Sonntag, 2. September 2012

Mail Submission

E-Mail Versand up to date


Man ist in den Ferien und der Mail Versand streikt mal wieder. Eine Fehlermeldung wie "relaying not allowed" wird ausgegeben. Seltsam, da der E-Mail Empfang nicht beeinträchtigt ist und das Senden doch zu Hause gerade noch funktioniert hat...
Zeit, um sich mal ein wenig Gedanken über den geänderten Mail Verkehr der letzten Jahre zu machen.

Der Grund und die Problematik


Jeder nervt sich über die wachsende Zahl an Mails welche einem zu günstigen Potenzmitteln oder zum schnellen Geld verhelfen wollen. Der gute alte Spam gehört zum Internet genauso dazu, wie sein Bruder Porno. Dies ist auch der Grund, warum der Mail Versand über die letzten Jahre immer restriktiver wurde.
Als konkretes Beispiel nehmen wir mal Swisscom mit ihrem Provider Bluewin.
Bluewin bietet gratis E-Mail Adressen an, die jeder via dem Service Package Light, lösen kann.
Jetzt muss wieder mal der bekannte Nigerian-Scam hinhalten. Ohne Vorurteil, war dies für Bluewin tatsächlich eines der grossen Probleme. Findige Geschäftsmänner nutzten natürlich diese gratis Bluewin Mail Adressen um ihre Mails zu verbreiten. Der Mail Server von Bluewin smtp.bluewin.ch akzeptierte frisch und fröhlich die Mails aus der ganzen Welt und lieferte diese weiter. -> open relay
Niemand, auch die Provider nicht, möchten diesen unnützen immensen Traffic.
Darum ging man über Anti Spam Massnahmen zu treffen. Eine davon ist, dass Mails nicht mehr einfach so von überall her ohne Authentifizierung akzeptiert werden.
So gibt es immer mehr Provider und Netzwerke welche den Traffic auf Port 25 filtern und deren eigene Mail Server, den Empfang auf Port 25 restriktiv handhaben.

Daraus ergibt sich für den nomadischen User aber durchaus ein Problem, welches ich in der Einleitung schon beschrieben habe. Statt hier das grosse Fragezeichen aufzusetzen oder einfach auf das Webmail zu verweisen, gibt es natürlich eine Lösung.

Mail Submission: Port 587 SMTPAUTH

Klickt man sich durch die Hilfeseiten der Provider, fällt auf, dass die Einrichtung des Mailversands via Port 25 mehr und mehr verschwindet und stattdessen auf Port 587 inkl. einer Authentifizierung verwiesen wird.
Einfach gesagt, ist der Teil eines Mail Servers welcher die Mails annimmt, also der Postausgangsserver, heutzutage ein Mail Submission Agent. Zu den 2 Hauptaufgaben dieses Servers zählen die Authentifizierung des Versenders und die Aufbereitung des Mails in ein Standard-konformes Format. Nachdem er dies gemacht hat liefert er das Mail an einen Mail Transfer Agent weiter, dieser kann der selbe Server oder sogar das selbe Programm sein.
Entgegen des konventionellen SMTP Mail Servers, welcher auf Port 25 horcht, nimmt der Mail Submission Agent die Mails von der ganzen Welt entgegen. Nicht ganz, aber mehr dazu noch später...

Es hat halt also schon seine Gründe, warum man auf den Hilfeseiten der Provider immer weniger vom Port 25 liest.
Global gesehen möchte auch kein Provider auf einer Blacklist landen. Damit dies nicht geschieht, müssen eben einige Konventionen eingehalten werden.

Viele Anbieter bieten übrigens auch eine verschlüsselte Mail Submission an. Im Normalfall auf Port 465.
Eine Lösung die ich bevorzuge. Mail Sicherheit erreicht man zwar nur indem man die Mails selber verschlüsselt. Aber mit einer verschlüsselten Verbindung zum Postausgangsserver sind die Mails zumindest bis zu diesem vor Zugriff geschützt. (Der MTA muss die Mail dann aber wieder entschlüsselt weitergeben)

Fallstrick IP Restriction

Jetzt kann man sich natürlich Fragen wozu das ganze gut sein soll? Ich kann mich ja auch bei einem gratis Mail Account mittels SMTPAUTH authentifizieren und meine Mails halt so ins System speisen...
Dem ist aber nicht ganz so :)
Der Grund der ganzen Übung ist, das man genau ermitteln kann oder sollte wer oder woher die Mails gekommen sind. In Zeiten von Vorratsdatenspeicherung trotzdem noch lange nicht überall einfach so zu ermitteln.
Habe ich als Kunde im Bündel mit einem DSL Anschluss eine Mail Adresse vom Provider bekommen, so bin ich diesem mit Wohnsitz usw. bekannt. Sende ich also mittels SMTPAUTH eine Mail von Honolulu aus, weiss dieser, dass mir generell zu vertrauen ist. Ansonsten, weiss der Provider ja wo mein Zuhause ist.
Habe ich hingegen ein gratis Mail Konto eröffnet, so liegt es im Ermessen des Providers ob er mir vertraut.
Im Falle von Bluewin ist dem nicht so. Solange ich nicht in irgendeiner Art eine Geschäftsbeziehung zu Swisscom habe, ist auf dem Mail Account die sogenannte IP Restriction aktiviert.
Ist diese IP Restriction aktiviert, kann ich von ausserhalb des Swisscom Netzes keine Mails via Mail Submission in das System speisen (ausgenommen ist der Mailversand innerhalb der Domain). Der Grund ist klar, ich bin nicht eindeutig identifizierbar. Innerhalb des Swisscom Netzes kommt der Provider aber zumindest problemlos an die Versender IP und kann umgehende Massnahmen ergreifen.

Es gibt 2 Möglichkeiten mit einer allenfalls aktiven IP Restriction umzugehen.
  1. Ich verwende als Postausgangsserver den Mail Submission Agent meines Providers. Einem Mail Submission Agent ist die Absender Domain egal. Für den Provider der Absender Domain ist dies auch in Ordnung. Im Falle eines Spam Versandes, ist der andere Provider zuständig, da die Mail aus seinem System gekommen ist. (Zurückverfolgbarkeit, bzw der Server des Versenders wird geblockt. Es liegt also in seinem Interesse den Störenfried zu finden und zu unterbinden) "Der Internet Service Provider ist für das senden der Mail verantwortlich"
  2. Ich melde mich beim Mailprovider und versuche die IP Restriction aufzuheben. Im Falle von Bluewin wird dies nur gewährt, falls man in irgendeiner Geschäftsbeziehung zu Bluewin oder Swisscom steht (Handy Vertrag usw.)
Zur Repetition: Die IP Restriction ist bei Bluewin nur aktiv, falls es sich um eine Mail Adresse aus dem Service Package light handelt und man keine Geschäftsbeziehung zu Swisscom hat. Alle anderen können ihre Mails via Mail Submission von überall her einspeisen.

Folgendes Beispiel erklärt die Verwendung eines gegenüber der Absenderdomain fremden MSA in Microsoft Outlook 2010.
Als MSA wird der Server von Gmail verwendet:

Man sieht das die Domain des Posteingangsservers (bluewin.ch) sich von der Domain des Postausgangsservers (googlemail.com) unterscheidet.


Unter den erweiterten Einstellungen müssen die Ports und die Art der Verschlüsselung angepasst werden.
Nähere Informationen liefert der Provider. Im Falle einer IMAPS Verwendung bei Bluewin wäre dies Port 993 und eine SSL Verschlüsselung.
Bei Googlemail speziell ist, dass der Standardport 587 mit der Verschlüsselung TLS Verwendung findet!


Da sich die Authentifizierung vom Posteingangsserver unterscheidet, müssen die entsprechenden Zugangsdaten für den Postausgangsserver hier angegeben werden. Das Beispiel zeigt die Anmeldung an ein Gmail Konto. Die Domain beim Benutzernamen müsste man in diesem Fall (gMail) nicht unbedingt angeben. Dies dient nur der Veranschaulichung, auch wenn es hier natürlich auch mit Domain funktioniert ;)


Das man jetzt Angst haben muss, dass Mails in einem System hängen bleiben, da sich die Absenderdomain von der Serverdomain unterscheidet, sind unbegründet. Allfällige Server wären entgegen der gängigen Praxis falsch konfiguriert. Es gibt User welche seit Jahren für alle Absender den gleichen Mail Submission Agent benutzen, welche noch nie so einer Situation begegnet sind.

Port 25 Redirect Network anti spam

Eine weiter Massnahme zur Minderung des Spam Verkehrs, ist der sogenannte Port 25 redirect.
Bei Bluewin ist ein Mail Proxy aktiv, welcher alle Mails welche über Port 25 versendet werden nach Spam Inhalten untersucht. Wer also Mails via gmx usw. und Port 25 versendet, wird gescannt. Für den Provider ist dies kein Problem. Die Mail an sich ist ja nicht verschlüsselt, höchstens der Inhalt.
Momentan ist dieser Mail Proxy nur auf PPP terminierten Anschlüssen der Swisscom aktiv (ADSL). Hat man eine DHCP Terminierung, (VDSL) ist die technische Unterstützung noch nicht so weit. Aber, diese wird kommen! Ab dem 19.06.2013 wird der Port 25 Proxy sukzessive auf allen Anschlüssen aufgeschaltet.
Wer diesen Blog gelesen hat, sollte aber ready sein :)
Ob der Port 25 redirect aktiv ist, lässt sich mit einer Telnet Sitzung auf den Mail Server via Port 25 prüfen. Ist der Port 25 redirect aktiv, wird auf jeden Fall der Mail Proxy von Swisscom antworten! :)

Ja aber was heisst jetzt das?

  1. Das Senden von Mails über Port 25 funktioniert immer noch, ist aber aus den hier genannten Gründen nicht zu empfehlen.
  2. Bei sämtlichen Mails via Port 25 wird der Inhalt bereits beim Access Provider analysiert. Hast du was dagegen, musst du den Inhalt verschlüsseln.
  3. Der Mail Versand via Port 25 UND AUTHENTIFIZIERUNG ist nicht mehr möglich! Klar. Der Mail Proxy von Swisscom kann und darf die Zugangsdaten des fremden Accounts nicht kennen! Er wäre ein Man in the middle. Auch wenn die beiden Themen keinen direkten Zusammenhang haben. Wie lautet die Lösung? Richtig, Mail Submission Port 587 :)
  4. Falls man den Port 25 für andere Services benutzt, so würden diese geblockt werden. In solch einem Fall kann man den redirect aufheben. Ich hoffe aber man macht dies nicht, nur weil man die Thematik nicht verstanden hat!
Zugegeben, das ist schon ganz schön trockene Materie. Aber der Support Grund Nummer 1, ist nicht gerade leicht erklärt.

Montag, 20. August 2012

Ausrichten der Bremssättel von Avid Elixir (Tri-Align Caliper Positioning System)

Schleifende Bremsscheiben

gehören mitunter zum nervigsten bei einem Bike. Wer zu den Glücklichen gehört, die ein Bremssystem von Avid Elixir besitzen, der wird diesem Problem auf einfachste Weise her.
Es gibt Systeme die sind in ihrer Einfachheit so genial, dass sich mich begeistern. Das Tri-Align Caliper Positioning System von Avid ist so eines.

Problem erkennen

Oft schleifen die Bremsscheiben an den Bremsbelägen was zu einem Schleifgeräusch führen kann und nicht der Sinn der Sache ist. Manchmal ist dieser Effekt auch nur bei einer gewissen Geschwindigkeit bemerkbar, manchmal auch nur in Kurven. Das Schleifen lässt sich teilweise nie ganz verhindern. Ein leichtes Schleifen in Kurvenfahrten gilt zB. als O.k..
Das Grundschleifen muss aber verhindert werden. Dieses tritt auf, wenn die Bremsscheibe nicht mittig im Bremssattel ausgerichtet ist. Das Spiel im Bremssattel ist sehr gering und das Ausrichten kann zur Fummelei werden. Nicht so aber bei den Bremssystemen von Avid.
Im der folgenden Grafik sieht man, dass die Bremsscheibe mittig zwischen den Bremsbelägen sitzen muss und zwischen Scheibe und Belägen etwas Luft ist.



Problem beheben

Das Tri Allign Positioning System wird bei folgenden Bremsen von Avid verwendet:

  • In 3 kurzen Schritten kann man den Bremssattel so ausrichten:

    Schritt 1:


    Man sucht sich die CPS genannten Schrauben und löst diese ein wenig. Selbstverständlich werden diese Schritte für die Vorder- und Hinterradbremse jeweils separat getätigt. Also zuerst die Vorderbremse und dann erst die Hinterradbremse ausrichten. Für diese Schrauben braucht man einen 5er Inbusschlüssel.

    Vorderradbremse CPS Schrauben

    Hinterradbremse CPS Schrauben



    Schritt 2:


    Nachdem man die CPS Schrauben gelöst hat, betätigt man den entsprechenden Bremshebel 6 mal und lässt diesen beim 6ten mal gedrückt. Wer nun keinen Helfer zur Hand hat, muss den Bremshebel zB mit einem Haar- oder Gummiband fixieren. Wer will kann auch einen Kabelbinder verwenden. Was auch immer, es ist euer Bike :)
    Durch das Drücken sollten sich die Bremssättel automatisch ausrichten.

    Bremshebel 6 mal betätigen


    danach fixieren

    Schritt 3:

    Nachdem man den Bremshebel fixiert hat muss man nur noch die CPS Schrauben wieder anziehen. Dies macht man abwechslungsweise ohne gross am Bremssattel Kraft auszuüben, sprich diesen zu verschieben oä. Das Anzugsmoment der Schrauben wird mit 8-10Nm angegeben. Also satt, aber nicht gerade wie ein Esel festschrauben.

    CPS Schrauben festschrauben
    Sitzen die Schrauben fest, gilt es das Werk zu überprüfen. Dazu prüft man von Auge ob die Bremsscheibe nun mittig im Bremssattel sitzt und beobachtet die Scheibe während man das Rad in Bewegeung gesetzt hat. Schleifgeräusche sollte man keine hören. Das Resultat sollte bei diesem System idR. eine mittig ausgerichtete Scheibe sein. Möglich das die Scheibe unwuchtig ist. Dies ist aber ein anderes Thema. Die Scheibe lässt sich aber idR. von Hand "gerade" drücken.

    Drehtest der Bremsscheibe


    Falls das Resultat nicht befriedigend ist, beginnt man wieder mit Schritt 1 und spielt das ganze nochmals durch.
    Unter Umständen kann das Ausrichten auch mehrmals scheitern. In solch einem Fall ist es besser man richtet das Rad so aus, dass die CPS Schrauben gegen den Boden ausgerichtet sind (Horizontal) Dies kann die Handhabung vereinfachen, man benötigt aber für solche Sachen einen Serviceständer.

    Wer sich nicht sicher ist, lässt diese Arbeit von einem qualifiziertem Facharbeiter ausführen.
    Immerhin geht es hier um die Bremsen :) Allerdings ist dieses System so einfach, das es gerade auch Laien im Zwischenservice selber durchführen können.

    Weitergehende Informationen zur Optimierung des ganzen Bremssystems findet man im Einrichtungs- Manual von Avid selber.

Samstag, 14. Juli 2012

IPFire: Openvpn for Android

OpenVPN für Android (kein root)

Wer mit seinem Android Smartphone eine VPN Verbindung über OpenVPN erstellen wollte, musste bis anhin sein Gerät rooten.
Sicher nicht jedermanns Geschmack.
Google hat ab Android 4.0 eine VpnService API welche sich Entwickler zu nutze machen können.
OpenVPN for Android von Arne Schwabe ist eines dieser Apps.
In diesem Blogpost zeige ich die Konfiguration dieser App im Zusammenspiel mit IPFire.



Vorbereitung: OpenVPN Server

Ohne VPN Server geht nichts. In diesem Fall verbinde ich mich mit meiner IPFire Firewall. Dazu existieren bereits hervorragende offizielle Wikis. Die Client zu Netzwerk Konfiguration (Roadwarrior) findet man also bereits hier: http://wiki.ipfire.org/de/configuration/services/openvpn/roadwarrior_config
 In wenigen Schritten hat man mit einer IPFire einen OpenVPN Server konfiguriert.

  1. Zuerst erstellt man ein Zertifikat
  2. Danach konfiguriert man das VPN
  3. Falls gewünscht gibt man noch DHCP push options mit (zB DNS für interne Namensauflösung)
  4. Zuletzt erstellt man eine Verbindung für einen Client (Roadwarrior). Ich empfehle ein PKCS12 Datei Passwort zu setzen.
Nachdem man Punkt 4 erledigt hat, kann man unter "client status und kontrolle", Die VPN Konfiguration herunterladen. Dazu klickt man auf das Diskettensymbol. Dadurch lädt man eine ZIP Datei herunter welche die OpenVPN Konfiguration wie auch eine PKCS12 Datei enthält.

Diese Dateien benötigt man um später den VPN Client auf dem Android Smartphone zu konfigurieren. Also entzippt man die Datei und kopiert diese auf das Android Gerät zb unter einem eigenen Ordner wie /
mnt/sdcard/openvpn

OpenVPN Server Synology

Wer keine IPFire Firewall hat, der kann natürlich auch einen anderen VPN Server verwenden. So sind auch die gängigen NAS wie zB von Synology in der Lage als VPN Server zu agieren.

Auch beim Synology Server kann man kann man eine Konfigurationsdatei herunterladen. Statt einer PKCS12 Datei, beinhaltet diese Konfiguration ein Zertifikat. Mann muss also bei der Konfiguration der App als Typ Nutzer/PW + Zertifikat wählen. Nutzer und Passwort ist ein Synology User, welcher VPN Berechtigung hat.


Android Client

Nun aber zur eigentlichen App.
Wie schon Eingangs erwähnt, können Besitzer eines Geräts mit Android 4.0 oder neuer, auf das rooten im Zusammenhang mit OpenVPN verzichten!
Openvpn for Android findet sich im Google Play Market hier: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.blinkt.openvpn&hl=de

Ein Start der App bringt einem zur Startseite.
Hier kann man unter VPN Liste, die VPN's konfigurieren. Zudem kann man allgemeine Einstellungen vornehmen, zB das Aktivieren von Traffic Statistiken. Zudem findet man auf der Startseite ein kleines FAQ und Informationen über die Software.

Um das VPN zu konfigurieren, drückt man also auf die VPN Liste.
Diese ist anfangs noch leer. Da man aber bereits eine Konfiguration auf das Gerät kopiert hat, kann man diese mit einem Klick auf das Ordnersymbol hinzufügen.

Hat man die Konfigurationsdatei gefunden, klickt man auf diese und bestätigt diese durch Auswählen.

Nun verfügt man bereits über das Importierte Profil. Allerdings möchte man dieses sicher noch umbenennen und der Pfad zur PKSC12 Datei fehlt auch noch. Um diese Einstellungen vorzunehmen drückt man in der VPN Liste auf das entsprechende Regler Symbol und auf den Stift zur Bearbeitung. Zu den relevanten Einstellungen gelangt man im folgenden Fenster beim Punkt "Basic".




















Unter Basic kann man nun dem Profil einen treffenden Namen verpassen. Falls der VPN Server auch so konfiguriert ist, lässt sich die LZO Komprimierung aktivieren. Ebenfalls fügt man in dieser Maske die PKCS12 Datei hinzu. In meinem Fall ist dies noch Passwort geschützt.

Mit diesen Einstellungen kann man bereits eine VPN Verbindung mittels openvpn zu einer IPFire herstellen.
 Es genügt in der VPN Liste das entsprechende Profil zu wählen.
Nach dem Absegnen einer Sicherheitsmeldung wird die Verbindung aufgebaut und man ist über eine gesicherte Leitung mit dem Heimnetz verbunden.




Falls man die Möglichkeiten dazu hat, wäre es vor den Ferien doch noch eine Idee, so etwas einzurichten, um von Unterwegs eine sichere Verbindung nach Hause zu haben.

Viel Spass :)


Dienstag, 3. Juli 2012

Swisscom TV Apps 2.0

Swisscom TV Apps 2.0

Neue Apps freigeschaltet

Auf Swisscom TV wurde die neue Runde der TV Apps eingeläutet. Ich konnte diese nun bereits einige Zeit nutzen und möchte hier einen ersten Überblick über die neuen Apps und Funktionen geben.

Start in das App Center

App Bar
Wie gewohnt startet man die Apps über die App Bar. Ein Druck auf die Taste E und die blaue Leiste am unteren Rand wird eingeblendet. Im Testbetrieb waren die neuen Apps nur via dieser App Bar zu starten. Im Live Betrieb sollten nun auch alle Apps via Swisscom TV Menü > Apps abrufbar sein.








App Center oben
Neu ist das so genannte App Center. Dieses startet sobald man eine  Kategorie wählt welche mehrere Apps beinhaltet (zb. Games) oder indem man App Center selber startet. Das App Center bietet einen Überblick über alle in Swisscom TV zur Verfügung stehenden Apps. Das Desing ist unverkennbar Microsoft. Zwar noch nicht im Metro Look, aber die Verwandtschaft von Swisscom TV (Microsoft Mediaroom) zum Windows Media Center ist unverkennbar, auch wenn Swisscom eine fleissige Brandig Abteilung pflegt.
App Center unten

Zeig mir die neuen Apps

Was auf den Bildern zum App Center schon auf den ersten Blick auffällt ist die Kategorie Games, Musik und der Fotobereich welcher um 3 Netzwerke erweitert wurde. Neu ist auch die Börsen App.


 Foto

Die grösste Neuerung bei den Fotos ist, das sich die Anzahl der Netzwerke von 3 auf 5 erhöht hat.

  • Meine Fotos: Hier besteht wie bis anhin die Möglichkeit Fotos aus dem lokalen Netzwerk via einem Windows 11 (od höher) Mediaplayer und der Medienfreigabe bzw Medienstreaming auf der STB zu betrachten. Dadurch schränkt sich die Benutzung auf die Betriebssysteme von Microsoft ein welche diesen Player liefern. Theoretisch lassen sich auch Bilder welche auf einem NAS gespeichert sind betrachten. Sie müssen dazu in der Medienbibliothek von Windows integriert sein. Zudem müssen die Freigaben stimmen usw. Das ganze ist also etwas tricky. Selbst die simple Einrichtung auf einem lokalen PC stellt zuweilen manchmal eine Herausforderung dar. Swisscom liefert für die Einrichtung ein Tool welches dabei helfen kann.
  • Flickr: Flickr ist einer der ersten Foto-Community Services und gehört zu yahoo. Die Integration in Swisscom TV ist mittels Login im Kundencenter möglich.
  • Facebook: Hier können die eigenen Bilder und die der Freunde angeschaut werden, Kommentare gelesen und I like's abgegeben werden!
  • Picasa: Picasa ist die Möglichkeit der Foto Apps welche ich noch am ehesten nutze. Meine Fotos auf dem PC organisiere ich schon via Picasa. Möchte ich nun eine Foto Show organisieren so lade ich diese vorgängig gezielt auf Picasa Online hoch. Auch mein Smartphone ist so eingerichtet das Schnappschüsse im eigenen WLAN automatisch hochgeladen werden. Picasa ist also meine persönliche Foto Cloud des Vertrauens :)
  • Dropbox: Dropbox bietet seit kurzem auch die Möglichkeit Fotos automatisch zu clouden. Nun neu auch in Swisscom TV integriert.
  • SkyDrive: Skydrive, der Online Dienst von Microsoft. Logisch das dieser nun auch in den Weg in Mediaroom gefunden hat :)


News & Info

Schon beim ersten Release der TV Apps konnte man News lesen und das Wetter anschauen. Neu ist das man noch eine Börsen App hinzugefügt hat. Der Index von SMI, Dow Jones, DAX, Nasdaq 100 und CAC40 lassen sich anzeigen. Zudem kann man Börsennews lesen und die Devisenkurse des USD und EUR anschauen.
Auch die News App selber hat einen Refresh bekommen. Nun präsentieren sich die News in mehreren Kategorien. Cool sind die Videoclips und Fotostreams welche man schon von bluewin.ch kennt.
Ich Testbetrieb haben die Fotos im Fotostream beim wechseln einige Zeit zum Laden gebraucht. Ich hoffe die hat sich nun verbessert.

Games

Gib dem Volk Brot und Spiele. Nun auch via Swisscom TV. Hier hat sich offensichtlich am meisten getan. Eine ganze Palette von Casual Games wurden hier hinzugefügt, insgesamt 8 an der Zahl.
Zugegeben, die Langzeitmotivation habe ich bei keinem der Spiele gefunden.
Jedes der Spiele wird von Swiss Lotto präsentiert. Man wird sehen ob man irgendwann noch husch einen Lottoschein abgeben kann oder ob sogar ein Online Lösli angeboten wird.

Schach:



Einen geübten Schachspieler wird dies kaum zum Schwitzen bringen. 3 Stufen sind aber möglich. Leicht, Mittel, Schwierig.

Memory:


Memory im Unterwasser, Aquarium Look.

Sudoku:


Aus 20 Min bekannt, nun auch auf Swisscom TV.

Rockswap adventures:


Rockswap ein Jewels artiger Clone.

Jack:


Eine Art Poker bei der man einfach ein möglichst gutes Blatt haben muss.

Quizzmaster:


Ein happiges Quiz für bis zu 4 Spieler.

Drop Duel:


Ein Spiel ähnlich wie Dame, alleine gegen die Box oder gegen einen Mitspieler.

Blackjack:


Casino Feeling auf dem Sofa?

Musik:

Zum Schluss noch die letzte neue Kategorie, Musik. Hier versteckt sich die altbekannte Radio Applikation. Neu ist, dass man wie bei den Fotos möglich, nun auch Musik ab PC hören kann.

Meine Musik:

Wie bei den Fotos braucht man hierzu die Streamingfunktionen eines Windows PC's. Unterstützt werden die Formate MP3, WAV, WMA,ACC, MP4 /.m4a
Auch hier bietet dies Swisscom zum Einrichten das selbe Tool an wie man für die Fotos verwendet.
Enttäuscht war man bei der ersten Version der TV Apps das man nur Fotos anschauen konnte. Nun kann man zumindest auch die Musik nutzen. Videos fehlen leider immer noch. Erste Versuche dazu gab es bereits im November 2007 mittels Home Media Sharing. Die Problematik damals wie heute, man ist auf das Streaming der Windows PC's angewiesen.... uncool. Microsoft halt.


 Radio:

Die Radio App bekam auch noch eine Auffrischung. Das Design ist jetzt an die Flow Gui's der bekannten Hersteller angelehnt. Durch die Sender wechselt man nun nicht mehr indem man auf der Fernbedienung nach oben oder unten drückt, der Wechsel findet nun mit links und rechts statt. Eine Umgewöhnung zum Besseren für all die, welche Swisscom TV Radio im Blindflug ohne Screen benutzen.



Alles in allem neue Apps, nice to have, nice to know, less to use ;)