben wird.

Das Bild reicht aber um einen Blick auf das Objekt zu werfen. Personen die man kennt wird man auch problemlos erkennen.




Web Regeln
Einer der Haupttrümpfe von Quing ist das Regelsystem. Hier kann jeder Regeln und Events erstellen. Es wird kein zusätzlicher Techniker benötigt der das System wieder den Wünschen nach umkonfiguriert! Bis jetzt sind zwar nur WENN Verknüpfungen möglich. Mit ein bisschen Idee und Fantasie lassen sich aber wirklich gute Regeln erstellen. Hast du eine Idee zu einer Regel die du nicht vorenthalten willst, so schreibe sie doch bitte als Kommentar auf diese Seite. Ich würde mich freuen.





Mein Fazit

Quing ist geil! In meinem Job unterhalte und installiere ich auch andere Systeme, zB. basierend auf Wago/KNX und xhome-server. Dort sind die Möglichkeiten natürlich professioneller und einiges mächtiger.
Solche Systeme bleiben aber bisher elitär, da doch sehr teuer.
Quing ist aber ein System für jedermann. Klar hat auch Quing seinen Preis. Die Abo Kosten halten sich aber in Grenzen. Kommt das es nicht immer einen teuren Techniker für die Installation und Konfiguration braucht!
Zwar mag das System Zigbee/Wlan auch einige Bedenken mit sich bringen. Die einfache Nachrüstbarkeit ist aber fast unschlagbar.
Ich persönlich habe auch nicht Angst das dieses System mir jetzt Pfründe abgraben wird. Im Gegenteil. Solche Systeme bringen Smart Living wirklich nach Hause und in die Gedanken der Menschen.
Ich weiss das man bei Quing auch an Unterputz Komponenten denkt. Ich hoffe mir das sie diese auf den Markt bringen. Mit den Unterputz Modellen wird Quing erst zu einem richtigen Smart Living System und wird auch zusätzliche Arbeit bringen ;)

App Alarm Aktivierung
Bewegungsmelder
Panel Alarmierung
App Geräte
Türkontakt

Türkontakt Kontrolle in der App
Kamera montiert
Alarmierung aktiviert in App






Samstag, 1. Dezember 2012

Tux auf LTE

LTE der ersten Stunde


Stell dir vor, dass Swisscom LTE aufschaltet und die Fanboys auf das erste LTE fähige Windows 8 Phone von Nokia warten. Man könnte sich dem ganzen Hype hingeben und bis Montag den 3.Dezember die Stunden zählen...

oder aber ich wäre nicht Tux und schon gar nicht 0ne, würde ich mir zum LTE Start vom 29. November dieses Gerät nicht gleich selber besorgt haben um so meine eigenen LTE Tests machen zu können.


LTE in der Theorie

LTE bietet laut Swisscom einige Vorteile:

Schnellere Geschwindigkeit
>Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s (technisch bis zu 150 Mbit/s)

Mehr Kapazität
>4G/LTE kann viel mehr Daten übertragen als bisherige Technologien
>Entlastung 3G-Netz

Bessere Reaktionszeiten
>Unabhängig vom gewählten Abo schnellere Reaktionszeiten

Als mögliche Anwendung sieht man:

>Musik und Video via Internet ins Auto streamen
>Cloud Computing
>Navigationsdienste
>TV via Smartphones, Tablets
>Videokonferenz unterwegs
>Online Gaming in Echtzeit

Das hört sich ja echt geil an. Übertragungsraten die man bisher nur mit einen Fiber Anschluss hatte plötzlich über die Luft? Mal schauen...

Tux sucht das 4G

4G Start 29.11.2012 
Nach dem Einschalten des Lumia 920 meldet sich Swisscom ein paar Sekunden später via SMS. Man solle das Gerät neu starten um in den Genuss von der höchsten Geschwindigkeit mit 4G zu kommen.
Also gut. Ein Reboot tut immer gut, ist ja auch ein Windows Phone ;)
Wer jetzt übrigens denkt mir ist jetzt plötzlich nicht mehr zu helfen. Keine Angst. Das Nokia Lumia 920 wurde von mir auch als Zeichen der Satire und Sarkasmus gewählt. Natürlich wird das Gerät bis zum Montag wieder poliert damit es einen echten Fan glücklich machen kann... es gehört mir nicht.
In der Zwischenzeit ist das Nokia auch wieder bereit. Nur von 4G ist nichts zu sehen.
Ein Blick auf die Karte macht auch klar warum. 4G ist momentan eher dünn besiedelt. So ist es auch in den Wohnquartieren von Zürich Nord eher nicht anzutreffen.
Gut, ich bin ja keine faule Socke. Also mache ich mich auf den Weg ins hype Zürich Down-Town.

Tux misst das 4G

4G Übertragungsraten Nokia Lumia 920
Natürlich habe ich den der Vorbereitung auf 4G gleich mal noch ein Infinity XL aktiviert. Zwar können alle von LTE profitieren, aber die (Chance auf) volle Geschwindigkeit bekommt man nur mit einem Infinity XL.
Auf dem Weg in die Stadt wird es ab Unterstrass langsam interessant. Das erste mal wird voller 4G Empfang angezeigt. Nach einigen Messungen wird aber klar. Die 100Mbit/s erreiche ich nicht. Nicht mit diesem Gerät, nicht zu dieser Zeit, nicht auf diesem Netz. Einerseits wird die Swisscom sicherlich noch Optimierungen vornehmen. Andererseits ist auch LTE nur ein shared Medium wo tendenziell um Bandbreite gestritten wird. Jetzt wäre ja eigentlich mehr oder weniger noch freie Fahrt gewesen...
Nichts desto trotz. Die durchschnittlich erreichbare Bandbreite ist auf gutem VDSL Niveau. Schon beeindruckend was da über die Luft hereinkommen kann! Gerade der Upload übersteigt das VDSL teilweise locker, wobei man fairerweise sagen muss das der Upload bei VDSL arg gedrosselt wird. Upload erzeugt proportional mehr Traffic als hohe Downloadraten ;)



Auch in Verbindung mit einem Laptop zeigt sich, dass man sehr konstant gute Downloadraten erreicht. Es fühlt sich an, als ob man zu Hause sitzt.
Was Swisscom bereits erwähnt, ist die hervorragende Reaktionszeit. Dieser Fortschritt, welcher alle Kunden über 4G nutzen können, ist wirklich bemerkbar. Das surfen fühlt sich nun einiges flüssiger an.
Dies wird auch im Demovideo von Swisscom gezeigt: 




Da der Speed aber kaum voll erreicht werden kann, ist für solche die wirklich viel und schnell Daten übertragen wollen, ein Infinity L Abo absolut ausreichend. Das Infinity XL erachte ich nur für den hauptsächlichen Gebrauch als Datenabo overloadet. Schlussendlich muss es aber jeder selber wissen. Klar kann man sich als Kiddie auf die Suche nach Bench Records machen. Im täglichen Gebrauch sieht die ganze Geschichte aber einiges nüchterner aus! Der Tux übrigens hat "nur" ein Infinity M. Und das auch nur weil ich mit meinem Gebrauch durch Vivo Tutto +/- auf den selben Preis komme wie mit einem älteren Abo. 

Brauchen wir 4G?


Ja wir "brauchen" 4G.
Das Internet der Dinge ist im vollen Gange. Immer mehr Geräte wollen immer mehr Bandbreite.
LTE bietet vor allem auch den Vorteil, dass die verfügbare Bandbreite besser genutzt werden kann.
Von LTE können also alle profitieren. Auch wer ein Abo mit geringerer Bandbreite hat, profitiert von der geringeren Latenz und der besseren Ausreizung seiner Bandbreite.


Müssen wir nun alle sofort ein LTE Gerät kaufen?
Nein. Der 4G Empfang ist immer noch dünn gesäht und steckt gerade noch in den Kinderschuhen.
Die Karte hier zeigt wie der Ausbau bis Ende 2013 aussehen soll.
Aus meiner Sicht reicht es absolut beim nächsten Gerätekauf einfach auf die LTE Fähigkeit zu achten.
Hat man gerade einen Gerätekauf hinter sich oder ein Modell ohne LTE in Aussicht, ist dies auch nicht weiter schlimm.
Mit der Umsiedlung der Hardcore Nutzer auf 4G werden auch die älteren Netze etwas entlastet ;)
Und sind wir mal ehrlich. Bis jetzt funktionieren Sachen wie TV Streaming, Video Telefonie usw. auch ohne LTE.

Die 4G Maschinerie ist nun angestossen worden. Lassen wir sie ihren Weg machen.
4G sind keine Beatles. Da falle ich noch lange nicht in Ohnmacht :D

Ich selber werde mir in den nächsten Tagen noch ein Samung Galaxy Note II borgen um die LTE Entwicklung noch ein wenig im Auge zu behalten.

Interessierte können in diesem Monat auch die Posts der von den Swisscom labs organisierten Bloggern verfolgen.
https://labs.swisscom.ch/de/content/4g-blog-von-bamf
https://labs.swisscom.ch/de/content/4g-blog-von-suisse


WLAN Optimierung mit Swisscom

Wlan Optimierung mit dem Swisscom Tool


Einführung

Der Wireless Empfang ist wieder mal schlecht...
Die WLAN-Geräte können sich nicht oder nur mühsam zum Wireless-Router verbinden...
Die Datenübertragung ist sogar für Wireless Verhältnisse wieder mal unterirdisch langsam...
Was ist nur los?

Man könnte sich jetzt natürlich einen neuen Wirless-Router oder Access Point besorgen.
Statt zu verzweifeln und Gott oder den Gerätehersteller zu verfluchen, genügt oft eine simple Wireless Optimierung durch eine bessere Kanalwahl um zu befriedigenderen Ergebnissen zu kommen.
Dazu gibt es tausende Forenbeiträge und Anleitungen. An dieser Stelle möchte ich daher keine weitere geben.Verweise hier aber gerne auf eine der für mich besten Erklärungen, geschrieben von Kollege AVoIP. Diesen Beitrag zu lesen lohnt sich.

In diesem Blog Post geht es aber um den

WLAN Optimizer von Swisscom


Swisscom hat ein Selfcare Tool entwickelt um jedem Laien bei Wireless Problemen zumindest mal eine Hilfe bei der richtigen Kanalwahl gibt. Da es sich um ein Selfcare Tool handelt, braucht es eigentlich keine grossen Erklärungen. Da dieses Tool aber nicht nur Swisscom Kunden zur Verfügung steht und somit eine schlanke Alternative zu inSIDDer ist, möchte ich doch ein zwei Worte darüber verlieren.
Das Swisscom WLAN Tool findet man über diese Seite:
Der Optimizer steht sowohl in einer Version für Windows wie auch für Mac zum Download bereit!

How it works

Das Tool braucht keine eigentliche Installation und startet somit gleich.
Der Login ist nur optional. Somit steht der Optimizer auch nicht Swisscom Kunden offen zur Verfügung um unabhängige Analysen zu starten.
Swisscom Kunden haben aber den Vorteil, dass ihr Router bei einem Login später gleich auch noch automatisch konfiguriert werden kann! Dazu braucht man nur einen Wireless Router der Motorola/Netopia oder Centro Serie, welcher via CWMP automatisch provisioniert wird.

Ob Login oder nicht, kann man nun die erste Analyse starten. Nach dieser, hat man auch die Möglichkeit mehrere andere Standorte auszumessen.
Diese fliesen somit ebenfalls in das Ergebnis ein. Wie man vielleicht weiss, sind die konkurrierenden Wireless Netze auch nicht nur an einem Ort gebündelt ;) Somit macht es auch Sinn, die Messung nicht nur im Büro neben dem Router zu machen, sondern gerade dort wo man auch arbeitet oder surft. Also auch im Wohnzimmer  Küche usw.



Nach Anschluss der Messungen berechnet der Optimizer nun den besten Kanal. Dabei geht er folgendermassen vor:


Bevorzugt werden bei gleich guten Kanälen der Kanal 6, dann 1 bzw. 9. ansonsten der niedrigste Kanal.

Zur Bewertung werden zwei Kritieren herangezogen (das ist auch in der Detailansicht ersichtlich):
 - Signalstärke der einzelnen Netzwerke pro Kanal
 - Anzahl der Netzwerke pro Kanal
Diese zwei Kurven werden kumuliert zur Ermittlung des besten Kanals herangezogen.

Mit ansteigender Zahl der Netzwerke, verschiebt sich die Gewichtung so, dass die Anzahl der Netzwerke pro Kanal stärker ins Gewicht fällt.


Die Analyse kann man sich in der Detailansicht mittels Grafiken angezeigen lassen. Hier wird der Optimizer zu einer Alternaitive zum bekannten inSIDDER. Anhand dieser Grafiken kann man dem Ratschlag des Optimizers nun folgen ...oder auch nicht.
Klar das solche Tools nur statistische Werte der Interferenzen ermitteln können. Es ist ja nicht unbedingt gesagt, dass ein starkes konkurrierendes WLAN mehr stört als ein mittel starkes. Hier wäre noch von Relevanz wie stark dieses Netzwerk auch wirklich belastet ist (zb. traffic)! Aber für den Heimgebrauch fährt man mit solchen Tools idR. trotzdem sehr gut.


 Das man sich bei diesem Tool Gedanken gemacht hat, merkt man auch bei folgendem Hinweis!
Ermittelt der Optimizer einen Kanal von 12 oder 13, weist dieser darauf hin, dass man mit Nordamerikanischen Geräten seine Probleme haben kann :)

Hinweis:
In einer ersten Version hat der Optimizer noch seine Mühe mit Multi SSID's. Er erkennt diese als konkurrierende WLAN's und optimiert daher nicht zielführend. In solchen Fällen legt man besser selber Hand an!








Hat man, wie bereits erwähnt, einen Swisscom Router im Einsatz, so kann man sich nun den ermittelten Kanal automatisch auf den Router konfigurieren lassen.








Ziel solcher Selfcare Tools ist es natürlich auch die Support Zeit und Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Swisscom hat noch andere solche Tools, zB. den Quick Helper.
Hier empfehle ich fortgeschrittenen Usern beim Abschluss des Optimizers aufzupassen. Er möchte dieses Add installieren! Wer von diesem Tool nicht genervt werden will entfernt also besser diesen Haken :)











Mit dem WLAN Optimizer hat die Swisscom ein wirklich gutes Tool erschaffen welches so manchem helfen wird.

Nutzt es und habt Spass!