Montag, 22. Oktober 2012

Swisscom TV App Android

Die neue Swisscom TV App für Android

Nun ist es soweit. Auch für Android hat Swisscom eine neue App herausgegeben welche die TV Air App und TV Guide App in eine packt.
Ich konnte diese App im Vorfeld ein wenig testen und möchte hier einige Impressionen davon wiedergeben und die Funktionen kurz vorstellen.

Download

Die Angebote welche Swisscom TV umfassen werden allgemein in den nächsten Wochen eine Aktualisierung  erfahren. So habe ich in einem früheren Post schon Swisscom TV online vorgestellt. Diese Plattform wird noch etwas erweitert. Kritisiert hatte ich zB den beschränkten Nutzen der Recordings. Diese Situation wird sich ein wenig bessern. Auch die Software der STB (TV Client) wird wieder mal eine Erneuerung erfahren.
Mehr dazu allenfalls in einem eigenen Blog Post. In diesem beschränke ich mich soweit als möglich auf die Android App. Obwohl die Verschmelzung der Dienste von Swisscom TV online einige Querverweise nötig macht.

Aufbau der App

Die Swisscom TV App teilt sich in 4 Bereiche auf:

TV, Sport, VoD und REC
Mit diesen 4 Rubriken werden fast alle Möglichkeiten welche Swisscom TV momentan bietet abgedeckt. Was im Vergleich zum den Apple Devices noch fehlt, ist die Fernbedienung der STB ;)
Sicherlich arbeitet die Swisscom auch an der Remote Steuerung via Android. Vorerst freuen wir uns aber mal auf eine wirklich gelungenen TV App!




Beim ersten Start wird man kurz über die Funktionen informiert.
Bei Live TV Unterwegs ist nun die Rede von 80 Sendern.
Dies deutet auf die neue Konvergenz bezüglich der wichtigsten HD Sendern hin. Es ist kein grosses Geheimnis, dass Swisscom auch an der Integrierung der HD Sender in Replay interessiert ist. Mit der Integration ins TV Online Repertoire ist nun der erste Schritt gemacht. Zumindest können Aufnahmen wie auch Live Streams einiger HD Sender auch Online genutzt werden. Damit kann man das persönliche Line up eigentlich gänzlich auf HD ausrichten. Hat man schon einen "HD" Stream auf Zattoo gesehen, kann man eigentlich einiges (wenn auch nicht pures HD) erwarten. Ein HD Stream auf der Mobile Online Plattform  ist bis jetzt vielmehr schlicht ein Bild mit HD Logo als das es den Namen High Definition wirklich verdienen würde. Die Encoder komprimieren hier zu stark und es würde auch oft an der benötigten Bandbreite mangeln. Aber auf der Web TV Plattform hätte die Swisscom die Möglichkeit ein wenig HD Feeling aufkommen zu lassen. Dies gelingt ihr aber (noch) nicht wirklich!
Wie auch immer. Während ich die App getestet habe war es bereits im Vorfeld möglich aufgenommene HD Sendungen via App oder Web anzuschauen. Somit ist es nicht mehr nötig den SD Stream aufzunehmen wenn man das Angebot auch Online nutzen will, was ja sowieso wohl kaum einer gemacht hat...

TV Guide

Übersicht des aktuellen Programm
Der TV Guide ist die zentrale Stelle um Sendungen zu programmieren wie auch Live oder Replay TV zu schauen.
Der Guide bietet die Sortierung der Sendungen nach dem laufenden Programm, dem Programm von gestern wie auch die Anzeige des heutigen Abends. Zudem ist es möglich eine beliebige Zeit und Sender bis zu 10 Tagen im Voraus darzustellen.
Zudem stehen 3 Arten der Senderreihenfolge zur Wahl. Entweder das Line Up der eigenen STB. Die Sender im Web TV oder alle Sender die es bei Swisscom TV gibt. Mittels Drag an Drop oder dem Ausblenden von unerwünschten Sendern, lassen sich die Listen noch individualisieren. Ich vermute das man später die Senderreihenfolge auch online via Kundencenter oder der Web TV Seite ändern kann.
Zeitwahl



















Info Screen
Ein Klick auf eine Sendung öffnet den Info Screen mit den Informationen über die Sendung. Zudem bekommt man die Möglichkeit die Sendung abzuspielen aufzunehmen oder auch zu teilen, bzw. eine Empfehlung via Twitter, Facebook oder was auch immer zu tätigen.
Möchte man eine Sendung direkt schauen, genügt ein Klick auf den Play Button.

















Replay Sender
Die Replay Funktion ist nun auch in die App integriert. Somit kann man auf das Angebot der TV Online Replay Sender zugreifen. Die Steuerung des Guides ist zumindest in den Beta Apps noch relativ rudimentär. Dagegen habe ich grundsätzlich nichts, da die App ja auf vielen Devices flüssig funktionieren soll. Aber ein wenig intelligenter und sei es nur mit kleinen Hilfsmitteln, wie der Hervorhebung der aktuellen Sendung in der Tagesübersicht, wäre schon noch nett. Man wird in künftigen Versionen sicherlich noch ein wenig am UI feilen. Da ist die App für iOS runder abgestimmt.
Die iOS App bietet zudem auch eine Miniaturansicht der laufenden Sendungen. Etwas was ich für die Android App auch noch hübsch fände. Zattoo wie auch Wilmaa beweisen, dass auch auf Android noch einiges an Potential drin liegen würde :)










Sport

Der Sport Teil zeigt die Spiele der nächsten Tage an. Zudem ist es möglich nach Meisterschaften zu sortieren oder die im Voraus bereits gemieteten Spiele zum Zeitpunkt X anzuschauen.
Wer Teleclub Sport bereits auf Swisscom TV abonniert hat, kann die Spiele zumindest auch aus dem Sport Bereich aus aufnehmen. Das Spiel via Swisscom TV Online, also auch in der App live anzuschauen, kostet wie bisher allerdings extra. Sicherlich ein grosser Wunsch aller, die bereits Teleclub Sport abonniert haben, hier ebenfalls mal für eine Einheit zu sorgen. Wenn es Swisscom mit ihrer Tochterfirma Cinetrade nicht kann, wer dann?
























VoD


Video on Demand hält sich an das gewohnte Design der STB oder auch TV Online. Die aktuellsten Knüller werden angezeigt. Wer möchte kann auch in den verschiedenen Genres stöbern oder die Suche bemühen. Die Suche steht sowieso in allen Bereichen zur Verfügung. In der App lassen sich vorerst nur Filme vormerken. Die Miete und der Konsum muss aber nach wie vor entweder via Web oder der STB erfolgen.


















REC

Nebst Replay ist der Zugriff auf die Aufnahmen eines der neuen interessanten Killer Features.
Wie ich in diesem Blogpost schon beschrieben habe, wird Replay und die Recordings natürlich nur mit steigender Zahl des dafür fähigen Senderangebots wirklich interessant. Da nun auch die wichtigsten HD Sender halbwegs im Online Replay verfügbar sind, geht man aber einen grossen Schritt in die richtige Richtung :)

Bei den REC sind die Aufnahmen sowie die geplanten Aufnahmen ersichtlich und steuerbar.
Einen Teil der Aufnahmen kann man bis zu 30 Tage ab Aufnahmedatum auch via App anschauen. Ob eine Aufnahme auch via App abspielbar ist, hängt davon ab, ob es sich beim Sender um einen Replay Sender der TV Online Plattform handelt. Bisher waren es diese 45 Sender. Wie aber bereits erwähnt, kann man hier noch mit einer konkreten Erweiterung rechnen.



Steuerung

Es ist nun möglich den Stream zu pausieren. Ist es ein Replay Sender kann man sogar eine Sendung zurück- oder auch vorspringen. Das Spulen mittels Punkt auf der Zeitleiste erfordert teilweise etwas Geduld und Geschick. Mit einem wisch nach Links oder Rechts wechselt man durch das Senderangebot. Auch ist eine Übersicht der aktuellen Sendungen während des Streamings möglich, ebenfalls kann der Infoscreen aufgerufen werden. Social Media auch hier. Teile deine Sendung zb. via Twitter.




Technik


Swisscom setzt für die Android App auf einen neuen Encoder.
Dabei handelt es sich um ein Produkt von Visual On. Vorteil ist, dass die App den passenden Decoder gleich mitliefert. Die Chance das Swisscom TV Online nun auf wesentlich mehr Android Devices sauber läuft ist also hoch. Zudem erachte ich die Qualität dieses Streamings als sehr gut. Gerade im Gebrauch mit einem Tablet, fällt die massiv bessere Bildqualität auf. Ebenfalls bemerkbar die gute Tonqualität. Es ist durchaus ein Genuss einen Film mit Kopfhörern zu schauen :)

Im Test habe ich allerdings bemerkt, dass ältere Devices mit dem neuen Decoder ihre liebe Mühe haben können. Es kann sein das man Top Qualität bekommt, es aber lagt und einige bps verloren gehen. Andererseits ist auch das Gegenteil möglich. Ein flüssiger Stream aber mit unterirdischer Qualität. Ob man hier noch tunen kann oder man halt einfach Pech hat, wird sich zeigen.
Aktuelle Hardware wird voraussichtlich auch mit der Swisscom TV App wesentlich mehr Freude machen.

Hier noch ein Vergleich des alten TV Air Streams gegenüber dem neuen Decoder auf einem Tablet.

TV Air Wifi HD Stream

Swisscom TV App Visual On Streaming

Unschwer zu erkennen, die höhere Auflösung und das gerade in Bewegung angenehme Bild. Auch im Mobile Netz der Swisscom bekommt man anständige Bilder geliefert. Beim Wechsel auf einen Sender wird in der Anfangsphase kurz gepuffert und die Qualität, falls genügend Bandbreite vorhanden etwas erhöht. Ich konnte auch ausserhalb der Schweiz via VPN mit einem mittelmässigem Wifi Access das TV Angebot von Swisscom bzw. meine Aufnahmen geniessen. Im LAN habe ich eine Streambandbreite von ca. 1000kb/s gemessen.

Erfreulich ist die mögliche gleichzeitige Benutzung der App auf mehreren Geräten. Ich hoffe, dass dies auch so bleibt. Es wäre schade würde die neue Freiheit nur ein einziger Benutzer im Haushalt oder unterwegs nutzen können. Abhängig vom Login ist ersichtlich auf welche Dienste man Zugriff hat. So haben natürlich nur Swisscom TV plus Kunden Zugriff auf Aufnahmen.



Alles in allem eine wirklich gelungene App und eine wahrliche Bereicherung für die fast schon geschundenen Android User von Swisscom TV. Somit steht der nomadischen Nutzung der Second und Third Screens auf der Android Plattform nichts mehr im Wege.
Toll, ist doch am Horizont bereits abzusehen, dass Linux bzw. Android, dass Rennen auf den Smart TV's der Zukunft machen könnte. Insofern sieht man hier bereits erste mögliche STB freie Clients der Zukunft oder zumindest mal eine Richtung...
Natürlich hat auch die Apple Fraktion in diesem Zuge eine erneuerte App bekommen.
Swisscom arbeitet an einem gemeinsamen Lock an Feel der gesamten TV Plattform, wobei man an der Android App noch ein wenig feilen muss.

Die App und Entwicklung der Online Plattform ist gesamt gesehen ein gelungener Schlag der Swisscom gegen die kommende Box von UPC, die Horizon. Es werden bereits jetzt mehr mobile Plattformen unterstützt und man beschränkt sich nicht nur auf das eigene LAN, während die Box der UPC immer noch nicht freigegeben ist...

Es bleibt zu hoffen, dass Swisscom an einer Möglichkeit arbeitet um die TV Inhalte auch hochauflösend und in besster Qualität zu übermitteln. Die Zukunft von Swisscom TV liegt nicht in einer STB. Sie liegt in Clients wie Google TV, Android oder sonstigen Smart TV Applikationen.













FAQ Sheet

Sonntag, 7. Oktober 2012

Betriebsmodi Swisscom Motorola Router (ex Netopia)

In diesem Artikel erkläre ich die verschiedenen Betriebsmodi welche die Swisscom Router mit SOC OS 7.8.x bieten. Auch heute noch sind Router mit dieser Software-Generation bei Swisscom weit verbreitet.
So hat die Swisscom bei ISDN Privatanschlüssen bis heute keinen alternativen Router in ihrem Sortiment.
Korrektur "Centro ISDN".
Dabei handelt es sich um die Netopia / Motorola Router der 7000er Serie. Die folgenden Erklärungen bzw. Anleitungen können nicht direkt für die Centro Router Generation angewandt werden! Für diese Router habe ich hier einen eigenen Blog Post.
Die Softwaregeneration lässt sich zB. mit einer Telnet Sitzung auf den Swisscom Router herausfinden.


Windows User verwenden den Telnet Client von Windows (ab Vista via Softwareverwaltung nachinstallieren) oder einen alternativen Client wie Putty.
Weil viele fremde Gateways kein kompatibles VDSL Modem drin haben oder die IGMP Unterstützung für Swisscom TV fehlt, lohnt es sich über die Möglichkeiten die mit dem Swisscom CPE bestehen, informiert zu sein. Die einfachste Art wäre es einfach eine Fritzbox! 7390 hinzustellen. Langweilig, es gibt noch zig Alternativen!

Welchen Modus brauche ich?

Damit man am Schluss ein zufriedenstellendes Resultat erreicht, muss man sich im Vorfeld zuerst mal klar werden was man eigentlich will oder braucht.
Grundsätzlich gibt es 4 Hauptmodi welche ich hier erkläre:
  • Gateway Modus (Standard-Modus)
  • Statisches NAT
  • IP Weiterleitung Modus (IP Passthrough)
  • Bridge Mode
Es gibt auch noch andere Arten der Anwendung, zB den LAN-WAN Turnaround (Router Mode) oder den Betrieb als Access Point. Keine Frage das so was geht. Aber sorry, tut euch was gutes und bringt in diesem Fall das Gerät zu einer Entsorgungsstelle :)

Gateway Modus

Dies ist der normale Modus mit dem der Router geliefert wird. Im Router steckt ein DSL Modem und ein Router. Das Gerät arbeitet als Gateway zwischen dem WAN (DSL) und dem LAN (Ethernet) und routet zwischen diesen beiden Netzen.
Diese Betriebsart ist für alle gut die keinen eigenen Router verwenden und simple Portweiterleitungen reichen.

Hinweis: Wer zb. WLAN nach dem neusten Stand brauchen will muss keinen zusätzlichen Router betreiben. In solch einem Fall ist ein Access Point bzw ein Router welcher sich in diesen Modus setzen lässt besser geeignet!

Im Gateway Modus arbeitet diese Router Generation eigentlich sehr stabil und zuverlässig. Auch User mit höheren Anforderungen wie schnellerem WLAN oder LAN können unter Gebrauch von Zusatzhardware (Access Point, Switch) zufrieden werden.

So ist es kein Problem, Services zB. von einem NAS extern anzubieten. Alle was es dafür braucht, ist die sogenannte Portweiterleitung.

Diese findet man im Web Router Interface

Swisscom Gateway
  • Mit einem Browser 192.168.1.1 aufrufen und anmelden. Die Zugangsdaten findet man im Kundencenter.
  • Im Webinterface den Expertenmodus aktivieren.
  • Unter Konfigurieren NAT/Spiele Konfiguration findet man die Oberfläche um Portweiterleitung einzurichten.
  • Gewünschten Service auswählen oder erstellen und auf Host lenken, speichern.
  • Nach Beendigung der Konfiguration Gerät neu starten.
Host
  • Dem Host sollte man eine statische IP ausserhalb des DHCP Ranges geben, damit die Portweiterleitungen richtig bestehen bleiben.


Advanced: Leider ist in einer aktuellen Softwareversion das sogenannte PAT nicht mehr via GUI möglich.
Abhilfe schafft die shell:
conf
set pinhole

Statisches NAT

Dieser Modus kann man brauchen wenn man einen eigenen Router verwendet, eine DMZ bauen möchte oder sämtliche Anfragen an einen Host leiten will.
Statisches NAT ist kein eigentlicher Modus. Das Gerät arbeitet immer noch als Gateway. Es ist also weiterhin möglich Clients zB. STB für Swisscom TV im LAN des Swisscom Routers zu belassen. Statt wie bei einer Portweiterleitung gezielt Ports auf Hosts zu lenken, wird beim statischen NAT sämtlicher nicht aus dem LAN initiierter Verkehr auf einen Host geleitet. Klar das dieser Host durch eine Firewall oder eben einem fremden Router geschützt werden sollte. Keine gute Idee diesen Modus zB für ein NAS zu verwenden, nur weil es bei den Portweiterleitungen scheitert! ;) Ein Scan des Swisscom Netzes zeigt. Ein Rat den ein kleiner Teil leider so nicht kennt.

Da statisches NAT sehr verwand mit der Portweiterleitung ist, gleicht sich das Vorgehen auch.

Swisscom Gateway
  • Mit einem Browser 192.168.1.1 aufrufen und anmelden. Die Zugangsdaten findet man im Kundencenter.
  • Im Webinterface den Expertenmodus aktivieren.
  • Unter Konfigurieren NAT/Spiele Konfiguration findet man den Button um statisches NAT zu aktivieren.
  • gewünschten Host auswählen und speichern.
  • Nach Beendigung der Konfiguration Gerät neu starten.

Host
  • Dem Host sollte man eine statische IP ausserhalb des DHCP Ranges geben, damit statisches NAT immer auf das richtig Ziel führt.
  • Ist der Host ein fremder Router sollte oder muss man dessen LAN Bereich in ein anderes Subnet setzen, zB. 192.168.2.0/24 (verhindert routing issues)




IP Weiterleitung / IP Passthrough

Auch bei einer IP Weiterleitung arbeitet das Swisscom Gateway in seinem LAN immer noch als Router. Es ist also auch hier immer noch möglich STBen für Swisscom TV in diesem LAN zu betreiben. Im Gegensatz zum statischen NAT wird bei der IP Weiterleitung die öffentliche IP auf das WAN Interface eines bestimmten Host's abgebildet. Dieser Modus ist also vor allem im Betrieb mit einem eigenen Router oder Firewall interessant und man mit dem Bridge Mode überfordert ist.

Swisscom Gateway
  • Mit einem Browser 192.168.1.1 aufrufen und anmelden. Die Zugangsdaten findet man im Kundencenter.
  • Im Webinterface den Expertenmodus aktivieren.
  • Unter Konfigurieren IP-Weiterleitung findet man die entsprechende Oberfläche.
  • Einen Host auswählen und aktivieren
  • Das Gateway wird darauf hinweisen das ein Neustart nötig ist. Also neu starten!
Host
  • Das WAN Interface des Host's (Router) muss die IP automatisch beziehen, also auf DHCP eingestellt sein. Ansonsten kann man das Gerät nicht als Ziel für die IP-Weiterleitung auswählen.
  • Nachdem das Swisscom Gateway beim letzten Punkt den Neustart ausgeführt hat und die Internetverbindung wieder steht, muss auch der eigene Router neu gestartet werden oder einen DHCP refresh ausführen, damit die öffentliche IP bezogen werden kann.
  • Auch hier ist es besser den LAN Bereich des eigenen Routers in ein anderes Subnet zu setzen damit routing Probleme gleich von Anfang an verhindert werden können.


Bridge Mode

In diesem Modus schaltet das Gateway eine Bridge zwischen LAN und WAN, arbeitet also nicht mehr als Router.
Gut also für all die welche ihren eigenen Router verwenden möchten und das Swisscom Gateway nur noch als Modem betreiben. Simple Sache wenn man nur Internet braucht. Schwieriger wirds wenn man noch Swisscom TV oder VoIP Services von Swisscom benötigt. Da muss man wissen was man macht! :D
Das Gateway wird in Bridge Mode nicht einfach nur ein dummes Modem. Ein Client mit statischer IP im Range des Motorola Gateways (192.168.1.0/24) kann immer noch Zugriff erlangen um zB. Leitungsinformation auszulesen!

Gateway
  • Mit einem Browser 192.168.1.1 aufrufen und anmelden. Die Zugangsdaten findet man im Kundencenter.
  • Im Webinterface den Expertenmodus aktivieren.
  • Unter Konfigurieren, Verbindungen die Übersicht öffnen.
  • Bei Bridging von deaktiviert auf aktiviert stellen.
  • Im folgenden Fenster UPnP noch deaktivieren (schont das LOG einer Firewall)
  • Änderungen speichern
  • Reboot akzeptieren
  • Config Host entfernen und eigenen Router ans LAN hängen (DHCP, first come first serve)
eigener Router
  • WAN Interface des eigenen Router muss auf DHCP stehen. (Swisscom verwendet bei Privatkunden VDSL Terminierungen DHCP mit Option 82.)
  • Nach dem Neustart des Swisscom Gateways schadet auch hier ein Reboot nichts. Somit kann der IP Bezug sauber ablaufen.
  • Das LAN Subnet muss hier nicht zwingend geändert werden, aber es empfiehlt sich auch hier ein anderes als das Default Subnet von (192.168.1.0/24) zu verwenden. Nur schon um VPN Probleme einzuschränken.





Advanced: Die Sys Bridge lässt sich auch via Shell aktivieren. Als Hinweis für die Centro Serie mit älterer Firmware:

Samstag, 6. Oktober 2012

Swisscom Test

Swisscom sucht Tester

Diese Woche hat Swisscom gleich 2 öffentliche Anmeldungen ausgegeben.
Interessierte können somit bereits Vorab kommende Produkte ein wenig testen.

Home Network Visualizer


Mit dem Heimnetz Visualizer soll es künftig möglich sein sein Heimnetz via Swisscom Kundencenter zu überwachen und kontrollieren.
  • Kontrolle
  • Übersicht
  • Opt-out Sperren (zB. Kinder)
  • Gastzugang
Dazu benötigt man einen Router der Centro Serie.

Für den Test sind momentan nur Geräte vom Typ Centro Grande Motorola zugelassen.
Folgendes sind die Voraussetzungen um am Test teilnehmen zu können:
  • Swisscom DSL Anschluss
  • Centro Grande (Motorola Router) > Angaben zum Router-Typ findest du auf der Unterseite deines Routers 
  • Kundencenter Login
  • Vorzugsweise Haushalt mit mehreren Personen (gerne mit Kindern)
  • Der Trial wird nur in deutscher Sprache durchgeführt
Interessierte melden sich via den Swisscom Labs an.

http://labs.swisscom.ch/en/news/ausschreibung-heimvernetzung

Neues Webmail

Swisscom wird die Funktionen, das Handling und die Optik des Bluewin Webmails anpassen.
Interessierte können sich auch hier bereits jetzt für dieses neue Webmail anmelden.

Die neuen Funktionen werden hier vorgeführt:
http://www.swisscom.ch/de/privatkunden/internet/zusatzdienste/e-mail/webmail.html?campID=shortcut-webmail

Anmelden kann man sich via Survey: http://webmail.surveyanalytics.com/

Sonntag, 23. September 2012

Swisscom Roaming Guide App

Swisscom Roaming Guide App

Kunden der Swisscom steht ein nützlicher Reisebegleiter zur Verfügung. Der Swisscom Roaming Guide!
Diese App gibt es sowohl im Google Play Store, als auch als Variante  in itunes für die Apple Geräte.






Die App ist für alle Kunden der Swisscom geeignet. Beim Start der App wählt man das entsprechende Segment. Von Privatkunden-Abo über Geschäftskunden bis zu Prepaid.
Hat man die richtige Wahl getroffen stehen 4 Bereiche zur Verfügung: Tarife, Berater, Cockpit und Mehr.
Nützlich. Die App wartet vor einem Klick welcher Datenvolumen verursachen kann, eine Bestätigung des Nutzers ab.







Tarife

Bei den Tarifen findet man wie erwartet alle Information bezüglich der Roaming Gebühren. Via Wahl oder Suche lässt sich der entsprechende Reiseort finden. 
In der Übersicht finden sich sämtliche Gebühren welche die Telefonie, Daten und SMS/MMS betreffen. Dargestellt wird dies mit und ohne World Option flex.
 Mehr oder weniger nützliches Gimmick am Rande. Die aktuelle Uhrzeit der Landeshauptstadt lässt sich ebenfalls finden.











Berater

Hier kommt die App langsam in Fahrt. Unter dem Tarifberater werden die verschiedenen Tarifoptionen (World Option flex), sowie die möglichen Datenpakete erklärt. So lässt sich herausfinden, das die World Option flex für die gelegentliche Nutzung von Kunden mit den Inklusiveinheiten der NATEL infinity Abos gar nicht mehr zwingend nötig oder gar clever ist. Unter Umständen ist es klüger man löst noch ein zusätzliches Datenpaket falls man wenig telefoniert aber etwas surfen möchte, als man die Grundgebühr der World Option flex, von Fr. 9.- bei Gebrauch, bereits kassiert.
Der Datenberater gibt Anhaltspunkte wie viele Daten für das Aufrufen oder Nutzen verschiedener Dienste in etwa gebraucht werden.
Unter Tipps und Tricks sammeln sich allerlei nützliche Informationen.
Kleiner Tipp, das Lesen dieser Infos ist vor der Abreise noch zu empfehlen :)





Cockpit


Das Cockpit ist der direkte Link zum persönlichen Datenroaming Cockpit. Dieses Cockpit gibt es schon länger.
Wer es noch nicht kennt:
Im Datenroaming Cockpit lassen sich Limiten fürs Datenroaming setzen oder sogar gänzlich sperren.
Zudem bietet sich hier die Möglichkeit zusätzliche Datenpakete zu lösen.
Möchte man Datenroaming nutzen, ist dies die Anlaufstelle Nummer 1. Die Daten werden in Echtzeit aktualisiert. Schneller und aktueller als dies zB mit den Info SMS an 444 ist.
Wer jetzt kein Smartphone mit Android oder iOS hat, dem empfiehlt es sich den Link zum Datencockpit als Lesezeichen zu speichern. Sämtlicher Datenverkehr innerhalb des Datencockpits ist gratis und wird nicht dem Datenvolumen abgezogen!
Weitere Infos finden sich auf der Homepage des Cockpits.




Mehr


Unter diesem Menüpunkt versteckt sich noch eine ganze Palette von nützlichen Informationen.
In den Reiseinformationen stehen zB. einige wichtige Internationale Rufnummern.
Die Reisehinweise des EDA lassen sich hier ebenfalls direkt aufrufen.
Die Tarifoptionen findet man hier nochmals, mit der Möglichkeit diese direkt zu bestellen. Letztlich werden auch noch die Abos mit Inklusiveinheiten vorgestellt. Etwas Werbung soll erlaubt sein :)
Auch hier. Vor der Abreise lesen lohnt sich.










Alles in allem ist diese Reiseapp der Swisscom ein wirklich cooles Tool. Zwar findet man sämtliche Informationen auch sonst im Netz. Aber in dieser kompakten Form, gerade im Ausland wenn man nicht lange suchen will (Datenvolumen), wirklich nützlich.
Mir fehlt nur noch die Integration der Inklusiveinheiten der Telefonie und SMS. Obwohl dies die Datenroaming App ist, wäre eine Kombination mit der My Swisscom App denkbar und hilfreich.

Sonntag, 2. September 2012

Mail Submission

E-Mail Versand up to date


Man ist in den Ferien und der Mail Versand streikt mal wieder. Eine Fehlermeldung wie "relaying not allowed" wird ausgegeben. Seltsam, da der E-Mail Empfang nicht beeinträchtigt ist und das Senden doch zu Hause gerade noch funktioniert hat...
Zeit, um sich mal ein wenig Gedanken über den geänderten Mail Verkehr der letzten Jahre zu machen.

Der Grund und die Problematik


Jeder nervt sich über die wachsende Zahl an Mails welche einem zu günstigen Potenzmitteln oder zum schnellen Geld verhelfen wollen. Der gute alte Spam gehört zum Internet genauso dazu, wie sein Bruder Porno. Dies ist auch der Grund, warum der Mail Versand über die letzten Jahre immer restriktiver wurde.
Als konkretes Beispiel nehmen wir mal Swisscom mit ihrem Provider Bluewin.
Bluewin bietet gratis E-Mail Adressen an, die jeder via dem Service Package Light, lösen kann.
Jetzt muss wieder mal der bekannte Nigerian-Scam hinhalten. Ohne Vorurteil, war dies für Bluewin tatsächlich eines der grossen Probleme. Findige Geschäftsmänner nutzten natürlich diese gratis Bluewin Mail Adressen um ihre Mails zu verbreiten. Der Mail Server von Bluewin smtp.bluewin.ch akzeptierte frisch und fröhlich die Mails aus der ganzen Welt und lieferte diese weiter. -> open relay
Niemand, auch die Provider nicht, möchten diesen unnützen immensen Traffic.
Darum ging man über Anti Spam Massnahmen zu treffen. Eine davon ist, dass Mails nicht mehr einfach so von überall her ohne Authentifizierung akzeptiert werden.
So gibt es immer mehr Provider und Netzwerke welche den Traffic auf Port 25 filtern und deren eigene Mail Server, den Empfang auf Port 25 restriktiv handhaben.

Daraus ergibt sich für den nomadischen User aber durchaus ein Problem, welches ich in der Einleitung schon beschrieben habe. Statt hier das grosse Fragezeichen aufzusetzen oder einfach auf das Webmail zu verweisen, gibt es natürlich eine Lösung.

Mail Submission: Port 587 SMTPAUTH

Klickt man sich durch die Hilfeseiten der Provider, fällt auf, dass die Einrichtung des Mailversands via Port 25 mehr und mehr verschwindet und stattdessen auf Port 587 inkl. einer Authentifizierung verwiesen wird.
Einfach gesagt, ist der Teil eines Mail Servers welcher die Mails annimmt, also der Postausgangsserver, heutzutage ein Mail Submission Agent. Zu den 2 Hauptaufgaben dieses Servers zählen die Authentifizierung des Versenders und die Aufbereitung des Mails in ein Standard-konformes Format. Nachdem er dies gemacht hat liefert er das Mail an einen Mail Transfer Agent weiter, dieser kann der selbe Server oder sogar das selbe Programm sein.
Entgegen des konventionellen SMTP Mail Servers, welcher auf Port 25 horcht, nimmt der Mail Submission Agent die Mails von der ganzen Welt entgegen. Nicht ganz, aber mehr dazu noch später...

Es hat halt also schon seine Gründe, warum man auf den Hilfeseiten der Provider immer weniger vom Port 25 liest.
Global gesehen möchte auch kein Provider auf einer Blacklist landen. Damit dies nicht geschieht, müssen eben einige Konventionen eingehalten werden.

Viele Anbieter bieten übrigens auch eine verschlüsselte Mail Submission an. Im Normalfall auf Port 465.
Eine Lösung die ich bevorzuge. Mail Sicherheit erreicht man zwar nur indem man die Mails selber verschlüsselt. Aber mit einer verschlüsselten Verbindung zum Postausgangsserver sind die Mails zumindest bis zu diesem vor Zugriff geschützt. (Der MTA muss die Mail dann aber wieder entschlüsselt weitergeben)

Fallstrick IP Restriction

Jetzt kann man sich natürlich Fragen wozu das ganze gut sein soll? Ich kann mich ja auch bei einem gratis Mail Account mittels SMTPAUTH authentifizieren und meine Mails halt so ins System speisen...
Dem ist aber nicht ganz so :)
Der Grund der ganzen Übung ist, das man genau ermitteln kann oder sollte wer oder woher die Mails gekommen sind. In Zeiten von Vorratsdatenspeicherung trotzdem noch lange nicht überall einfach so zu ermitteln.
Habe ich als Kunde im Bündel mit einem DSL Anschluss eine Mail Adresse vom Provider bekommen, so bin ich diesem mit Wohnsitz usw. bekannt. Sende ich also mittels SMTPAUTH eine Mail von Honolulu aus, weiss dieser, dass mir generell zu vertrauen ist. Ansonsten, weiss der Provider ja wo mein Zuhause ist.
Habe ich hingegen ein gratis Mail Konto eröffnet, so liegt es im Ermessen des Providers ob er mir vertraut.
Im Falle von Bluewin ist dem nicht so. Solange ich nicht in irgendeiner Art eine Geschäftsbeziehung zu Swisscom habe, ist auf dem Mail Account die sogenannte IP Restriction aktiviert.
Ist diese IP Restriction aktiviert, kann ich von ausserhalb des Swisscom Netzes keine Mails via Mail Submission in das System speisen (ausgenommen ist der Mailversand innerhalb der Domain). Der Grund ist klar, ich bin nicht eindeutig identifizierbar. Innerhalb des Swisscom Netzes kommt der Provider aber zumindest problemlos an die Versender IP und kann umgehende Massnahmen ergreifen.

Es gibt 2 Möglichkeiten mit einer allenfalls aktiven IP Restriction umzugehen.
  1. Ich verwende als Postausgangsserver den Mail Submission Agent meines Providers. Einem Mail Submission Agent ist die Absender Domain egal. Für den Provider der Absender Domain ist dies auch in Ordnung. Im Falle eines Spam Versandes, ist der andere Provider zuständig, da die Mail aus seinem System gekommen ist. (Zurückverfolgbarkeit, bzw der Server des Versenders wird geblockt. Es liegt also in seinem Interesse den Störenfried zu finden und zu unterbinden) "Der Internet Service Provider ist für das senden der Mail verantwortlich"
  2. Ich melde mich beim Mailprovider und versuche die IP Restriction aufzuheben. Im Falle von Bluewin wird dies nur gewährt, falls man in irgendeiner Geschäftsbeziehung zu Bluewin oder Swisscom steht (Handy Vertrag usw.)
Zur Repetition: Die IP Restriction ist bei Bluewin nur aktiv, falls es sich um eine Mail Adresse aus dem Service Package light handelt und man keine Geschäftsbeziehung zu Swisscom hat. Alle anderen können ihre Mails via Mail Submission von überall her einspeisen.

Folgendes Beispiel erklärt die Verwendung eines gegenüber der Absenderdomain fremden MSA in Microsoft Outlook 2010.
Als MSA wird der Server von Gmail verwendet:

Man sieht das die Domain des Posteingangsservers (bluewin.ch) sich von der Domain des Postausgangsservers (googlemail.com) unterscheidet.


Unter den erweiterten Einstellungen müssen die Ports und die Art der Verschlüsselung angepasst werden.
Nähere Informationen liefert der Provider. Im Falle einer IMAPS Verwendung bei Bluewin wäre dies Port 993 und eine SSL Verschlüsselung.
Bei Googlemail speziell ist, dass der Standardport 587 mit der Verschlüsselung TLS Verwendung findet!


Da sich die Authentifizierung vom Posteingangsserver unterscheidet, müssen die entsprechenden Zugangsdaten für den Postausgangsserver hier angegeben werden. Das Beispiel zeigt die Anmeldung an ein Gmail Konto. Die Domain beim Benutzernamen müsste man in diesem Fall (gMail) nicht unbedingt angeben. Dies dient nur der Veranschaulichung, auch wenn es hier natürlich auch mit Domain funktioniert ;)


Das man jetzt Angst haben muss, dass Mails in einem System hängen bleiben, da sich die Absenderdomain von der Serverdomain unterscheidet, sind unbegründet. Allfällige Server wären entgegen der gängigen Praxis falsch konfiguriert. Es gibt User welche seit Jahren für alle Absender den gleichen Mail Submission Agent benutzen, welche noch nie so einer Situation begegnet sind.

Port 25 Redirect Network anti spam

Eine weiter Massnahme zur Minderung des Spam Verkehrs, ist der sogenannte Port 25 redirect.
Bei Bluewin ist ein Mail Proxy aktiv, welcher alle Mails welche über Port 25 versendet werden nach Spam Inhalten untersucht. Wer also Mails via gmx usw. und Port 25 versendet, wird gescannt. Für den Provider ist dies kein Problem. Die Mail an sich ist ja nicht verschlüsselt, höchstens der Inhalt.
Momentan ist dieser Mail Proxy nur auf PPP terminierten Anschlüssen der Swisscom aktiv (ADSL). Hat man eine DHCP Terminierung, (VDSL) ist die technische Unterstützung noch nicht so weit. Aber, diese wird kommen! Ab dem 19.06.2013 wird der Port 25 Proxy sukzessive auf allen Anschlüssen aufgeschaltet.
Wer diesen Blog gelesen hat, sollte aber ready sein :)
Ob der Port 25 redirect aktiv ist, lässt sich mit einer Telnet Sitzung auf den Mail Server via Port 25 prüfen. Ist der Port 25 redirect aktiv, wird auf jeden Fall der Mail Proxy von Swisscom antworten! :)

Ja aber was heisst jetzt das?

  1. Das Senden von Mails über Port 25 funktioniert immer noch, ist aber aus den hier genannten Gründen nicht zu empfehlen.
  2. Bei sämtlichen Mails via Port 25 wird der Inhalt bereits beim Access Provider analysiert. Hast du was dagegen, musst du den Inhalt verschlüsseln.
  3. Der Mail Versand via Port 25 UND AUTHENTIFIZIERUNG ist nicht mehr möglich! Klar. Der Mail Proxy von Swisscom kann und darf die Zugangsdaten des fremden Accounts nicht kennen! Er wäre ein Man in the middle. Auch wenn die beiden Themen keinen direkten Zusammenhang haben. Wie lautet die Lösung? Richtig, Mail Submission Port 587 :)
  4. Falls man den Port 25 für andere Services benutzt, so würden diese geblockt werden. In solch einem Fall kann man den redirect aufheben. Ich hoffe aber man macht dies nicht, nur weil man die Thematik nicht verstanden hat!
Zugegeben, das ist schon ganz schön trockene Materie. Aber der Support Grund Nummer 1, ist nicht gerade leicht erklärt.

Montag, 20. August 2012

Ausrichten der Bremssättel von Avid Elixir (Tri-Align Caliper Positioning System)

Schleifende Bremsscheiben

gehören mitunter zum nervigsten bei einem Bike. Wer zu den Glücklichen gehört, die ein Bremssystem von Avid Elixir besitzen, der wird diesem Problem auf einfachste Weise her.
Es gibt Systeme die sind in ihrer Einfachheit so genial, dass sich mich begeistern. Das Tri-Align Caliper Positioning System von Avid ist so eines.

Problem erkennen

Oft schleifen die Bremsscheiben an den Bremsbelägen was zu einem Schleifgeräusch führen kann und nicht der Sinn der Sache ist. Manchmal ist dieser Effekt auch nur bei einer gewissen Geschwindigkeit bemerkbar, manchmal auch nur in Kurven. Das Schleifen lässt sich teilweise nie ganz verhindern. Ein leichtes Schleifen in Kurvenfahrten gilt zB. als O.k..
Das Grundschleifen muss aber verhindert werden. Dieses tritt auf, wenn die Bremsscheibe nicht mittig im Bremssattel ausgerichtet ist. Das Spiel im Bremssattel ist sehr gering und das Ausrichten kann zur Fummelei werden. Nicht so aber bei den Bremssystemen von Avid.
Im der folgenden Grafik sieht man, dass die Bremsscheibe mittig zwischen den Bremsbelägen sitzen muss und zwischen Scheibe und Belägen etwas Luft ist.



Problem beheben

Das Tri Allign Positioning System wird bei folgenden Bremsen von Avid verwendet:

  • In 3 kurzen Schritten kann man den Bremssattel so ausrichten:

    Schritt 1:


    Man sucht sich die CPS genannten Schrauben und löst diese ein wenig. Selbstverständlich werden diese Schritte für die Vorder- und Hinterradbremse jeweils separat getätigt. Also zuerst die Vorderbremse und dann erst die Hinterradbremse ausrichten. Für diese Schrauben braucht man einen 5er Inbusschlüssel.

    Vorderradbremse CPS Schrauben

    Hinterradbremse CPS Schrauben



    Schritt 2:


    Nachdem man die CPS Schrauben gelöst hat, betätigt man den entsprechenden Bremshebel 6 mal und lässt diesen beim 6ten mal gedrückt. Wer nun keinen Helfer zur Hand hat, muss den Bremshebel zB mit einem Haar- oder Gummiband fixieren. Wer will kann auch einen Kabelbinder verwenden. Was auch immer, es ist euer Bike :)
    Durch das Drücken sollten sich die Bremssättel automatisch ausrichten.

    Bremshebel 6 mal betätigen


    danach fixieren

    Schritt 3:

    Nachdem man den Bremshebel fixiert hat muss man nur noch die CPS Schrauben wieder anziehen. Dies macht man abwechslungsweise ohne gross am Bremssattel Kraft auszuüben, sprich diesen zu verschieben oä. Das Anzugsmoment der Schrauben wird mit 8-10Nm angegeben. Also satt, aber nicht gerade wie ein Esel festschrauben.

    CPS Schrauben festschrauben
    Sitzen die Schrauben fest, gilt es das Werk zu überprüfen. Dazu prüft man von Auge ob die Bremsscheibe nun mittig im Bremssattel sitzt und beobachtet die Scheibe während man das Rad in Bewegeung gesetzt hat. Schleifgeräusche sollte man keine hören. Das Resultat sollte bei diesem System idR. eine mittig ausgerichtete Scheibe sein. Möglich das die Scheibe unwuchtig ist. Dies ist aber ein anderes Thema. Die Scheibe lässt sich aber idR. von Hand "gerade" drücken.

    Drehtest der Bremsscheibe


    Falls das Resultat nicht befriedigend ist, beginnt man wieder mit Schritt 1 und spielt das ganze nochmals durch.
    Unter Umständen kann das Ausrichten auch mehrmals scheitern. In solch einem Fall ist es besser man richtet das Rad so aus, dass die CPS Schrauben gegen den Boden ausgerichtet sind (Horizontal) Dies kann die Handhabung vereinfachen, man benötigt aber für solche Sachen einen Serviceständer.

    Wer sich nicht sicher ist, lässt diese Arbeit von einem qualifiziertem Facharbeiter ausführen.
    Immerhin geht es hier um die Bremsen :) Allerdings ist dieses System so einfach, das es gerade auch Laien im Zwischenservice selber durchführen können.

    Weitergehende Informationen zur Optimierung des ganzen Bremssystems findet man im Einrichtungs- Manual von Avid selber.