Freitag, 10. Mai 2013

NEWS Swisscom Library App

Neue APP - Swisscom Library


Gemessen an der Anzahl Downloads, hat die Swisscom eine noch relativ unbekannte App veröffentlicht.
Swisscom Library
Zeit um die Bekanntheit dieser App ein wenig zu steigern. :)

Die App ist sowohl für iOS als auch Android verfügbar.









Beschreibung

Mit der kostenlosen Library App sind Sie jederzeit und überall über die aktuellen Publikationen von Swisscom informiert. Die App läuft auf Smartphones und Tablets.

Das bietet die Swisscom Library App:
- Vollumfängliche Auswahl der Swisscom Publikationen für Privat- und Geschäftskunden
- Push-Notification beim Erscheinen von neuen Ausgaben
- Einzelne Publikationen können abonniert und selbst zusammengestellt werden
- Einfaches Suchen von Themen über alle Publikationen hinweg
- Sharen von Inhalten

Folgende Swisscom Publikationen können Sie mit der Library App abonnieren: Swisscom Geschäftsbericht, Swisscom Imagebroschüre, Swisscom Shop-Magazin, dialogue – das Magazin für Geschäftskunden, enter – der Medienratgeber für Eltern und viele mehr.

Impressionen

Die App startet im Reiter Kategorien. Hier lassen sich die einzelnen Magazine abonnieren.
Nach dem abonnieren und dem Download stehen die Magazine in der Bibliothek zur Verfügung.
Mittels der Scrollleiste bewegt man sich flink durch das Magazin. 
Im Vollbild lässt es sich auf einem anständigen Tablet gut lesen. Ansonsten ist zoomen angesagt.

Hier findet man weitere Apps der Swisscom


Thoughts

 Coole App. Nun findet man die Magazine der Swisscom an einer Stelle. Die App läuft flüssig und macht Spass.
Für das Ecosystem Swisscom wäre natürlich eine Verknüpfung zB. zwischen Play und Swisscom TV (App) eine super Sache. Würde die einzelnen Magazine in der Dateigrösse und im Aufwand allerdings etwas aufblähen.



Donnerstag, 2. Mai 2013

Centro Grande ADB/Pirelli CLI-Command Portmap

PAT / NAPT mit einem Centro Grande


Bekannter massen hat die Swisscom fortgeschrittene Funktionen aus dem WUI ihrer Centro Router gestrichen. Seit dem Update auf die Firmware-Versionen 06.02.XX der ADB/Pirelli Router, fehlt diesen auch das freischaltbare "Admin-GUI"
Unverständlich aber, dass sogar gewisse Grundfunktionen wie PAT/NAPT im GUI schlicht nicht möglich sind.


Was ist PAT /NAPT

Ich gehe davon aus das man diesen Beitrag mit gezielter Suche gefunden hat und daher weiss was PAT / NAPT ist. Falls nicht, hier eine Kurzbeschreibung:

PAT (Port Address Translation) auch bekannt als NAPT (Network Address Port Translation) ist eine erweiterte Form des NAT (Network Address Translation).
Gegenüber NAT wird zusätzlich zur IP Adresse auch noch die Port Nummer umgeschrieben.
Falls man zB. hinter einer öffentlichen IP mehrere Webserver betreibt die auf dem gleichen Port laufen (TCP 80) und man diesen nicht ändern kann, benötigt man NAPT. Da man nur eine öffentliche IP hat erfolgen Anfragen über unterschiedliche Ports. Der Router übersetzt diese Anfragen sowohl auf die richtige interne IP als auch auf den vorgegebenen Port.
Veranschaulicht in dieser Grafik:

CLI Command portmap

PAT lässt sich beim Pirelli/ADB Router mit aktueller Firmware nur via der CLI konfigurieren:

Der Einstieg dazu führt über Programme wie Telnet oder Putty und der IP des Routers (192.168.1.1)
Der Benutzername ist wie beim Zugang über das WUI admin. Das Passwort findet man im Kundencenter.
Falls man die Daten vergessen hat, kann man sich auch mit BN: superadmin, PW: 1234 einloggen.
Zum Glück bieten die Centro Router einen DNS rebinding Schutz ;) (ausgenommen Centro Business - Sicherheitslücke)


portmap bietet drei Grundfunktionen:
  • portmap add: Fügt eine neue Portweiterleitung hinzu
  • portmap del: Löscht eine Portweiterleitung
  • portmap list: Listet alle konfigurierten Portweiterleitungen auf. Interessant was wohl manch einer hier wegen aktiviertem UPNP vorfinden wird...  :D
Der portmap add Befehl erwartet 5 Eingaben:

portmap add [name: Name der Portweiterleitung] [public port: Öffentlicher Port] [local_ip: IP des Servers]
[local_port: Port des Servers] [protocol: tcp, udp oder both]

Um eine NAPT Regel des öffentlichen Ports 8080 auf die interne IP 192.168.1.11/24 mit Port 80 zu machen, müsste der Befehl also folgendermassen lauten:
portmap add HTTP2 8080 192.168.1.11 80 tcp

Nach Abschluss der Konfiguration empfiehlt sich ein save
Die Überprüfung der Konfiguration erfolgt über portmap list

CLI mittels Putty

Zu Beachten: Portweiterleitungen welche man via portmap konfiguriert (und solche die UPNP macht) finden man nicht im Webinterface des Routers.



Den Befehl für die Centro Motorola Router und das ehemalige Admin Gui des Pirelli findet man hier.

Freitag, 19. April 2013

Swisscom Mobile TV History

TV auf dem NATEL - Die Geschichte


Der Anfang

Am 1. April 2001 wurde Swisscom Mobile zu einer Aktiengesellschaft. 75% der Aktien behielt Swisscom, 25% kaufte Vodafone. Diese strategische Partnerschaft eröffnete Swisscom den Zugang zu neuen Services, bekannt als Vodafone live!.
Es dauerte allerdings 2 Jahre bis Mitte November 2003 Vodafone live! als interaktives Portal für Swisscom Mobile Kunden an den Start ging. Dieses Portal verwandelten die Vodafone gebrandeten Geräte zu einer kleinen farbigen Spielkonsole, Fotoapparat und -album, Unterhaltungs- und Informationszentrale. Manch einer wird sich heute wohl eher mit grauen an diese Rot-Weisse Ära erinnern ;)

Im Juli 2004 wurde UMTS auf dem Swisscom Mobile Netz verfügbar. Damit konnte man 200-350kbit/s übertragen. Eine neue Technologie ist mit der entsprechenden Anwendung auch immer ein Verkaufsargument. Somit startete die TV Revolution auf dem NATEL am 16.November 2004. Damit konnten entsprechende Handys bereits Live-TV, Videoclips und Videotelefonie nutzen.
Vorausgesetzt es war UMTS oder EDGE Empfang vorhanden.
Zu den damaligen live Sendern gehörten:
  • SF1
  • SF2
  • SF Info
  • Eurosport
  • TSR1
  • TSR2
  • TF1
  • TSI1
  • TSI2
Für Fr. 1.50 konnte man diesen Service 1h lang nutzen. Einen ganzen Tag schaltete man sich für Fr. 4.- frei und eine Monatsflat kostete Fr. 16.-

Replay-TV

Replay TV ist nicht erst seit Swisscom TV ein Begriff. Nein, Replay TV gab es schon im Jahre 2005 und zwar bei Swisscom Mobile! ;)
Am 31.August 2005 wurde das TV Angebot über Vodafone live! aufgestockt.
Zu den bereits verfügbaren Sendern, wurden folgende dazugeschaltet:

  • RTL
  • SAT1 Schweiz
  • PRO7
  • VOX
  • RTL2
  • N-TV
  • ARD
  • ZDF

Das sogenannte Replay TV startete am 8. November 2005: Was dazumals mit Replay TV gemeint war, zeigt dieser Auszug aus der damaligen Medienmitteilung:
  SF DRS zeigt die Tagesschau im Fernsehen täglich um 13.00 und 19.30 Uhr. Vierzig Minuten nach der Ausstrahlung im Fernsehen sind die Sendungen in allen drei Landessprachen auf dem Vodafone live! Portal zum Abruf bereit. Die Wiederholung der 13.00 Uhr-Tagesschau läuft jeweils ununterbrochen bis zur Aktualisierung durch die Hauptausgabe 19.30 Uhr. Die Hauptausgabe ist dann bis am nächsten Tag um 13.00 Uhr auf dem Vodafone live! Portal abrufbar. Analog verhält es sich mit den beiden Meteo-Ausgaben von 12.55 und 19.50 Uhr.

Daneben bietet Swisscom Mobile einen Comedy- und einen Lifestyle-/Boulevard-Kanal mit Inhalten aus SAT1/Pro7-Sendungen an. Der Comedy-Kanal zeigt die besten Szenen aus "Genial Daneben", "Was guckst du?!", "Tramitz and friends", "Kalkofes Mattscheibe", "Comedystreet" und "Headnut TV". Der Lifestyle- und Boulevard-Kanal beinhaltet drei- bis vierminütige Sequenzen aus "Blitz", "Sam", "Taff" und "Talk, Talk, Talk". Beide Kanäle werden täglich aktualisiert und sind in deutscher Sprache erhältlich.

Tagesschau in 100s

Ab dem 30. November 2006 wurde ein speziell für die Mobile TV Nutzung gefertigtes Format der Tagesschau produziert.
Ziel dieses Formats waren stündlich aktualisierte (zwischen 07:00 - 23:00) 100s Versionen der Tagessschau.
Wer Zugriff auf diese 100s Clips wünschte, konnte diese im Monatspaket für Fr. 9.- kaufen.
Man kann sich vorstellen wie hoch die Produktionskosten für diese stündlich aktualisierten Miniclips waren...


Der Dienst wurde Ende August 2010 wieder eingestellt.


Bluewin TV

Bluewin TV, auf dem Festnetz im Jahre 2006 offiziell lanciert, blühte passend zur Euro 2008 am 14. April 2008 auch auf den NATEL Netz auf.

Bluewin TV Mobile Standard

baute auf der bekannten (Pixel) Technik über Edge und UMTS auf. Verwendung fand immer noch das Vodafone live! Portal, verfügte aber mittlerweile doch bereits über ein Portfolio von 30 Sendern!

Bluewin TV Mobile HD

Nokia N77
wurde dazumals neu lanciert. Aufgebaut wurde das sogenannte DVB-H Netz. Wie beim bekannteren DVB-T wurden die TV Signale mittels Rundfunk ausgestrahlt. Natürlich brauchte es dafür auch ein entsprechendes Empfangsgerät. Dick mit dabei war zu dieser Zeit noch Nokia, welches den Swisscom Kunden gleich 2 Geräte liefern konnte.
DVB-H fähige Geräte zu diesem Zeitpunkt waren:
  • Nokia N77
  • Samsung SGH-P960
  • Nokia N96


Neben der natürlich besseren Qualität der TV Bilder (20 der 30 Sender in "HD Qualität), stand auch ein TV Guide zur Verfügung und es wurde mit der schnellen TV Verfügbarkeit mittels Kopfdruck geworben.
Während 99% der Bevölkerung mittels EDGE/UMTS abgedeckt waren, begrenzte sich der DVB-H Empfang auf 44%.
Hierzu eine offizielle Karte der Swisscom:
Den ganze Spass gab es für Fr 2.- pro Tag oder für Fr. 16.- im Monatsabo.


Swisscom TV Air

2 Jahre nach einer EM kommt ja schon bald die WM. Gut das Swisscom rechtzeitig zu solchen Events wieder ein neues Produkt bringen kann um es gleich mit Erfolg ins Rollen zu bringen.
Am 23. April 2010 wurde TV Air lanciert. TV Air startete gleich zu Beginn auf der PC Plattform via Wireline Zugang, als auch für das NATEL Netz. Somit wurde die Marke Swisscom TV auf der ganzen Linie lanciert und man konnte sich von Vodafone live! und DVB-H verabschieden.
Vorraussetzung für den Empfang war ein Streamingfähiges Handy, welches die via EDGE, UMTS, HSPA oder WLAN gelieferten Daten verarbeiten konnte. Bekanntester Vertreter zu dieser Zeit, das iPhone. 

Das Angebot umfasste nun über 30 Sender. Zudem war es erstmals möglich Teleclub Sport Events via Mobile abzurufen.

Durch die Verknüpfung der Swisscom TV Plattform war es nun auch möglich, Fernprogrammierungen für die Swisscom TV Box zu Hause zu machen. Dazu gab es die TV Guide App.





Senderliste:
SF1, SF2, SFinfo, Pro Sieben, RTL, Sat.1, VOX, Nickelodeon, ARD, ZDF, ORF1, DMAX, RTL2, Deluxe Music, MTV, Eurosport, n-tv, TSR1, TSR2, TF1, TV5, France 2, France 3, France 5, M6, NRJ 12, Teleclub Sportflash, RSI La 1, RSI La 2, Rai Uno, Italia1, Canale 5, CNN, Bloomberg TV, France 24, France 4, W9, Gulli, NT1, TV8 Mt Blanc, Rai Due, Rete 4, Cielo, Sky News

TV Air gab es für Fr. 9.- pro Monat, einzelne Live Sport Events für Fr. 5.-
Der grösste Vorteil von TV Air gegenüber anderen Anbietern, für Fr- 9.- war der gesamte TV Traffic via NATEL Netz inklusive. Somit kahmen keine weiteren Kosten für allfällige zusätzliche Datenvolumen hinzu!


Fernbedienung iPad

Das iPad welches zu dieser Zeit bereits das schönste TV Air Erlebnis bot, bekam im Februar 2012 als Zusatzfunktion die Fernbedienungsfunktion der STB.
Da konnten die Android Nutzer nur neidisch rüberblinzeln und sich damit trösten kein iOpfer zu sein.

Swisscom TV Online

Das Zeitalter der Konvergenz. Die Anforderungen der Kunden sind mittlerweile gestiegen. Die Streamingqualität befinden sich im allgemeinen auf hohem Niveau. Mit TV Air fallen keine zusätzlichen Datenkosten an, man will mehr.
Microsoft Mediaroom auf der Swisscom TV zu Hause aktuell basiert, wirb mit der Möglichkeit, Inhalte auf verschiedenen Geräten zu konsumieren und aus der STB auszubrechen.
Nun gut, Microsoft ist auch der gleiche Konzern der mit jeder neuen Windows Version das beste Windows aller Zeiten herausbringt *hüstel*
Nichts desto trotz war es mit der Lancierung von Swisscom TV Online, zumindest für apple Devices, ab dem 2. Juli 2012 möglich, gewisse Aufnahmen sowohl auf der STB wie auch ab TV Online Speicher anzuschauen. 

Replay


Im Oktober 2012 kam der nächste Paukenschlag. UPC Horizon war auf Ende Jahr angekündigt. Swisscom hat in gewisser Hinsicht darauf auch weitere Features in Swisscom TV implementiert. So zB. Replay TV welches zeitversetztes Fernsehen ermöglicht. Neu war dies ab Oktober ebenfalls mit den Mobile Applikationen möglich. Mittlerweile ist man auf eine Senderliste von gut 80 Sendern angekommen, wobei ca. 70 davon mittels Replay verfügbar sind. Trotz der Lancierung der Natel Infinity Abos und dem damit verbundenen Wegfall der Datenvolumen, bleibt Swisscom TV auch in der Mobilen Version ein Top Verkaufs- bzw. Bundelargument.


Next

Demnächst werden neue TV App Versionen für apple und Android erscheinen.
Ich konnte bei einer Vorführung bereits einen kurzen Blick auf die wesentlichen Neuerungen werfen.
So kann man die heimische TV Box nun auch mit Android! und dem iPhone steuern.
Da diese Geräte einen kleineren Touchscreen als das iPad haben, wird es einen Navigationsscreen mit einem "Rollrad" geben. Eine spezielle Android Tablet Version steht zu Beginn noch aus. Zu Windows Phone Unterstützung gab es noch keine Infos.
Ebenfalls wir es die Möglichkeit geben einen Take-Over zwischen dem TV und der App zu machen. So ist es möglich laufende Sendungen welche man auf dem Mobile Device anschaut via Knopfdruck über die STB auf den TV Bildschirm zu bringen. Umgekehrt ist dies ebenfalls möglich, sofern man zB. die Sendung auf dem Häuschen weiterverfolgen möchte. Take-Over ist prinzipiell auch mit Aufnahmen möglich, allerdings startet die Sendung beim Mediumswechsel jeweils von Anfang an. Hier macht sich noch die Unterscheidung zwischen den lokalen Aufnahmen und den Cloud Streams, welche nicht den gleichen Timestamp aufweisen können, bemerkbar.
Ebenfalls revolutionär: In Zukunft wird man zumindest die Aufnahmen aus der Cloud auch offiziell im Ausland nutzen können!

Future

strictly confidential ;D

Freitag, 5. April 2013

Improve NAS Security - Synology

Erhöhung der NAS Sicherheit

Einleitung

Hersteller versprechen mit ihren NAS Geräten eine einfache Einbindung in Netzwerke, welche auch Laien zustande bringen sollen. Zudem rüsten die Hersteller ihre Geräte mit immer mehr multimedialen Möglichkeiten auf. Im Zeitalter der Cloud, muss ein Top-Modell natürlich auch gleich eine Cloud Lösung mitbringen.
Unlängst sind moderne NAS Geräte nicht nur netzangebundende Speicher. Hersteller wie Synology, Qnap, Netgear und diverse andere, haben bereits eine Vielzahl an Services integriert. NAS sind somit zu kleinen Servern herangewachsen.

Bei den vielfältigen Möglichkeiten sind aber einige Punkte zu beachten um ungebetene Gäste von den eigenen Daten fernzuhalten. Ich werde in diesem Beitrag einige auflisten und konkrete Beispiele anhand einer Synology Diskstation 4.2 aufzeigen.

Services und Pakete

Aktiviere nur die Services und Pakete welche du auch brauchst!

So macht es keinen Sinn SNMP zu aktivieren, wenn man keine Überwachung vor hat.
Aber auch proprietäre Services wie FileStation von Synology oder WebDAV werden immer wieder gerne aktiviert. Man sollte sich daher von Zeit zu Zeit hinterfragen, ob man nun die Services wirklich braucht. Habe ich den Zugriff auf FileStation gebraucht, nutze ich WebDAV, braucht es die Photo Station wirklich und greife ich regelmässig via SSH auf die Konsole des NAS?

Dienste DSM 4.2
Services und Pakete bedeuten Features, bedeuten aber auch Angriffsfläche, sind ein Pool für bekannte und unbekannte Sicherheitslücken.
Daher aktiviere nur das was du brauchst und deaktiviere so viel wie möglich!
Eine zentrale Verwaltung und Übersicht der Dienste findet man bei DSM unter Systeminformationen > Dienst.
Pakete verwaltet man im Paket-Zentrum.






Benutzer- und Gruppenverwaltung

Benutzerverwaltung DSM 4.2
Eine saubere Benutzer- und Gruppenverwaltung. Das A und O!

Eine richtige Benutzer- und Gruppenverwaltung regelt den Zugriff auf die verschiedenen Bereiche des NAS.
Hier konfiguriert man den Datenschutz innerhalb des NAS. Nicht jede Person im Netzwerk sollte Zugriff auf alles haben.
Sollen Gäste im Netzwerk meine Daten auf dem NAS sehen? Nein, so deaktiviert man einfach den Gast Account.
Benutze ich einen Service wie FTP, kann ich mir auch überlegen einen extra Benutzer zu generieren, welcher nur Zugriff auf den FTP Bereich hat. Wird der Account kompromittiert, so ist wenigstens nicht das ganze System betroffen.
In die Benutzerverwaltung gehört auch die Kennwort Sicherheit. Regelmässiges ändern des Kennworts mit der Beachtung gewisser Sicherheitsregeln gehören sowieso zum Umgang mit der Informatik. Eine Wegleitung dazu hier.
Bei DSM steuert man diese Einstellungen in der Systemsteuerung unter Benutzer oder Gruppe.
Es findet sich darin eine Übersicht wer auf was und welche Anwendung im NAS zugreifen darf.

Privilegieneinstellung DSM 4.2


Verschlüsselung

Verschlüsselte Services sind immer vorzuziehen!

Verschlüsselung ist ein wichtiger Punkt. Es ist in einem Datennetzwerk immer davon auszugehen, dass die Daten abgefangen werden können. Dies kann zu jedem Zeitpunkt geschehen, egal ob man sich in seinem wohligen Heimnetz befindet oder sich gerade mit einem Hotspot oder sonstigem Zugriffspunkt verbunden hat.
Verschlüsselung muss bereits bei der Benutzerauthentifizierung anfangen.
Nehmen wir das Beispiel FTP. Eine FTP Anmeldung alleine geschieht unverschlüsselt. Das bedeutet das sogar Benutzername und Passwort in Klartext übermittelt werden! Jetzt stelle man sich noch vor, dass der selbe Benutzername auch Zugriff auf sonstige Services hat. --> Richtig, diese unverschlüsselte Anmeldung wird von einer falschen Person nur einmal abgefangen. Die Konsequenzen kann man sich selber ausrechnen.
Eine unverschlüsselte Anmeldung ins besonderem über das Internet und auf zentrale Dienste wie DSM ist einfach nicht clever. Das Beispiel soll aber auch zeigen, dass die Tücken auch im Detail liegen können.

Daher empfehle ich immer die verschlüsselte Variante des Services zu verwenden und die unverschlüsselte Version bei Gelegenheit zu deaktivieren. Sogar FTP bietet verschiedene Varianten der verschlüsselten Übermittlung an.
Diesen Tipp kann man sich auch in anderen Bereichen zu Herzen nehmen. zB. bei der Anmeldung beim Mailprovider. Ist der Mail-Client so konfiguriert das er sich verschlüsselt anmeldet?

Unverschlüsselte Anmeldung an einen FTP Server
Benutzername und Passwort in Klartext!

Portweiterleitung

Die Öffnung des NAS von aussen. Sei dir bewusst was du tust!

Wer ein NAS hat, der möchte sicherlich auch gerne den Zugriff von aussen ermöglichen.
Kein Problem, aber leite nur die Ports weiter welche du auch brauchst.
Bei einem gewöhnlichen Internetzugang für Privatkunden hat man in der Regel eine öffentliche IPv4. An diese ist ein Router angeschlossen welche die Geräte im Heimnetz im einfachsten Fall mittels NAT mit dem Internet koppelt.
Grundsätzlich werden durch NAT, Anfragen aus dem Internet ohne eine Portweiterleitung oder aktive Verbindung verworfen. Der Router weiss nicht wohin er die Anfrage leiten soll. Dies ist schon mal ein rudimentärer Schutz um die Türen möglichst geschlossen zu halten.
Insofern ist es wichtig die Portnummer zu den benötigten Diensten ausfindig zu machen und nur diese weiterzuleiten! Eine Liste mit Portnummern von Synology findet man hier.
Die benötigten Dienste sollte man sich genau überlegen. Was man im internen Netzwerk braucht, ist auswärts noch lange nicht notwendig. Ist es wirklich nötig, dass man Zugriff auf die Diskstation hat? Reicht unter Umständen ein verschlüsselter WebDAV Zugriff?

Auf keinen Fall sollte man sich die Arbeit leicht machen und im Router Dienste wie Default-NAT oder IP Weiterleitung auf das NAS aktivieren! Richtig, der Zugriff auf das NAS funktioniert einwandfrei. In der Regel ist auf dem NAS aber die Firewall nicht aktiviert. Somit sind sämtliche Dienste auch im Internet verfügbar. Dinge wie UPnP und SMB gehören dort sicher nicht hin! Leider hat es auch in genateten Netzwerken wie bei Swisscom genügend schlechte Beispiele und es ist ein leichtes solche Ziele ausfindig zu machen. SMB gehört zu einem der meist abgefragtesten Protokolle im Internet. Dabei geht es meist gar nicht um das ergaunern von persönlichen Daten. Teilweise werden auf solchen Systemen Dateien eingeschleust, welche einen Trojaner beinhalten oder den PC zu einem Bot machen. Somit werden höhere Ziele verfolgt. Daher seien auch die Kiddies von solch offenen Honeypots gewarnt. Es ist  meist grundsätzlich weder erlaubt noch ratsam, nach solchen Systemen zu suchen!

Offene Windows Freigabe. Clever, eine Passwortdatei ist gleich auch noch auf dem NAS. [IRONIE]

Firewall

Oben schon angesprochen ist die Firewall auf den NAS selten aktiviert. Oft umständlich zu bedienen und auf den ersten Blick unverständlich, kann man allerdings durch die Aktivierung der Firewall die Sicherheit nochmals erhöhen. Oft wird das Thema Firewall auf Clients vernachlässigt oder als unwichtig abgetan. Dies sollte aber nicht sein! Eine Firewall ist auch auf Client/Server Ebene ein wichtiges Element.

Bei Synology lässt sich die INCOMING IPv4 Firewall einfach konfigurieren.
So kann man hier nur die Dienste durchlassen welche man benötigt. Unterteilen kann man den Zugriff durch interne wie auch externe IP Bereiche (zB. auch der VPN Adressbereich)

Ein Firewallkonzept für das NAS ist nach einer kleinen Einarbeit schlussendlich schnell erstellt, hat aber nochmals eine positiven Einfluss auf die Sicherheit, gerade im Bezug auf andere kompromittierte Systeme im Heimnetz. Bei Synology ist die Firewall so konzipiert das man sich während der Konfiguration nicht mal aussperren kann ;) Also nur zu.
Die Firewall findet man bei Synology DSM unter Systemsteuerung > Firewall und QoS


Firewall DSM 4.2

Automatische IP Blockierung

Steter Tropfen höhlt den Stein. Ein Kennwort kann sicher sein. Doch mit einer Brute Force Attacke ist es möglich, dass auch dieses früher oder später fällt.
Wer Beispielsweise kein IDS/IDP zur Hand hat, der sollte bei seinem NAS die automatische IP Blockierung aktivieren.
Damit blockiert man auf einfachste Weise Brute Force Attacken.
Bei DSM findet sich diese Option unter Systemsteuerung > Automatische Blockierung

Automatische IP Blockierung DSM 4.2

VPN

Mit einem VPN ist es möglich sich von extern ins interne Heimnetz zu verbinden. Grundsätzlich ist es so möglich das NAS gegen aussen geschlossen zu halten und nur mittels VPN eine Verbindung zu erhalten.
Wenn der Router keine Möglichkeit zur VPN Verbindung ermöglicht, so ist als Alternative bei Synology ein OpenVPN und PPTP Server vorhanden.
Während von PPTP dringendst abzuraten ist, so funktioniert OpenVPN auf der Diskstation sehr gut.
Die VPN Server lassen sich in DSM via Paket-Zentrum als Anwendung installieren.
Als Zückerchen könnte man den Zugriff des VPN Subnets in der DSM Firewall noch granular steuern.
Auch hier an die Benutzerverwaltung denken.
Weiter Infos zum Thema VPN mit Synology findet man hier.

UPnP

UPnP ermöglicht die automatische Freigabe von Services und Daten und wird gerade im Multimedialen Bereich oft verwendet.
Mit Sicherheit ein Horror ;)
Dringendst abzuraten ist es, automatische Portweiterleitungskonfigurationen, welche gewisse NAS anbieten, zu verwenden. Tests mit kompatiblen Routern haben gezeigt, dass hier grundsätzlich alle Ports weitergeleitet werden. Auch solche die eigentlich nicht sollten. Daher UPnP falls vorhanden im Router deaktivieren und die Portweiterleitungen von Hand vornehmen.
Wer auf Medienservices mit UPnP/DLNA im Heimnetz nicht verzichten kann, sollte zumindest den Zugriff von neuen Geräten einschränken und diesen nur nach manuellem Eingriff gewähren.
Bei DSM einfach erreichbar mittels Medienserver > Zugriff auf Medienserver von neu erkannten UPnP/DLNA Geräten einschränken.

Medienserver DSM 4.2




Bewusstes Handeln ebnet einen sicheren Weg. Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden.


Weitere Infos und How-to^s findet man unter folgenden Links:


Sonntag, 24. März 2013

Debug your Internet

Mit dem Netalyzr von ICSI

In diesem Beitrag möchte ich den Netalyzr vorstellen. Online Tools zur Zugangsanalyse gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.
Möchtest du aber mehr als nur einen simplen Speedtest, so ist dieses Tool genau das richtige für dich.

Wer steckt hinter Netalyzr?

Netalyzr wurde am International Computer Science Institute (ICSI), einem führendem unabhängigen Forschungszentrum für Computerwissenschaften, entwickelt. Die Ergebnisse werden von ICSI gesammelt um eine umfassende Studie über die Qualität der Internetzugänge zu erstellen. 

Wie starte ich Netalyzr

Der Netalyzr lässt sich über folgenden Link mittels Browser starten: http://netalyzr.icsi.berkeley.edu/index.html
Netalyzr erfordert eine Java Runtime! Alternativ gibt es auch einen Client welcher sich über die Kommandozeile starten lässt. Diesen findet man hier: http://netalyzr.icsi.berkeley.edu/cli.html
Um eine Java Runtime kommt man aber auch hier nicht umher.

Was kann der Netalyzr?

Der Netalyzr prüft die Zugangsqualität anhand der Geschwindigkeit und der Latenz. Ebenso werden Manipulationen verschiedenster Art aufgeführt. So wird eine Manipulation am DNS ebenso bemerkt, wie ein zwischengeschalteter Proxy. Ist ein DNS gefährlich konfiguriert, wird dies gerügt. Blockierte Ports lassen sich ebenfalls mit Leichtigkeit finden. Doch nicht alles was orange dargestellt wird ist auch schlecht! Wenn es Wunsch ist, dass ausgehende CIFS Protokolle gesperrt werden, so ist selbstverständlich alles in Ordnung. So sperren Amateur Router wie die Fritz!box per Default solche Protokolle. Nach Ausführung der Analyse wird sicherlich so manch einer eine Überraschung finden. Dabei muss man nicht unbedingt ein Netzwerkprofi sein. Der Netalyzer erklärt in wenigen Worten worum es beim entsprechenden Punkt geht.
Selbst Probleme in Form von Bufferbloat können gefunden werden. An dieser Stelle verweise ich gerne auf ipfire welches auch langsame DSL Anschlüsse etwas beschleunigen kann :)

Weitere Erklärungen (in Englisch) zu den Ergebnissen lassen sich hier finden: http://www.newscientist.com/article/dn18953-understanding-your-netalyzr-results.html?full=true
Ansonsten liefert google zu den einzelnen Themen tonnenweise an Material.


Ich finde Netalyzr ein gutes Tool um Probleme oder allfällige Gefahren zu finden und entsprechend zu handeln. Ich setze diesen immer wieder gerne ein um die Auswirkungen von Konfigurationsänderungen an meinem Netzwerk zu testen. Ebenfalls nützlich sind die ersten Eindrücke welches dieses Tool von einem Netzwerk vermitteln kann.
Scheue nicht diese Tool mal zu versuchen. Hast du ein Problem und du kommst nicht drauf. Netalyzr may find it!

Netalyzer hat den http Proxy erkannt. Hast du einen solchen in der Firma? Big brother könnte dich watchen ! :)

NetBIOS Warnung. Die Firewall blockiert ausgehende Verbindungen. Gut! Sicher ist sicher.

Montag, 18. Februar 2013

Centro ISDN -News-

Centro ISDN

Centro ISDN Starter Kit

Seit neuestem wird bei Bluewin VDSL an ISDN Anschlüssen der Centro ISDN versendet.
Dabei handelt es sich um den gleichen Centro Grande wie bei der Analog Version von ADB/Pirelli
Unterscheiden tut sich nur das Zubehör welches mitgeliefert wird. Statt 2 Filtern wird ein ISDN Splitter mitgeliefert und das Quick-Manual wurde entsprechend angepasst.









Mit diesem Schritt wird die Ausphasung der Netopia/Motorola Modelle 73XX auch bei Privatkunden ISDN offiziell eingeläutet. Geschäftskunden auf Bluewin Basis können schon seit längerem den Centro Business verwenden.




Wie ich in einem früheren Blog Post angedeutet habe, ist mit diesem Router eine bessere Synchronisation mit dem DSLAM zu erwarten. Entsprechende Messungen habe ich aber noch nicht durchgeführt!








Freitag, 15. Februar 2013

Wireless Tweak Centro Grande Motorola -5Ghz-

Lufthoheit

Gerade wieder habe ich in einem Forum gelesen, dass der Centro Grande definitiv kein 5Ghz WLAN kann!
Da musste ich ein wenig schmunzeln.... weil, das ist nicht die ganze Wahrheit :)
Den Trick zur Aktivierung habe ich schon seit einiger Zeit konserviert und schon fast wieder vergessen.
Für mich nun Anlass genug, diesen Post mal zu schreiben.

Der folgende Trick gilt nur für den Centro Grande der Motorola Version. Die Pirelli/ADB Version des Centro Grande ist nicht fähig im 5Ghz Bereich zu senden!
Des Weiteren ist auch die Motorola Version kein Dual Band Router. Es gibt als nur entweder oder (2,4Ghz oder 5Ghz), aber nicht beides simultan!
Wer jetzt also bewusst nur noch das 5Ghz Band nutzen will (oder kann), weil entweder alle Clients 5Ghz fähig sind oder ein separater 2,4Ghz Access Point vorhanden ist, für den könnte diese Funktion durchaus interessant sein...

Auch hier ist wie immer keine Unterstützung, Garantie oder voller Funktionsumfang via Provisionierung seitens Swisscom zu erwarten.

How-to

Wer einen Centro Grande Motorola hat und schon mal versuchte an der Wireless Übertragung etwas zu ändern, wird schon folgende Fehlermeldung erhalten haben: "Der WLAN n-Standard erlaubt keine Sicherheitseinstellungen mit WEP/WPA1" 
Es ist also nahe liegend diese Flausen zu vertreiben ;)

Via Telnet oder SSH zB. mittels Putty greift man auf den Router zu.
Die IP ist standardmässig die 192.168.1.1
Der Benutzername und das Passwort ist das gleiche wie bei einem Zugriff mit dem Browser. Wer die Daten nicht kennt, kann diese im Kundencenter unter Router-Administration nachsehen.

Nach erfolgreichem Login gelangt man mit folgenden Befehlen zur Wireless Konfiguration:

conf [ENTER]
physical wireless [ENTER]


Weiter geht es mit dem Befehl:

set [ENTER]

In der Shell werden nachfolgend nun alle möglichen Wireless Einstellungen abgefragt.
Mit der Betätigung von  [ENTER] wird die Standardeinstellung, bzw. die letzte Einstellung übernommen.
Änderungen der Parameter schreibt man ein und bestätigt diese ebenfalls mit [ENTER].
Um den Router künftig via Browser auf 5Ghz oder N only zu stellen, ist vor allem der Punkt wpa-version zu ändern!
Wer will, kann natürlich alle Einstellungen direkt via Terminal tätigen. 
Hier halten wir es aber simpel und klicken [ENTER...] uns einfach bis zum Punkt
wpa-version durch.

Diesen stellt man von both auf Version 2 um, indem man dort einfach 2[ENTER] eingibt.

Nun kann man sich bis ans Ende der Wireless Konfiguration durchklicken und mit einem beherzten

save

die Konfiguration speichern.



Das wars auch schon. Ab sofort kann man auch via Browser den Router im 5Ghz Band oder N only Modus laufen lassen.




Gutes Gelingen und viel Spass dabei!

Montag, 11. Februar 2013

Chipsatz Einfluss auf die VDSL2 Synchronisation

Wer misst, misst Mist

In einem früheren Blog Post habe ich bereits über die Access- und Serviceprofile der Swisscom geschrieben.
Dieser Blog Post soll darauf aufbauen und die Differenzen unterschiedlicher Modems auf die Synchronisation mit dem DSLAM aufzeigen um das letzte aus einem Anschluss herauszuholen.
Zu diesem Zweck habe ich mittels NASMS auf 2 verschiedenen VDSL2 Anschlüssen Messungen mit Modems gemacht, deren Chipsatz sich unterscheidet.

NASMS

NASMS ist ein Tool von BBCS welches Service Technikern zur Verfügung steht.
Mit diesem Tool können grundsätzlich 3 wichtige Dinge geprüft oder ausgelöst werden:
  • Zustand des Ports (VDSL aufgeschaltet oder nicht)
  • Messungen auslösen inkl. ICA
  • Profil Wechsel veranlassen

Wie wurde gemessen

Gemessen habe ich an 2 unterschiedlichen VDSL2 Anschlüssen. Bei beiden Anschlüssen handelt es sich um Analoge Anschlüsse welche an einem Alcatel DSLAM hängen.
Getestet wurden 3 unterschiedliche DSL Router mit der jeweils aktuellen Firmware:
  • Motorola 7374-44 Chipset Ikanos Fx10050S-5
  • AVM Fritz!box 7390 Chipset Ikanos Vx180
  • Centro Router 7640-47 Chipset Broadcom 6368
In die Bewertung werden die Werte des AttBr und Occu des Downstreams einbezogen.
Bei AttBr handelt es sich um die maximal erreichbare Bitrate. Je höher der Wert umso besser.
Bei Occu handelt es sich um die Kapazitätsausnutzung der AttBr. Diese sollte (vorerst) immer etwas Reserve beinhalten um Schwankungen abzufangen. Je kleiner der Wert, desto besser auch wenn es Bestrebungen gibt  die Kapazität voll auszunützen.

Messresultate

Die Messresultate habe ich in 2 Grafiken dargestellt:

Hier sieht man wie bei einer mittleren Distanz zum DSLAM der Centro Router am meisten Reserve bietet und mit dem Profil locker zurechtkommt. Bei einem Access Profil von 33'000/11'000 ist der Motorola 7347-44 und die Fritzbox bereits bei einer 100% Auslastung der Bandbreite. Dies ist nicht gut! In diesem Fall kann man mit Störungen oder einem Downgrade des Profils durch den DSLAM rechnen! Falls es mal möglich ist, die Kapazität besser zu nutzen, so könnte der Centro in diesem Fall mit einem höheren Profil betrieben werden.



Ähnlich, wenn auch in diesem Fall bis jetzt nicht so tragisch, verhält sich das ganze bei einer kurzen Leitungslänge. Auch hier bietet der Centro Router mit einer AttBr von 81'000 die beste Performance. Rund 5% schwächer ist auch hier die Leistung der Fritzbox.
Abgeschlagen aber auf dem 3ten Platz der nun doch etwas in die Jahre gekommene Motorola Router der Swisscom.

Interpretation

Anhand der Resultate sieht man, dass man bezüglich der Synchronisation mit einem aktuellen Swisscom Router der Centro Serie am besten fährt. Dabei spielt es keine grosse Rolle, ob man nun einen Centro Piccolo oder Grande von ADB oder Motorola verwendet.
Da sich die Profile Service relevant auf die Dienste auswirken können, sollten sich Anwender der älteren Motorola/Netopia Router der Swisscom sich Gedanken über ein Upgrade zu machen. Die Router können bei Swisscom mittels Vertragsverlängerung gratis (piccolo) oder vergünstigt (Grande) bezogen werden. Gerade mit Vectoring wird der Unterschied in den nächsten Monaten sogar noch etwas höher.
Des weiteren ist es auch wichtig, ( insbesonderem bezüglich Vectoring ;) ) immer eine aktuelle Firmware zu verwenden. Dazu folgende Info von Swisscom welche für die unmanaged Business Anschlüsse der Swisscom gelten, insofern aber auch Gültigkeit für Privatkunden haben:
Eine aktuelle Firmware ist nicht nur für die Funktionalität und die Sicherheit eines jeden Kunden-Endgeräts (CPE) zentral. Sie ist auch für einen sicheren und stabilen Betrieb im ganzen Netz von Swisscom wesentlich, denn die vielen Netz-Infrastrukturprojekte sind auf ein ideales Zusammenspiel zwischen diesen CPEs und unserer Netzinfrastruktur angewiesen. Deshalb prüft Swisscom alle empfohlenen Geräte und arbeitet eng mit Lieferanten zusammen. 
Da wir unseren Kunden auch auf dem Kupfernetz hohe Bandbreiten garantieren wollen, investiert Swisscom viel ins Breitbandnetz. Dies erfordert bei der Firmware aller aktuell eingesetzten und von Swisscom geprüften VDSL Geräten ein Update........Swisscom behält sich das Recht vor, Router mit einem veralteten Firmware-Stand oder Router, die den Betrieb des Netzes aktiv stören, zu beschränken oder gegebenenfalls sogar vom Zugang auszuschliessen. 



Info: Ich werde sämtliche persönlichen Anfragen zu NASMS Messungen ignorieren. Dieses Tool dient nur zur Inbetriebnahme und Entstörung von Anschlüssen. Falls du ein Problem hast, wende dich an deinen Provider. Des weiteren beinhaltet dieser Blog Post keiner mir bekannten vertraulichen Informationen insbesonderem der Weitergabe eines für NASMS gültigen PIN's. Zu beachten ist, dass dieser Post nur punktuelle Messungen, welche sich zwar mit meinen Erfahrungen decken, aber keinesfalls als statistische Tatsache betrachtet werden sollten, beinhaltet....


.... den praktisch könnte sich die Fritzbox noch schlechter synchen :D




Samstag, 2. Februar 2013

Downgrade Centro Grande

Downgrade von Firmware 6.x auf 5.x

Swisscom hat auf ihre Centro Grande ADB/Pirelli Router bereits grösstenteils die neue Firmware der 6er Generation ausgerollt (6.02.02).
Neben einer besseren Stabilität, wurde in diese Firmware auch eine IPv6 Firewall integriert.
Grundsätzlich gäbe es also keinen Grund sich ein Downgrade zu wünschen.

Die Funktionen über das Web User Interface der Swisscom Router ist traditionell eingeschränkt.
Services wie IPTV und VoIP zwingen den Provider Voreinstellungen auf ihren CPE's zu tätigen.
Eingebürgert hat sich die Konfigurationbeschränkung durch den Kunden, mit der Begründung, dass Kundenkonfigurationen die bereitgestellten Services behindern oder unbrauchbar machen können.
Unlängst sind solche Provider Restriktionen in Deutschland zum Thema geworden, Schlagwort: "Routerzwang".

Somit bringt die 6er Generation der Firmware nicht nur Verbesserungen, sondern teils auch Ärger mit sich.
Das gute alte "Admin Gui" wurde gestrichen. Somit können die Kunden nicht mehr von den vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten von openrg profitieren. Den Reaktionen nach, waren das mehr Kunden als ich dachte.
Bis auf weiteres bleibt somit nichts anderes übrig als ein Downgrade zu starten.

Nun gut. Dies soll kein Blog Post über Sinn oder Unsinn solcher Sachen sein. Hier beschreibe ich nur den Downgrade auf die ältere Firmware. Des weiteren lehne ich jegliche Haftung ab falls es zu Schäden am Router kommt oder in Folge des Downgrades nicht alle Services wie gewohnt funktionieren.


Downgrade durch Image Dateien

Wie manch einer der ein Downgrade machen wollte gemerkt hat, funktioniert es nicht, wenn man einfach eine ältere rmt Datei hochlädt. Der Router bleibt stur auf der 6er Version.
Der Router verfügt aber über einen "Recovery Modus" bei dem man Image Dateien hochladen kann.
Diese Images beinhalten die Firmware ohne Signatur. Ich habe die Signatur der aktuellsten 5er Firmware entfernt und stelle das Image als Download zur Verfügung.

How-to

  1. Lade dir die Vx226N1_50037_04b20.img herunter.
  2. Lade dir die Recovery Firmware Vx226N1_50037R.rmt herunter.
  3. Entferne das DSL Kabel zum Router.
  4. Gibt dem PC welcher die Datei uploaden soll die fixe IP 192.168.1.2/24
  5. Verbinde nur den Upload PC mit dem Router über LAN
  6. Schalte den Router über den seitlichen on/off Knopf aus.
  7. Drücke mit einen Stift sanft auf den versenkten Resetknopf und halte ihn gedrückt.
  8. Schalte den Router ein während der Resetknopf immer noch gedrückt bleibt.
  9. Nach spätestens 10s sollte die Betriebsanzeige an der Front rot leuchten. Man kann nun den Resetknopf loslassen. Bild 1
  10. Mittels Browser kann man nun http:/192.168.1.1 öffnen. Es öffnet sich eine Seite bei der man die Image Datei hochladen kann.  (Vx226N1_50037_04b20.img)  Bild 2
  11. Nach erfolgreichem Upload warten bis der Router wieder zur Verfügung steht. Dies kann mehrere Minuten dauern. In der Anfangsphase ist nicht zu erkennen ob sich was tut. Die BetriebsLED bleibt weiterhin rot. Auf gar keinen Fall darf man den Router in dieser Phase ausschalten!
  12. Nachdem der Router wieder hochgefahren ist (mit der Firmware 5.0.0.37_04b20) lädt man via WUI (Router Firmware aktualisieren) die alte Recovery Firmware hoch. (Vx226N1_50037R.rmt)
    Falls der Zugriff mit den persönlichen Zugangsdaten nicht funktioniert, Router reseten (Resetknopf 30s gedrückt halten) und Benutzername admin, Passwort 1234 verwenden.
  13. Der Router macht nach diesem Schritt einen automatischen Reboot. Danach den Router nochmals richtig reseten. (Resetknopf für ca 30s gedrückt halten) 
  14. Nach erfolgreichem Downgrade ist cwmp (TR-069) zu deaktivieren. Dies sollte vor dem Einstecken des DSL Uplinks geschehen.
Bild 1 Router in Recovery Mode







Bild 2 Image Upload












DSL Max Out

Swisscom Kupfer auf dem Weg zu Fiber


Swisscom und ihre Kooperationspartner wollen bis ins Jahr 2015 rund 30% aller Haushalte in der Schweiz mit Glasfaser versorgt haben. Hierbei spricht man von FTTH (Fiber to the Home). Bei FTTH ist die Glasfaserleitung direkt  bis in die Wohnung oder dem Geschäftsraum gezogen. Dies ist sicherlich die Technologie der Zukunft. 
Der Glasfaserausbau ist aber kostenintensiv und langwierig, ein sogenanntes Generationenprojekt. Trotzdem sind diese Anstrengungen nötig um dem Kunden die immer höher benötigten Bandbreiten zur Verfügung zu stellen. Triple Play, Cloud Computing. Heimautomatisierung und IPTV-Services wie HD, 3D und 4K TV machen es nötig, dass gute alte Kupferkabel als Transportweg abzulösen.
Der Grossteil der Kosten für FTTH entstehen auf den letzten Metern zum Kunden wenn die Glasfaserleitungen ins Haus und in die einzelnen Wohnungen gezogen und gespleisst werden. Um den Kabelanbietern, welche immer höhere Bandbreiten anbieten (aktuell bis zu 150Mbps Downstream), keine Pfründe abzugeben und den Bandbreitenkampf bis zur Glasfaserverfügbarkeit nicht kampflos aufzugeben, hat die Swisscom noch 2 Asse im Ärmel. Mit ihnen kann noch mal ein gutes Stück an Leistung aus den Kupferadern gepresst werden. Die Asse nennen sich Vectoring und FTTS (Fiber to the Street)

Vectoring


Vectoring auch bekannt als G.993.5 aka G.Vektor ist eine Technologie basierend auf VDSL2.
Die Leistung einer DSL Leitung wird grundsätzlich von 2 Dingen bestimmt. Durch die Dämpfung und dem Übersprechen. Die Dämpfung ist grösstenteils durch die Länge der Leitung gegeben. Hier hat Swisscom in den letzten Jahren hohe Investitionen in den PUS Ausbau getätigt um die Leitungslänge und somit die Dämpfung zu verringern. Hierbei spricht man von FTTC (Fiber to the Curb) Die Glasfaser ist also bereits bis ins Quartier verlegt und der DSLAM bringt über die Kupferader bis zu ca. 750m Leitungslänge noch rund 20Mbps und mehr zum Kunden. Bereits heute können so rund 80% der Kunden abgedeckt werden.


Trotzdem bleibt das Problem des Übersprechens (Crosstalk) immer noch bestehen.
Kurz gesagt erzeugt jedes elektrische Signal Schwingungen. Dies ist bei DSL Signalen wie VDSL ebenfalls der Fall. Wird nun ein elektrisches Signal über ein Adernpaar übertragen, welches gemeinsam mit mehreren anderen Adernpaaren in einem Kabel geführt ist, so wird dieses Signal auf andere Adernpaare eingekoppelt. Es kommt zum Crosstalk was unerwünscht ist und die Bandbreitenleistung vermindert.
Genau hier setzt Vectoring an. Das Verfahren ist darauf ausgelegt, dass Übersprechen am Leitungsende zu kompensieren, dies wird mit dem Fachbegriff englisch far-end crosstalkFEXT, bezeichnet. Dabei modifiziert der DSLAM sein Sendesignal im Downlink im Rahmen der Kanalkodierung derart, dass der Datenstrom am kundenseitigen Kabelende möglichst geringe Störanteile von anderen Signalleitungen aufweist. Im Verfahren analog dazu erfolgt die Kompensierung im Uplink vom VDSL2-Modem zum DSLAM. 




Damit dies möglich ist muss der DSLAM zusammen mit den Modem (CPE) arbeiten. Dabei werden mehrere Leitungen zusammengefasst und Gruppen gebildet. Bei Swisscom werden dies 196 Teilnehmer pro Gruppe sein (Stand 07.12)

Bei Vectoring unterscheidet man 3 Typen von Modems.

  • vectoring capable: Das Modem interagiert mit dem DSLAM und ist voll Vectoring fähig. Hierzu zählen zB. die Centro Router von Swisscom.
  • vectoring friendly: Das Modem ist nicht Vectoring fähig, stört aber andere Mitglieder der Vectoring Gruppe nur gering. Hierzu zählt zB. die Fritzbox 7390
  • alien: Diese Modems stören den Vectoring Betrieb und müssen aus der Vectoring Gruppe entfernt werden. bsp. Ikanos 4 Chipset



Erste Feldversuche von Swisscom wurden in Bern zwischen Juli bis September 2012 ausgeführt. Geplant ist das Mitte 2013 der erste PUS mit Vectoring ans Netz geht. Realistisch ist also ein allgemeiner Rollout Q3-4 2013, Q1 2014.
Mit Vecoring sind je nach Distanz, Geschwindigkeiten zwischen 70-80Mbps zu erwarten.
Da Vectoring auf FTTC aufbaut ist klar, dass nur Kunden mit bereits gutem VDSL Speed davon profitieren können. Mit Vectoring können allerdings viele Kunden schnell und ohne astronomisch hohe Investitionen höhere Bandbreiten angeboten werden. Quasi als Übergang zu FTTH.

Folgende Grafik aus dem Feldversuch der Swisscom mit Alcatel, veranschaulicht den Einfluss von Vectoring. Grün wäre die Geschwindigkeit wenn nur eine Leitung im Kabel aktiv wäre. Blau symbolisiert die Geschwindigkeit ohne Vectoring, quasi den heutigen Stand. Rot zeigt wie alle Leitungen im Kabelbündel wieder die nahezu volle Bandbreite ohne Störer verwenden können. Die Leitung mit der grössten Störung kommt so zu einer Verbesserung von 150%!


Als weiterer Schritt nach Vectoring wird auch immer wieder  Bonding genannt. Das sogenannte Bündeln von 2 Leitungen wird Informationen zur Folge bei Swisscom aus Kostengründen nicht in Betracht gezogen. Wo Kosten aber nicht so eine grosse Rolle spielen, im Business Case, ist Bonding aber als weiteren Joker immer noch im Gespräch.

FTTS


Noch etwas näher als mit FTTC bringt die Swisscom die Glasfaser mit FTTS (Fiber to the street) Hierbei wird die Glasfaser bis zum letzten Manhole in die Strasse gezogen. Im Schacht wird ein Mini Quartierverteiler gesetzt, welcher die Umwandlung auf Kupfer macht. Als Prototypen setzt die Swisscom sogenannte Giga DSL Geräte von Huawei ein. Als Kupfertechnologie zum Kunden wird G.fast verwendet. Mit dieser Technologie sollen vorerst Geschwindigkeiten von 50Mbps, bis Ende 2013 dann 100Mbps und in Zukunft natürlich noch höhere möglich sein. Spezifikationen welche ich gelesen haben sehen allerdings für 500 Mbps eine Kupferleitungslänge von 30m vor. Das wird also schon ziemlich kurz :)
Daher wird man hierbei teilweise auch von FTTB (Fiber to the Building) sprechen, wenn ein solcher Kasten im Keller steht.


Pilotversuche mit FTTS sind momentan in Grandfontaine (JU), Flerden (GR) und Charrat (VS) im Gange. 
Wobei der erste Kunde erst gerade kürzlich in Wallis aufgeschaltet wurde! Ein breiterer Rollout ist ab Herbst 2013 geplant.




Laut Swisscom sollen mit FTTH und FTTS bis 2020 rund 80% der Bevölkerung versorgt sein.