Samstag, 3. Dezember 2016

Swisscom Smarthome zum Dritten. Daten nun im Ausland. Irgendwo

Swisscom filmt Schweizer Stuben, gespeichert wird im Irgendwo, nur nicht in der Schweiz


Erst kürzlich gab Swisscom bekannt, ihr Smartlife System, ein Nachfolger des bereits eingestellten Quing Home, einzustampfen. Mit Smartlife hatte Swisscom ein Überwachungssystem mit verschiedenen meist auf low Energy basierten Sensoren inkl. Backend zur Steuerung und Sammlung der Daten im Sortiment.
Von der Einstellung betroffene Kunden können aktuell ihr System zurücksenden und erhalten zumindest 1000 CHF gut geschrieben. Damit hat man ein weiteres Kapitel Smarthome bei Swisscom eingestellt.

Aaaber nicht für lange. Stolz präsentierte man bald mal die:






QBee Multi-Sensor Kamera

Diese Kamera ist ein wahres Multitalent. Neben Funktionen wie Nachtaufnahme und der Bewegungserkennung, was eigentlich schon als must have einer Kamera anzuschauen ist, bietet sie noch weitere Funktionen. Dies wäre mal die Geräuscherkennung plus ein Temperatur-, Feuchtigkeits- und Lichtsensor um diese Werte zu speichern.
Besonders hebt Swisscom die Integration dieses Devices in die Internet-Box App hervor und stellt noch weitere Devices wie ein Switch-Button und intelligenter Glühbirnen (aus dem Hause myStrom) in Aussicht.

Die Daten der Kamera werden in der Cloud gespeichert und stehen dort 7 Tage zur Verfügung, sofern man diese nicht speichert. Mit Cloud Lösungen kann man sich anfreuden oder auch nicht. Auch wenn die Cloud nicht gerade die günstigste Lösung was Datenschutz anbelangt angeht, kann man da doch bereits im Grundsatz epische Fehler begehen, Wie in diesem Fall Swisscom...

Datenspeicherung in Deutschland (vermutlich) evtl. auch anderswo aber sicher nicht in der Schweiz


Wie angetönt sammelt so eine Multi-Sensor Kamera vermutlich oder halt auch offensichtlich gewünscht verschiedene Daten. Das wären in diesem Fall, Video, Ton (inkl. Geräusche), Temperatur und Helligkeit.
Diese Daten werden gemäss Herstellerangaben 128 Bit SSL verschlüsselt auf den Server übertragen. Diese Server befinden sich aber schon mal nicht in der Schweiz. Was und wie auf den Servern gespeichert wird, weiss man auch nicht. Ja da klingelt es doch eigentlich schon beim Datenschutz. Du in deinem versabberten Unterhemd, die Eier kraulend auf dem Server im irgendwo. Wem es gefällt nur zu :)
Swisscom sagt dazu: "Die Daten stehen nur 7 Tage auf dem Server zur Verfügung"
Ja schon, 7 Tage für den Konsumenten. Allenfalls per Gesetz aber noch viel länger für den Staat...
Gut, falls der Server nun zB. wirklich in Deutschland steht, müssen sich zumindest Deutsche Staatsangehörige nicht um eine allfällige Überwachung durch den BND besorgen (sofern diese schon im vornherein inländischen von ausländischem Content-Rechteinhaber unterscheiden könnten (also bevor sie den Content angeschaut haben und ooops einen Staatsangehörigen erkennen (höhö)))

Swisscom merkt an, dass dieses Produkt von Qbee (einer Gesellschaft von Askey, dem Hardwarehersteller der Internet-Boxen) stammt und daher kein Swisscom Produkt ist. Anmerkung von Tux0ne: Das Gerät lässt sich aktuell exclusiv nur über Swisscom beziehen und die Steuerung der Kamera ist aktuell nur über ein Internet Box pairing möglich, da der unabhängige Hersteller noch gar keine eigene App hat... Schon klar das der Käufer da KEINEN Zusammenhang zwischen dieser Kamera (ähhm Spitzel) und der Swisscom sieht.

Guuuuuuut, so viel mal zu diesem Thema. Lassen wir das auf uns wirken und schauen gespannt in die Zukunft, wie stümperhaft hier im Smarthome-Bereich der Swisscom weiterhin agiert wird.

In diesem Sinne, frohe Festtage, we are watching you ;)


Und ja falls es nicht klar herübergekommen ist. Hey liebe Konsumenten, solche Geräte kauft man nicht! Return to sender...




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