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Samstag, 19. Januar 2019

Gastnetzwerk Erweiterung der Swisscom Internet Box

Isoliertes Netzwerk in der Swisscom Internet Box


Vorwort

In diesem Beitrag erkläre ich wie man mit der aktuellen Firmware der Internet Boxen, ein Gastnetzwerk, auch bekannt als isoliertes Netzwerk im LAN oder eigener WLAN Hardware einsetzen kann.
Ich habe nichts davon zu Hause, ist ja wohl klar, trotzdem seid versichert, dass diese Funktion die hier beschrieben wird genau so funktioniert.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Gäste WLAN auf einem OpenWRT Access Point

Gäste WLAN auf einem OpenWRT Access Point


In diesem Beitrag, möchte ich euch zeigen, wie man auf einem als Access Point konfigurierten Router mit OpenWRT Firmware, ein Gäste WLAN einrichtet.
Und zwar ohne VLAN!

Heutzutage bringt eigentlich jeder halbwegs moderne WLAN Router eine Gäste Funktion mit. Sinn und Zweck dieser Funktion ist, dass man Besuchern oder fremden Personen einen WLAN Zugang anbieten kann, dabei aber keinen Zugriff auf das interne Netzwerk, zB. auf die Fotos und Daten im NAS, gewährt sondern nur den Zugriff ins Internet.
Eine nützliche Funktion wie ich finde. Leider steht diese Funktion oftmals nur zur Verfügung, so lange der Router auch im Router Betrieb ist. Kaufst du dir also solch ein Gerät um dein WLAN Netzwerk zu erweitern, hast du oft das Pech, dass diese Funktion im Access Point Modus deiner Errungenschaft nicht mehr zur Verfügung steht...
Das geht sogar so weit, dass es bei Providern Leute gibt welche keine Ahnung haben und nun argumentieren, dass der Router zentral ins Wohnzimmer gehört und man sich mit Repeater Lösungen helfen soll. Da bauen diese Leute ein Gerät mit steinzeitlichen Funktionen und verkaufen das Gerät als das neu entdeckte Feuer und dann solche Argumente?... Ehrlich, no comment!

Die folgende Lösung hat verschiedene Vorteile: So funktioniert das Ganze unabhängig vom bestehenden Router des Providers. Egal wie viel oder wie wenig dieser Router kann, diese Lösung ist nicht vom Provider abhängig. Daher ist es auch nicht nötig, sich Gedanken über eine allfällige VLAN Konfiguration zu machen. Ebenfalls entfällt eine zweite Ethernet Verbindung auf den Access Point, wie sie bei einigen sehr einfachen Lösungen notwendig wäre. Ebenfalls entfallen Repeater Geschichten und der Access Point kann dort platziert werden wo die Wireless Verteilung am optimalsten ist (sofern eine Ethernetverbindung vorhanden (in Neubauten oft vorhanden)).
"Nachteile" wären folgende: Erfordert ein OpenWRT taugliches Gerät, Eigeninteresse und Freude an der Technik. Konfiguration auf mehr als einem Gerät nötig.

(Der Artikel beschreibt die Konfiguration eines als Access Point konfigurierten Gerätes! Die Gäste Konfiguration im normalen Router Betrieb, ist im OpenWRT Wiki bereits genügend beschrieben. http://wiki.openwrt.org/doc/recipes/guest-wlan-webinterface
Zudem handelt es sich hier um EINE mögliche Konfiguration und nicht DER einzigen Möglichkeit )


Rezept

1x OpenWRT tauglicher WLAN Router : http://wiki.openwrt.org/toh/start
1x Gäste WLAN
1x Gast Interface
1x Firewall Zone Gast
1x Masquerading
2x Firewall Regeln (nach Belieben erweitern und abschmecken)

Grundkonfiguration

Auf die Grundkonfiguration gehe ich nicht gross ein. Ich gehe davon aus, dass man bereits einen WLAN Router mit OpenWRT Firmware in Betrieb hat und das WLAN bzw. der Betrieb als Access Point bereits konfiguriert ist. Hilfe zur AP Konfiguration gibt es durch das OpenWRT Wiki: http://wiki.openwrt.org/doc/recipes/dumbap
Wichtig: Damit folgende Konfiguration funktioniert, muss das WAN Interface (LAN-br) via DHCP eine Adresse vom Router erhalten. Zb. über einen statischen DHCP lease. Die statische Konfiguration des Interfaces funktioniert nicht. (Sollte mal schauen wieso.)

Anleitung


1. Gäste ESSID erstellen

Als erstes eröffnet man unter der bereits bestehenden ESSID ein neues WLAN für die Gäste. Der Name des Netzwerkes muss eindeutig sein damit man sich später Wahlweise in das richtige Netzwerk einbuchen kann.
Im Falle von Dual Band Router kann man in beiden Bändern oder auch nur in einem das Netz für die Gäste freigeben.

Neues Netzwerk zum bereits bestehenden hinzufügen.


Diesem WLAN vergibt man eine eindeutige ESSID.
Zudem erstellt man beim Punkt Network auch noch gleich ein neues Netzwerk zB. mit dem Namen guest.
Bevor man auf den Reiter Wireless Security wechselt, speichert man diese Änderungen mit Save zwischen.




Als Verschlüsselung empfehle ich WPA2-PSK. Dazu gehört natürlich noch ein sicheres Passwort.
Diese Arbeit schliesst man mit einem Save & Apply ab.


Über Network Interfaces gehen wir zum nächsten Schritt.
In der Übersicht sieht man das erstelle Interface Guest. In diesem Fall habe ich diesem Interface bereits 2 WLAN ESSID's hinzugefügt (2,4 und 5GHZ).
Ein Klick auf Edit öffnet das Interface.


2. Gast Interface konfigurieren

In diesem Schritt konfigurieren wir das Gäste Interface. Wir vergeben dem Interface eine IP ausserhalb des bestehenden IP Ranges des LAN (und anderen im gesamten Netzwerk). Zudem aktivieren wir für die Gäste einen eigenen DHCP Server.


Dem Gäste Interface vergeben wir eine statische IP.
Hierzu muss man bei Protocol den entsprechenden Punkt aktivieren und zudem noch auf Switch protocol drücken.


Wie bereits beschrieben, muss sich die IP des Interfaces vom bestehen IP Range des LAN unterscheiden. In diesem Fall nehme ich die 192.168.66.1/24.
Auszufüllen ist die IPv4 Adresse, die Netzmaske und das Gateway, welches zugleich der IP des Gäste Interfaces entspricht.
Zudem muss man noch öffentlich erreichbare DNS hinzufügen. Hier habe ich mit 8.8.8.8 und 8.8.4.4 die von Google genommen.

Unter dem Punkt DHCP Server geht man sicher, dass dieser aktiviert ist und den Bedürfnissen nach entsprechen eingestellt ist.
Diese Arbeit speichert man mit Save zwischen.

Über den Reiter Firewall Settings erstellen wir für das Interface noch eine eigene Firewall Zone.


Hier wird die Firewall Zone erstellt. Diese kann man ebenfalls zB. guest nennen.
Abschliessend drückt man Save & Apply.


In der Übersicht kann man nun nochmals sicherstellen, dass sich die IP Bereiche des LAN und des Gäste Netzwerkes unterscheiden.
Über Network, Firewall gelangt man zum nächsten Punkt.

3. Firewall Zonen Konfiguration

Hier möchten wir dem Gäste Netzwerk den Zugriff zum Internet ermöglichen, den Zugriff auf das LAN aber unterbinden. Dazu wenden wir den Trick des Masquerading an und erstellen 2 Firewall regeln.

Unter den Zonenübersicht halten wir uns nicht lange auf. Wir editieren gleich die entsprechende Gäste-Zone.


Hier aktivieren wir Masquerading, markieren das entsprechende Netzwerk (guest) und erlauben das Forwarding auf die LAN Zone.
Bevor man auf den Reiter Traffic Rules wechselt, speichert man diese Arbeit zwischen.


Über den Reiter Traffic Rules gelangen wir zur Regelkonfiguration.


4. Firewall Regelkonfiguration


Der vierte und letzte Punkt.
Hier erstellen wir ein Source NAT welches den Traffic des Gäste WLAN's auf die IP des Acees Points umbiegt und erstellen eine zusätzliche Regel, welche dem Gäste Netzwerk den Zugriff auf das LAN unterbindet.


Unter Source NAT, New Source NAT erstellen wir die Regel Nummer eins.
Also Namen vergeben, Quell- und Zielzone auswählen und als Quell IP die IP des Access Points auswählen.
Über Add and edit gehts zum nächsten Punkt.


Hier nochmals prüfen ob alles korrekt übernommen wurde und mit Save & Apply speichern.


Zeit für die zweite Regel.
Unter New forward rule unterbinden wir den Zugriff auf das LAN.
Punkte richtig auswählen, benamseln und mit Add and edit ab zur Konfiguration.


Hier wechseln wir unter Protocol auf Any und gehen sicher das die Netzwerke korrekt ausgewählt sind.
Unter Destination address geben wir den IP Range des LAN an. BTW: Bei einem Standard Swisscom Netzwerk wäre das die 192.168.1.0/24. Als fleissige Leser von tuxone.ch gehe ich aber davon aus, dass ihr hier etwas individuelles habt. Logo :)
Unter Action wechseln wir auf reject oder drop. Ich bevorzuge hier reject. Wir lassen die Gäste nicht warten und geben lieber gleich den Tarif durch.
Zum Schluss noch ein abschliessenden Save & Apply.


Sieht die Regel nun Plus/Minus so aus? Gut ihr habts im Grundsatz geschafft!
Nun noch ein beherzter Reboot der Kiste und die Sache rennt.

Abschmecken

Das Abschmecken ist individuell. Evtl. habt ihr vor dem Access Pint bereits eine Firewall welche zB. eine DMZ zur Verfügung stellt.
Nun könnte man auf dieser Firewall die Source IP des Access Points bezüglich Zugriff auf die DMZ einschränken oder ihr macht dies auch über die Firewall des OpenWRT AP's.
In der aktuellen Konfiguration hätten die Clients im Gäste Netzwerk zudem noch immer Zugriff auf den Access Point (welchen ihr natürlich mit Passwort geschützt habt).
Daher anbei noch 2 Konfigurationsbeispiele zu den genannten Punkten.
Des weiteren sind die Clients im Gästenetzwerk nicht isoliert auch bekannt als AP Isolation. Kein Problem. Ich habe die Konfiguration möglichst einfach über das WUI LUCI beschrieben. Dieser Punkt muss man aber über die Shell lösen. Unter /etc/config/wireless ergänzt man unter den Gäste WLAN's folgende Zeile: option 'isolate' 1

Beispiel: Reject der Gäste auf Port 80 (http) und 22 (SSH) auf Access Point

Beispiel Konfiguration. Sperre der Gäste auf einen zusätzlichen IP Range im Netzwerk, zB. einer DMZ.









Mittwoch, 24. Juni 2015

Neu - Swisscom WLAN Connection Kit

WLAN Connection Kit (Airties)

Swisscom WLAN Connection Kit

Swisscom ersetzt die bisherigen Universal Verbindungskits UNO und DUO (Airties), durch das neue WLAN Connection Kit (ebenfalls Airties).
Kleiner, schneller und noch besser, so sollen die neuen Adapter sein.
Tux0ne konnte diese schon einige Monate testen. Fazit: korrekt!

Eigenschaften

  • Zuverlässige drahtlose Verbindung mit einer neuen TV-Box in einem anderen Raum
  • Ermöglicht, die Reichweite eines vorhandenen WLAN Connection Kit zu vergrössern
  • Einfache Installation: Schliessen Sie den neuen Adapter an, drücken Sie die Taste und warten Sie einige Minuten, bis das Gerät bereit ist
  • Sehr kompaktes Gehäuse
  • Hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit: bis zu 1.700 Mbit/s. Norm 802.11ac.
  • Neuste Technologie: 4x4 MIMO 802.11ac.
  • 2 Gigabit-Ethernet-Ports
Im Gegensatz zu den älteren Verbindungskits DUO und UNO, verfügen diese Adapter nur noch über 2 Ethernet-Ports. Dies sollte aber für viele Fälle genügen. Die neuen kleinen Adapter sind zu den älteren Kits von Airties kompatibel. Da diese aber nur mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von max 600Mbit/s arbeiten, würde sich in solch einem Fall, die tatsächliche Geschwindigkeit (Brutto) auf diesen Wert senken. Nicht kompatibel sind diese Adapter zu der ersten Generation der Universalverbindungskits von Netgear (schwarz).
20m Luftlinie gibt Swisscom als Distanz zwischen den Adaptern an. Diese kann je nach Objekt natürlich geringer oder auch höher ausfallen.
Die Adapter sind als Kit für CHF 198.- oder einzeln für 99.- bei Swisscom erhältlich.

Weitere Informationen und Anleitungen findet man auf den Hilfeseiten der Swisscom:
https://www.swisscom.ch/de/privatkunden/hilfe/geraet/heimvernetzung/wlan-connection-adapter.html

Freitag, 15. Februar 2013

Wireless Tweak Centro Grande Motorola -5Ghz-

Lufthoheit

Gerade wieder habe ich in einem Forum gelesen, dass der Centro Grande definitiv kein 5Ghz WLAN kann!
Da musste ich ein wenig schmunzeln.... weil, das ist nicht die ganze Wahrheit :)
Den Trick zur Aktivierung habe ich schon seit einiger Zeit konserviert und schon fast wieder vergessen.
Für mich nun Anlass genug, diesen Post mal zu schreiben.

Der folgende Trick gilt nur für den Centro Grande der Motorola Version. Die Pirelli/ADB Version des Centro Grande ist nicht fähig im 5Ghz Bereich zu senden!
Des Weiteren ist auch die Motorola Version kein Dual Band Router. Es gibt als nur entweder oder (2,4Ghz oder 5Ghz), aber nicht beides simultan!
Wer jetzt also bewusst nur noch das 5Ghz Band nutzen will (oder kann), weil entweder alle Clients 5Ghz fähig sind oder ein separater 2,4Ghz Access Point vorhanden ist, für den könnte diese Funktion durchaus interessant sein...

Auch hier ist wie immer keine Unterstützung, Garantie oder voller Funktionsumfang via Provisionierung seitens Swisscom zu erwarten.

How-to

Wer einen Centro Grande Motorola hat und schon mal versuchte an der Wireless Übertragung etwas zu ändern, wird schon folgende Fehlermeldung erhalten haben: "Der WLAN n-Standard erlaubt keine Sicherheitseinstellungen mit WEP/WPA1" 
Es ist also nahe liegend diese Flausen zu vertreiben ;)

Via Telnet oder SSH zB. mittels Putty greift man auf den Router zu.
Die IP ist standardmässig die 192.168.1.1
Der Benutzername und das Passwort ist das gleiche wie bei einem Zugriff mit dem Browser. Wer die Daten nicht kennt, kann diese im Kundencenter unter Router-Administration nachsehen.

Nach erfolgreichem Login gelangt man mit folgenden Befehlen zur Wireless Konfiguration:

conf [ENTER]
physical wireless [ENTER]


Weiter geht es mit dem Befehl:

set [ENTER]

In der Shell werden nachfolgend nun alle möglichen Wireless Einstellungen abgefragt.
Mit der Betätigung von  [ENTER] wird die Standardeinstellung, bzw. die letzte Einstellung übernommen.
Änderungen der Parameter schreibt man ein und bestätigt diese ebenfalls mit [ENTER].
Um den Router künftig via Browser auf 5Ghz oder N only zu stellen, ist vor allem der Punkt wpa-version zu ändern!
Wer will, kann natürlich alle Einstellungen direkt via Terminal tätigen. 
Hier halten wir es aber simpel und klicken [ENTER...] uns einfach bis zum Punkt
wpa-version durch.

Diesen stellt man von both auf Version 2 um, indem man dort einfach 2[ENTER] eingibt.

Nun kann man sich bis ans Ende der Wireless Konfiguration durchklicken und mit einem beherzten

save

die Konfiguration speichern.



Das wars auch schon. Ab sofort kann man auch via Browser den Router im 5Ghz Band oder N only Modus laufen lassen.




Gutes Gelingen und viel Spass dabei!

Samstag, 1. Dezember 2012

WLAN Optimierung mit Swisscom

Wlan Optimierung mit dem Swisscom Tool


Einführung

Der Wireless Empfang ist wieder mal schlecht...
Die WLAN-Geräte können sich nicht oder nur mühsam zum Wireless-Router verbinden...
Die Datenübertragung ist sogar für Wireless Verhältnisse wieder mal unterirdisch langsam...
Was ist nur los?

Man könnte sich jetzt natürlich einen neuen Wirless-Router oder Access Point besorgen.
Statt zu verzweifeln und Gott oder den Gerätehersteller zu verfluchen, genügt oft eine simple Wireless Optimierung durch eine bessere Kanalwahl um zu befriedigenderen Ergebnissen zu kommen.
Dazu gibt es tausende Forenbeiträge und Anleitungen. An dieser Stelle möchte ich daher keine weitere geben.Verweise hier aber gerne auf eine der für mich besten Erklärungen, geschrieben von Kollege AVoIP. Diesen Beitrag zu lesen lohnt sich.

In diesem Blog Post geht es aber um den

WLAN Optimizer von Swisscom


Swisscom hat ein Selfcare Tool entwickelt um jedem Laien bei Wireless Problemen zumindest mal eine Hilfe bei der richtigen Kanalwahl gibt. Da es sich um ein Selfcare Tool handelt, braucht es eigentlich keine grossen Erklärungen. Da dieses Tool aber nicht nur Swisscom Kunden zur Verfügung steht und somit eine schlanke Alternative zu inSIDDer ist, möchte ich doch ein zwei Worte darüber verlieren.
Das Swisscom WLAN Tool findet man über diese Seite:
Der Optimizer steht sowohl in einer Version für Windows wie auch für Mac zum Download bereit!

How it works

Das Tool braucht keine eigentliche Installation und startet somit gleich.
Der Login ist nur optional. Somit steht der Optimizer auch nicht Swisscom Kunden offen zur Verfügung um unabhängige Analysen zu starten.
Swisscom Kunden haben aber den Vorteil, dass ihr Router bei einem Login später gleich auch noch automatisch konfiguriert werden kann! Dazu braucht man nur einen Wireless Router der Motorola/Netopia oder Centro Serie, welcher via CWMP automatisch provisioniert wird.

Ob Login oder nicht, kann man nun die erste Analyse starten. Nach dieser, hat man auch die Möglichkeit mehrere andere Standorte auszumessen.
Diese fliesen somit ebenfalls in das Ergebnis ein. Wie man vielleicht weiss, sind die konkurrierenden Wireless Netze auch nicht nur an einem Ort gebündelt ;) Somit macht es auch Sinn, die Messung nicht nur im Büro neben dem Router zu machen, sondern gerade dort wo man auch arbeitet oder surft. Also auch im Wohnzimmer  Küche usw.



Nach Anschluss der Messungen berechnet der Optimizer nun den besten Kanal. Dabei geht er folgendermassen vor:


Bevorzugt werden bei gleich guten Kanälen der Kanal 6, dann 1 bzw. 9. ansonsten der niedrigste Kanal.

Zur Bewertung werden zwei Kritieren herangezogen (das ist auch in der Detailansicht ersichtlich):
 - Signalstärke der einzelnen Netzwerke pro Kanal
 - Anzahl der Netzwerke pro Kanal
Diese zwei Kurven werden kumuliert zur Ermittlung des besten Kanals herangezogen.

Mit ansteigender Zahl der Netzwerke, verschiebt sich die Gewichtung so, dass die Anzahl der Netzwerke pro Kanal stärker ins Gewicht fällt.


Die Analyse kann man sich in der Detailansicht mittels Grafiken angezeigen lassen. Hier wird der Optimizer zu einer Alternaitive zum bekannten inSIDDER. Anhand dieser Grafiken kann man dem Ratschlag des Optimizers nun folgen ...oder auch nicht.
Klar das solche Tools nur statistische Werte der Interferenzen ermitteln können. Es ist ja nicht unbedingt gesagt, dass ein starkes konkurrierendes WLAN mehr stört als ein mittel starkes. Hier wäre noch von Relevanz wie stark dieses Netzwerk auch wirklich belastet ist (zb. traffic)! Aber für den Heimgebrauch fährt man mit solchen Tools idR. trotzdem sehr gut.


 Das man sich bei diesem Tool Gedanken gemacht hat, merkt man auch bei folgendem Hinweis!
Ermittelt der Optimizer einen Kanal von 12 oder 13, weist dieser darauf hin, dass man mit Nordamerikanischen Geräten seine Probleme haben kann :)

Hinweis:
In einer ersten Version hat der Optimizer noch seine Mühe mit Multi SSID's. Er erkennt diese als konkurrierende WLAN's und optimiert daher nicht zielführend. In solchen Fällen legt man besser selber Hand an!








Hat man, wie bereits erwähnt, einen Swisscom Router im Einsatz, so kann man sich nun den ermittelten Kanal automatisch auf den Router konfigurieren lassen.








Ziel solcher Selfcare Tools ist es natürlich auch die Support Zeit und Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren. Swisscom hat noch andere solche Tools, zB. den Quick Helper.
Hier empfehle ich fortgeschrittenen Usern beim Abschluss des Optimizers aufzupassen. Er möchte dieses Add installieren! Wer von diesem Tool nicht genervt werden will entfernt also besser diesen Haken :)











Mit dem WLAN Optimizer hat die Swisscom ein wirklich gutes Tool erschaffen welches so manchem helfen wird.

Nutzt es und habt Spass!


Samstag, 30. Juni 2012

WLAN Heatmapper

Intro

Bei dieser Hitze ist es dieser Tage nicht gerade motivierend einen Blog Post zu schreiben. Auch meine Workstation tut mir da keinen Dienst. Die CPU bleibt zwar auch bei dieser Hitze relativ kühl, die Wasserkühlung verrichtet da ihre Dienste einwandfrei. Die Abwärme im Büro ist aber durchaus zu spüren (was für eine Untertreibung :) )
So hab ich mich meinen Laptop geschnappt und mal eine Heatmap (Hitzekarte) der Wohnung zu machen.
Ich messe hier aber nicht die Temperaturen sondern die Feldstärke meines WLAN.

Wozu eine Heatmap?

Von WLAN Problemen, darunter hauptsächlich vom Empfang, liest man in den Internet-Foren immer wieder. Bei der heutigen Verschmutzung im 2,4GHz Bereich kein Wunder. Oft genügt das simple Wechseln auf einen Kanal, welcher nicht so beansprucht ist oder das Ausweichen auf das 5Ghz Band. Dazu muss die Hardware aber zuerst mal im Stande sein. Auch heute noch lange nicht immer der Fall.
Nun das sind andere Geschichten. Auf diese möchte ich in diesem Blog Post gar nicht eingehen. Hier geht es darum wie man eine Heatmap des WLAN einfach erstellen kann und so die Auswirkungen auf den Empfang von unterschiedlicher Hardware, Position und Kanälen optisch darzustellen.
Für jemanden der sich ein wenig für WLAN's interessiert und eine coole Karte der Wohnung haben will oder diese sogar gewerblich nutzen möchte sicher eine kurzweilige Sache. Bilder sagen da mehr als tausend Worte!

Eine Heatmap dient der optischen Darstellungen verschiedener Bereiche (Temperaturen, (Feld)Stärken) auf einer Karte. Sicher hat schon jeder mal eine Temperaturkarte oder ein Bild einer Wärmebildkamera gesehen. Diese Darstellung bietet sich natürlich auch an um die WLAN Feldstärke anzuzeigen. Zwar ist die WLAN Feldstärke nicht gleich Übertragungsgeschwindigkeit. Sie ist aber sicher mal der erste Faktor um überhaupt auf eine anständige Geschwindigkeit zu erreichen. Schlechtes Signal, kein Speed!

Welche Tools?


Im Internet finden sich diverse Tools die man zu diesem Zweck verwenden kann. Mitunter am bekanntesten ist HeatMapper von ekahau. Ekahau bietet nach einer Registrierung einen gratis Download der Basissoftware welche unter Windows ab Version XP läuft. Mit dem Tool ist es möglich auf einer Karte (oder blankem Rasterfeld) mittels Maus oder sogar GPS umherzuwandern. Negativ finde ich aber die optische Darstellung wenn viele WLAN's in der Umgebung sind. Hier knallt dieses Tool die Access Points einfach unmotiviert auf die Karte.
Für Mac bietet sich zB. NetSpot an. Zu diesem Tool kann ich mangels apple Geräten nichts sagen. Muss ich auch nicht, ich verweise hier gerne auf diesen Blog.
In diesem Blog Post behandle ich aber mein Lieblingstool, den WLAN-Heatmapper von T. Stähli

IFS WLAN-Heatmapper


Der WLAN-Heatmapper von Tobias Stähli entstand als Abschlussarbeit seiner Informatik Lehre und steht bei der IFS zum freien Download bereit.
Dieses Tool zeichnet sich vor allem durch die einfache Art der Anwendung aus. Voraussetzung ist Java Laufzeitumgebung eine Windows Maschine und ein Plan der Umgebung im jpg oder png Format.  Auf der Seite des IFS findet sich bereits eine Dokumentation dieses Swiss Made Tools.




Also Laptop ausgepackt und ran an die Sache. Sofern man die Voraussetzungen erfüllt, startet das Programm mit einem Doppelklick. Im Gegensatz zum HeatMapper von ekahau ist bei diesem Programm zwingend ein Plan nötig. Mancher wird irgendwo einen Grundrissplan seiner Wohnung oder des Hauses rumliegen haben. Im schlimmsten Fall ist halt zeichnerisches Geschick angesagt. Zur Probe reichen da auch ein paar Striche in Paint. Ich habe zum Glück bereits einen Plan :)
Wie gesagt, ohne Plan geht nichts. Das Programm verlangt als erstes nach einer Gebäudekarte:


Da nun die Karte geladen ist, muss man im nächsten Schritt den Access Point auf der Karte positionieren.
Dazu klickt man zuerst im Plan auf den physischen Standort des Access Points und wählt aus dem Popup Fenster den zu messenden Zugangspunkt aus.


Nun ist man für die erste Messung ready. Dazu genügt ein Klick auf Messung starten. Nach einer Gedenksekunde ist die Messung gemacht und das Programm verlang die Positionierung des Messpunktes auf der Karte.



Damit die Heatmap möglichst exakt wird, werden ca. 5 unterschiedliche Messpunkte pro Raum und ein Raster von 3mal3 Metern empfohlen. Dazu spaziert man zum nächsten Messpunkt und klickt einfach auf weitere Messung. 




Hat man genügend Messpunkte erfasst, ist es an der Zeit die Heatmap zu erstellen. Also ein Klick auf Heatmap anzeigen. Das Tool erlaubt das Speichern der Heatmap sowohl im jpg (default) wie auch dem png Format (weniger Verluste, grösserer Speicherbedarf). Möchte man die Datei im png Format speichern, muss man im Speichern Dialog dem Dateinamen diese Endung mitgeben : Beispiel.png




In diesem Fall zeigt die Heatmap links die Feldstärke eines optimierten Access Points an und rechts das Beispiel eines weniger optimierten Access Points. Über mehrere Stockwerke und grösseren Arealen lassen sich sicher interessantere Ergebnisse erzielen. Ich hoffe es reicht euch als Motivation oder Idee auch mal so eine Karte zu erstellen.

Nun ist es aber wirklich Zeit für den Pool!!!
Tschüss :)