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Samstag, 7. November 2015

Swisscom TV 2.0 aktuelle Demo

Swisscom TV 2.0 aktuelle Demo

Swisscom TV 2.0
Bildquelle Swisscom/Bluewin.ch

Über folgenden Link habt ihr Zugriff auf eine aktuelle Online Demo von Swisscom TV 2.0 mit den neuen Content Bändern.

Die Demo gibt es ein einer Flash, HTML5 und  APP Version für iOS und Android.


Dienstag, 30. Juli 2013

Swisscom Multicast im LAN

IP-Multicast

Wer Swisscom TV hat, stellt sich vielleicht die Frage welchen Switch man im LAN verwenden kann, damit das Fernsehen weiterhin ein Vergnügen bleibt. Wer sich diese Frage nicht stellt, der ist unter Umständen hier gelandet, weil das WLAN nicht funktioniert so lange man Swisscom TV schaut. Ziemlich sicher bist du über den Begriff Multicast oder IGMP Snooping gestossen...
Wie auch immer. Die Lösung oder Antwort ist relativ simpel. Hier versuche ich mit möglichst einfachen Worten, Multicast und IGMP im Bezug auf Swisscom TV zu erklären, damit jedermann mit einfachen Mitteln wieder Herr der Dinge wird.

"Kurzeinführung"

Es gibt verschiedene Methoden IP Daten zu übertragen. Die gängigste Methode nennt sich Unicast. Hier werden die Daten gezielt von Punkt A nach Punkt B gesendet und umgekehrt. Man könnte im übertragenem Sinne von einer Punkt zu Punkt Verbindung sprechen (auch wenn es im Internet über verschiedene Stationen geht). Im Allgemeinen ebenfalls bekannt ist die Broadcast Übertragung. Sicher kennt jeder das simultane Blinken aller Ports an einem Switch, wenn ein Gerät auf der Suche nach einem anderen oder nach gewissen Services ist. Beim Broadcast wird eine Nachricht an alle gesendet, zB. bei einem DHCP Request über IPv4. Da der DHCP Server noch nicht bekannt ist, wird in diesem Fall mal quasi in die Runde gerufen ob sich bitte ein solcher Server melden könnte.
Multicast ist ebenfalls eine Methode der Datenübertragung. Im Gegensatz zum Broadcast wo die Daten an alle gesendet wird und somit auch Ziele erreicht, welche eigentlich gar nicht daran interessiert sind, schränkt sich Multicast auf Empfänger bzw. Empfängergruppen ein welche explizit solchen Multicast Gruppen beitreten wollen oder beigetreten sind. Multicast ist also das Broadcast für interessierte Empfänger und schont somit das Netzwerk vor unnötigem Traffic.

Wie bei Broadcast muss der Sender seine Daten nur einmalig versenden. Die Vervielfältigung der Datenpakete auf einzelne Empfangsziele zB. IPTV Streams auf STB'en, findet dann jeweils nur bei den Routern und Switches statt. Würde man hier Unicast verwenden, so müsste für jede STB welche einen identischen Stream anschaut, nehmen wir mal die Tagesschau um halb acht an, eine separate Verbindung vom Server zur STB gemacht werden. Somit wäre IPTV in hoher Qualität und einer grossen Anzahl an Kunden gar nie möglich gewesen. Die Backbone sowie Server Infrastruktur wäre masselos überfordert. Die Kapazitäten auf dem Netz und die Fähigkeiten der Server und Software werden aber immer besser. So das ein grosser Teil der IPTV Streams nun nach und nach eigentlich in Unicast gesendet werden können. Somit ermöglichen sich auch ganz neue Services wie Replay TV. Was früher nur bei VoD der Fall war, ist bei Replay TV gar nicht anders zu lösen. Hier müssen die Streams in Unicast gesendet werden, da es praktisch unmöglich ist, dass 2 oder mehr Empfänger die genau gleiche Sendung mit dem genau gleichen Timestamp gleichzeitig anschauen, was die Anwendung von Multicast verunmöglicht. In einer Zukunft in der die STB'en  keine Harddisk mehr haben "könnten" und sämtliche Streams von der Cloud geliefert werden "würden", wird die Anzahl an Unicast Streams noch mehr zunehmen. Jeder Pausendruck, jede Aufnahme wird sofort als Unicast gesendet werden!
Nichts desto trotz bleibt Multicast ein wichtiges IPTV Mittel, um Bandbreite bei linearen TV Inhalten zu schonen.

Zur Steuerung und Organisation der der Multicast Gruppen wird das Netzwerkprotokoll IGMP verwendet. Im LAN melden die einzelnen Clients ihr Interesse an Multicast-Gruppen am sogenannten IGMP Proxy an oder wieder ab, sofern sie die Gruppe wieder verlassen möchten. Die Daten selber werden über die übliche Transportschicht abgewickelt. Im Falle von IPTV Streams zumeist als verschlüsselte UDP Pakete. Zumeist, weil ein Halunke wie Tux die unverschlüsselten Multicast Quellen nennen könnte, was er aber mit Garantie nicht macht :p so lange die Funktion noch gegeben ist. Danach könnte ich natürlich einen Nachtrags-Post schreiben... sofern es diese unverschlüsselten Streams auf dem BBCS Netz auch tatsächlich gibt :)

Damit Multicast vom Anfang bis zum Ende funktioniert, muss die ganze Kette IGMP fähig sein, also auch die Switches im LAN an welchen Swisscom TV Boxen hängen!

Komm zur Sache, wie ist das mit dem WLAN?

Jetzt könnte man natürlich fragen, was ich hier eigentlich labere? "Ich verwende seit Jahren einen Fr. 30.- Switch und habe keinerlei Probleme!"
Korrekt. Dies ist absolut möglich. Jeder Switch welcher Multicast nicht handeln kann, wandelt die Pakete in Broadcast um. Somit wird im Falle von Swisscom TV das ganze Netz mit IPTV Traffic "geflutet". Dies muss abgesehen von hässlichem Netzwerken und einem wie verrückt blinkendem Switch keinen grossen Einfluss haben. Hat man aber an solch einem gefluteten Switch einen Access Point in Betrieb, so kann der Traffic auch über dessen WLAN weiter verbreitet werden. Die im WLAN bereits schon knappe Bandbreite wird nun durch den eigentlich unangeforderten IPTV Traffic zugemüllt. Effekt ist, dass Wireless Clients keine oder nur eine stark eingeschränkte Bandbreite für den restlichen Traffic haben.

Die Lösung

Die Lösung ist einfach, verwende einen Switch welcher das IGMP Snooping korrekt handelt :)
Schaut man die Changelogs der Hersteller an und beobachtet die Probleme auf dem Markt, so scheint dies aber gar nicht so einfach zu sein. IGMP verwenden mittlerweile unzählige Anwendungen, die Hersteller scheinen so ihre liebe Mühe damit zu haben.
Im Falle von Swisscom TV ist die Lösung aber wirklich einfach. Mit ein klein wenig Stolz präsentiere ich die Netzwerk Verteiler Box von Swisscom, bekannt auch mit dem original Namen Netgear GS105E. Stolz bin ich ein wenig, weil Verantwortliche bei der Swisscom, nach diesem kleinen Thread in der Supportcommunity Kontakt zu mir aufnahmen und dieses Gerät tatsächlich ins Sortiment nahmen. Vermutlich hätten sie es früher oder später auch ohne diesen Thread gemacht. Ich gebe mir trotzdem den selbsternannten Titel " Godfather of the Network Distribution Box". Etwas Positives in der Zuckerbrot und Peitschen Beziehung welche ich mit der Swisscom pflege ;)

Mit dem Netgear GS105E war es erstmals möglich den IPTV Stream kostengünstig und mit Gigabit Speed zu handeln. Hast du dein LAN im Griff, ermöglicht dies in direkter Folge auch den Einsatz eigener Firewalls und Router mit einem IGMP Proxy wie ipfire, wrt oder pfsense um Swisscom TV sauber durchzuschleusen.

Die Konfiguration

Wer den Netgear GS105E via Swisscom Shop bestellt, bekommt schon seit längerer Zeit einen richtig vorkonfigurierten Switch. Bezieht man den Switch von einer anderen Quelle oder hat noch eine ältere Version muss diesen zunächst noch konfigurieren.
Dies geschieht bei der Netgear Prosafe Plus E Serie mit dem eigentlich unsäglichen Tool "Prosafe Plus Configuration Utility" . Dieses Tool und die jeweils aktuellste Firmware findet man auf dieser Seite.
Es empfiehlt sich hier die neueste Version zu verwenden.
Die eigentliche Konfiguration ist einfach und schnell gemacht. Unter System, Multicast, IGMP Snooping aktiviert man das IGMP Snooping. Deaktiviert das validieren des IGMPv3 Headers und das blockieren unbekannter Multicast Quellen, damit sich bei Multiroom Betrieb die Boxen mittels SSDP finden können.


Wer einen grösseren Switch als die 5 Port Variante braucht, kann sich mit derselben Konfiguration bei den Netgear Modellen 8-Port  GS108Ev2 und 16-Port GS116E bedienen.

Möchte man einen echten Smart Switch für relativ wenig Budget benutzen, kann man den Netgear GS108Tv2 oder GS716T verwenden.
Bei diesen Switches muss man zusätzlich zu den Prosafe Plus Versionen die Interfaces fürs IGMP Snooping aktivieren und da man die Möglichkeit schon hat, gleich noch das QoS auf DSCP stellen.





Als ebenfalls tauglich, sind die Switches der HP Pro Curve Serie 1910 und der SF/SG-300 Serie von Cisco Small Business, bekannt. 
Equipment welches ebenfalls IGMP Snooping für Swisscom TV macht, sind die Swisscom WLAN Magicbox und das Wireless Verbindungskit.
Weitere Ideen und Erfahrungen findet man in den Kommentaren des Schirmer-Blogs: http://www.schirmer-online.de/t-home/igmp-v3-switches/

Um mit Swisscom TV ein funktionierendes Netzwerk mit Switches zu haben, muss man wie im Falle der Netgear Prosafe Plus Serie nicht viel Geld ausgeben. Obendrein können die Switches noch für VLAN Konfigurationen gebraucht werden und besitzen die Funktion der Port Spiegelung für Monitoring Zwecken.

Für weitere Fragen bezüglich diesen Switches oder IGMP im Allgemeinen empfehle ich die Swisscom Support Community.

In dem Sinne: "Keep on switching"

Samstag, 5. Januar 2013

Access- und Serviceprofil bei Swisscom Broadband Connectivity Services

Access- und Serviceprofil verstehen

Immer wieder tauchen Fragen, bezüglich der Internetgeschwindigkeit, wie viele TV-Streams man schauen kann und ob HD möglich ist, auf.
Um diese Fragen beantworten zu können, muss man verstehen wie das Netz der Swisscom geregelt wird.
Die Grundregeln dazu sind nicht schwierig und es gibt Tools die eine Hilfestellung bieten. So kann man bereits im Vorfeld oder wenn die Leistung ungenügend ist, abklären wie viel man erwarten kann oder darf.

Serviceprofil 

Das Serviceprofil ist die Geschwindigkeit die man als Kunde bestellen kann und entspricht der maximalen Bandbreite die der Provider zum Surfen zur Verfügung stellt. Die Swisscom und Reseller bieten verschiedene Bandbreiten an. Trend der letzten Jahre ist es, diese in Bundleangebote zu packen und den Kunden so möglichst breit und einzig versorgen zu können. Das Serviceprofil kann man als Wasserschlauch betrachten. Dieser  Schlauch kann möglichst breit oder auch ein wenig dünner sein. Ob der breite Schlauch aber auch gefüllt werden kann, hängt vom Druck ab der die Swisscom erbringen kann. Hier spricht man von Best Effort.

Accessprofil

Das Accessprofil ist die höchstmögliche Bandbreite die an dem Standort auf dieser Leitung möglich ist. 
Dies wird zwischen dem DSL-Router beim Kunden und dem DSLAM dem Gegenstück der Swisscom in einer Messphase ausgehandelt. Die sogenannte Messphase dauert bis zu 2 Wochen. Daher ist es wichtig den DSL Router in dieser Zeit möglichst nicht auszuschalten oder Änderungen an der DSL Leitung vorzunehmen. In der Messphase wird die maximal mögliche Bandbreite anhand verschiedener physikalischen Faktoren ausgehandelt. Dabei kommt es nicht darauf an wie viel man bezahlt (Serviceprofil), sondern einzig auf das was die Leitung bringen kann. Kommt es später zu Störungen auf dem Anschluss kann der DSLAM diese Geschwindigkeit verringern, bis der DSL Router wieder synchronisiert! 
Das Accessprofil ist also der grösstmögliche Druck den Swisscom auf dieser Leitung bringen kann.

Das Zusammenspiel der Effektive Speed

Wer also einen dicken Schlauch hat (Serviceprofil) aber nur wenig Druck auf der Leitung (Accessprofil) wird nicht unbedingt glücklich sein. Der Effektive Speed begrenzt sich hier auf das Access Profil. Wird der Schlauch aber gefüllt, bekommt man auch die bezahlte Leistung. Der Schlauch ist aber prinzipiell so gebaut, dass zu viel Druck ihn nicht zum Bersten bringt ;)

Veranschaulichen tun dies folgende 2 Beispiele von BBCS:

Kunde A bestellt das Service Profil Max 5000/500. Er wohnt relativ weit weg von der Swisscom Zentrale. Das maximal mögliche Anschluss Profil auf dem DSLAM beträgt 3000/400 kbit/s. Somit kann auch die effektiv nutzbare Bandbreite nicht über diesem Wert von 3000/400 kbit/s liegen.


Kunde B bestellt das Service Profil Max 5000/500. Er wohnt nahe bei der Swisscom Zentrale. Das maximal mögliche Anschluss Profil auf dem DSLAM beträgt 30000/10000 kbit/s. Somit entspricht die effektiv nutzbare Bandbreite genau dem bestellten Max 5000/500.

Mein Accessprofil?

Das eigene Accessprofil lässt sich einfach ausfindig machen. Die Swisscom DSL Router werden per Default mit der privaten IP 192.168.1.1 geliefert. Via Webbrowser kann man auf http://192.168.1.1 zugreifen und die Werte unter Geschwindigkeit ablesen. Die Zugangsdaten zum Webinterface des Routers findet man im Kundencenter.
In diesem Beispiel beträgt das Accessprofil 33'000 Kbps Downstream und 10'000 Kbps Upstream.
Die Zahlen die der Router anzeigt sind sogenannte Bruttowerte. Die Werte die man in Angaben der Accessprofile sieht, sind aber Nettowerte. So ist ein Bruttowert 24'500 kbps im Downstream kein 25'000 Kbps, sondern ein 22'000 Nettowert! Vom Wert im Router sind also rund 10% abzuziehen um auf den Nettowert zu kommen. Diese Unterscheidung ist wichtig!

Sämtliche Profile sollen laut Swisscom bis Ende 2013 auf die flex flex Profile migriert worden sein. Vorteil der flex Profile ist, dass sich hier der Access selbständig herunterdrosselt, falls sich die Leitung verschlechtert und es somit keinen Ausfall der Internetleitung gibt (Syncverlust). Erholt sich die Leitung wird wieder rauf geschraubt (self-healing) Ebenfalls sichtbar sind die Profile welche durch Vectoring mal ermöglicht werden.

Was wäre möglich?

Trotz oder gerade wegen der Messphase unterscheidet sich das Accessprofil manchmal aber von dem, was eigentlich auf dieser Leitung theoretisch möglich wäre.
Die Swisscom bietet einen Produkteassistenten an, welcher die maximale Bandbreite und HD Tauglichkeit angibt. Dieser Assistent ist diesbezüglich aber weniger genau.
 Mehr erfährt man, indem man den BBCS Checker verwendet:


Dabei ist die Eingabe einer Rufnummer vorzuziehen. Wer einen Umzug plant, sollte die Rufnummer eines direkten Nachbarns eingeben. Nach der Eingabe der Telefonnummer erfährt man die theoretisch maximale Bandbreite unter Erweiterte Prüfung, ihre technische Bandbreite.

Leistung ungenügend was nun?

Möglich das man nun festgestellt hat, dass der theoretisch mögliche Access-Speed wesentlich höher ist als im Router angegeben. Dies kann natürlich direkten Einfluss auf die Services haben die möglich wären. Gerade bei Swisscom TV ist es wichtig, ein möglichst hohes Accessprofil zu erreichen. Mehr dazu aber später...
Das Access Profil wird wie bereits erwähnt zwischen DSL-Router und DSLAM ausgehandelt. Dabei kommt es auf die Leitungsqualität an. Stichworte dazu sind die Leitungslänge, Leitungsquerschnitt, Verdrillung, Störer, Klemmen, Bridge Tabs usw. Mit dem Ausbau der DSLAM's sind Installationen mit den Filtern wie sie bei jedem Router der Swisscom beiliegen oftmals absolut ausreichend. Trotzdem kann es in Grenzfällen Sinn machen, eine sogenannte BBR (Broadband Ready) Installation durch die Swisscom ausführen zu lassen. Anhand des BBCS Checkers und den Werten im Router, lässt sich abschätzen ob dies eine Verbesserung bringen würde. Man kann dies mit der Swisscom Hotline besprechen und allenfalls eine Installation durch deren Techniker ausführen lassen. Diese ist mit Fr. 195.- vergleichsweise günstig!

Detaillierter noch in diesem PDF beschrieben:

Messung des Effektiven Speeds

Denn Effektiven Speed misst man am besten mit dem Tool von CNLAB. Dabei ist zu achten, dass kein anderer Verkehr die Leitung belastet. Zudem muss die Verbindung zum Router im Optimalfall über ein Ethernet Kabel erfolgen. Die Messung über ein schlechtes WLAN kann bereits Einfluss haben. Ins besonderem sei hier auch der Swisscom TV Verkehr erwähnt, welcher die Messung beeinflussen kann.
Das Webtool von CNLAB findet sich hier: http://hsi.bluewin.ch/speedtest/
Die Messung findet innerhalb des AS der Swisscom statt. Es wird also nur der Speed innerhalb des Swisscom Netzes gemessen. Dies ist auch ein wichtiger Faktor, aber man misst so nicht die Geschwindigkeit zu externen Servern! Dies sollte man sich im Hinterkopf behalten. 

Insider: Zur Kontrolle ihres Netzwerkes setzt die Swisscom uA. eine gewisse Anzahl von fit-PC's ein, welche bei Mitarbeitern zu Hause stehen. Diese sogenannten Probes machen sporadische Messungen auf die CNLAB Messstation und einigen Referenzservern innerhalb sowie ausserhalb des Swisscom AS. Mit diesem System sollen frühzeitig Störungen erkannt werden. Ein Thema ist die Integration solcher Probes in die Software der nächsten Centro CPE Generation.


Datendurchsatz bei FTTH (Fiber)


Bei einem FTTH (Fiber) Anschluss ist zudem folgendes zu beachten. Über Glasfaser sind Geschwindigkeiten bis zu 100Mbps und ab dem 11.11.2013 mit einer entsprechenden Hardware (Internet Box (Centro Stargate) und einem entsprechendem Abo (Vivo Casa 5 Stern plus Fr. 100.- für Giga Upgrade) sogar theoretische 1Gbps im Download möglich. Allerdings ist hier für die tatsächlichen (Netto) Geschwindigkeit die entsprechende Durchsatzrate des Ethernet Protokolls zu beachten. Da man hier an die maximale Geschwindigkeit geht, sind rund 10% vom Maximum abzuziehen. Es werden also im Download höchstens Geschwindigkeiten von 94Mbps bzw. 940Mbps erreicht! Der Upload oder Download bei Speedoptionen welche nicht ans Maximum der Interfaces gehen (300/30Mbps) sind davon nicht betroffen, da man hier durch das Access Profil die Brutto/Netto Reserve noch inne hat.


Also Kinder, nicht jammern, verstehen :D


http://de.wikipedia.org/wiki/Datendurchsatz Tux0ne Hint


Weiterhin trägt bei solchen Geschwindigkeiten natürlich die entsprechende Kapazität des Netzwerkes im LAN sowie und ins besonderem im WAN und die Kapazität der Gegenstelle (Server) entscheidend zum tatsächlichen Downloadspeed bei.

Swisscom TV Mediaroom

Beim normalen Internet Traffic ist die ganze Geschichte einfach zu verstehen. Man hat das Service- und das Accessprofil. Die gegenseitige Beeinflussung habe ich bereits erklärt. Bei Swisscom TV sieht die ganze Geschichte aber ein wenig anders aus:
Das Serviceprofil begrenzt nur die Bandbreite des normalen Internet Traffics! Die Swisscom TV Streams können aber auch von einer höheren Bandbreite des Accessprofils profitieren. Daraus resultiert das Streamingpofil. So kann, sofern das Accessprofil genügend hoch ist, bereits mit einem DSL Start (Serviceprofil 2000/200 Kbps)  Swisscom TV in HD Qualität angeschaut werden. Andererseits könnte man ein Vivo Casa 5 Stern abonnieren und kein HD schauen, nur weil das Accessprofil zu niedrig ist.



Folgende Eckdaten sollte man wissen. Stand 12.08.2013:

Bandbreite eines Swisscom TV SD Streams ~3'500 Kbps
Bandbreite eines Swisscom TV HD Streams ~8'000 Kbps
min. Access Profil für 2 SD Streams 8'000/1'000 Kbps
min. Access Profil für 1 HD / 1 SD Stream 15'000/1'000 Kbps
min. Access Profil für 2 HD Streams 18'000/1'000 Kbps
min. Access Profil für 2 HD / 1 SD Stream 25'000/5'000 Kbps
min. Access Profil für 3 HD Streams 30'000/7'000 Kbps
Nehmen wir an man hat nun ein Access Profil von 33'000/10'000 Kbps und ein Swisscom Infinity Abo mit einen Service Speed von 20'000/2'000 Kbps. Würde man nun 2 Swisscom TV HD Streams und einen SD Stream schauen , so hat man als Effektiven Speed nun nur noch ~17'500 Kbps zur Verfügung.


36‘000kbps (Achtung Bruttowert) –8'000kbps – 8'000kbps – 3‘500kbps = 16‘500 kbps



 Zugegeben, dieser Fall ist nicht weiter tragisch. Aber je höher das Accessprofil ist, desto besser kann man die Swisscom TV Services benutzen und umso weniger ist der Einfluss auf die sonstige Bandbreite. Das aufgeschaltete Streamprofil ist in der STB unter Menü, Einstellungen; Allgemein, Technische Informationen, Speicherinfomationen ersichtlich.
Dabei unterscheidet man zwischen dem WAN Profil (Streamingprofil) und dem was die Box verarbeiten kann (Ingress).


Ohne Anwendung keinen Nutzen. So ist es auch hier. Hilft ein hohes Access Profil das Swisscom TV Vergnügen zu steigern, so sind hohe Downloadraten für den sonstigen Webtraffic zwar sicher nicht Leid, dienen aber primär vor allem der Bauernfängerei...

Swisscom TV 2.0



Bei Swisscom TV 2.0 werden Aufnahmen in der Cloud getätigt und werden nicht mehr auf der lokalen Festplatte, welche nicht mehr existiert gestreamt. Dies bedeutet das man unabhängig von der zur Verfügung stehenden Bandbreite eine unbegrenzte Anzahl an gleichzeitigen Aufnahmen tätigen kann.


Andererseits werden nun auch die Aufnahmen ab der Cloud gestreamt. Daher variiert die Anzahl an HD- respektive SD-Streams, die zur selben Zeit auf unterschiedlichen TV-Boxen konsumiert werden können.

Für UHD wird ein minimaler Access-Speed von 40Mbit/s vorausgesetzt!






Bandbreite 1 SD-Stream 4'000 Kbit/s
Bandbreite 1 HD-Stream 9'000 Kbit/s
Bandbreite 1 UHD-Stream 25'000 Kbit/s

Access Bandbreite Stand TV Client 1.7.3 "Sprint 21" Release 06.06.2014:
8'000 Kbit/s 0 HD, 2 SD
10'000 Kbit/s 1 HD oder 1 SD
12'000 Kbit/s 1 HD oder 1 SD
15'000 Kbit/s 1 HD oder 2 SD / 1 HD und 1 SD
18'000 Kbit/s 2 HD oder 2 SD / 1 HD und 1 SD
20'000 Kbit/s 2 HD oder 2 SD / 1 HD und 1 SD
22'000 Kbit/s 2HD oder 3 SD / 2 HD und 1 SD / 1 HD und 2 SD
25'000 Kbit/s 2 HD oder 3 SD / 2 HD und 1 SD / 1 HD und 2 SD
ab 30'000 Kbit/s 3 HD oder 3 SD / keine Einschränkung
ab 40'000 Kbit/s Freischaltung UHD


Spezialanwendungen

Neben Swisscom TV gibt es noch eine andere Spezialanwendung welche die Grenzen des Serviceprofils sprengt. Als einzig mir bekannte Applikation ist der Upload von Swisscom Online Backup nicht durch das Service Profil begrenzt. Bis auf weiteres wurde die Online Backup Lösung für Neukunden zwar sistiert. Zeigt aber als Beispiel auf, was Swisscom mit ihren Services in ihrem eigenen AS machen kann.
Denkbar ist die Erweiterung solcher Services auch für Swisscom als CDN Anbieter. Netzneutralität ade...



Montag, 14. Mai 2012

Energieverwaltung für Swisscom TV

Energieverwaltung

Swisscom hat auf den neueren SCTV Boxen der Marke Tatung eine Funktion zur Energieeinsparung eingeführt!



Die aktuellste Version der Energieverwaltung wurde am 29.11.2012 aufgeschaltet. Beachtet bitte daher auch die Update Infos in diesem Post.

Release 1

Via Menü Allgemein > Energieverwaltung ist es nun möglich die Box in einen so genannten Deep Standby zu versetzen. Hier lässt sich aktivieren ob man beim Ausschalten der Box ab sofort nach den Optionen, Standby oder Herunterfahren gefragt werden möchte.
Beim Herunterfahren wird die Box zwecks minimalem Stromverbrauch in einen Deep Standby versetzt.
Man spricht dabei von 1W 0.6W.
Aktiv bleiben wenige wichtige Sachen wie zB. der IR Empfänger. Diesen braucht man um die STB wieder komfortabel mittels Fernbedienung zu starten.
Eine andere Möglichkeit die STB in den Deep Standby zu versetzen besteht schon etwas länger. Man muss dazu denn Ausschaltknopf der Fernbedienung länger gedrückt halten. Mit der Menüvariante allerdings bekommt man noch eine Erinnerung. Eine die zb. auch bei den HD Sendern des SF nötig wäre. Eigentlich vergesse ich jedes Mal, dass man diese auf der 2ten Audiospur auch in Surround hören könnte ... :)






Leider sind im heruntergefahrenem Zustand aber auch keine geplanten Aufnahmen mehr möglich. Für die Hauptbox mit Harddisk also kaum eine Option. Bei den Slaveboxen im Multiroom Verbund allerdings durchaus eine Option, zumal der Reboot bei den neuen Boxen sehr schnell abläuft.
Es bleibt abzuwarten ob es Swisscom irgendwann mal hinkriegt die Boxen Remote aus dem Deep Standby zu wecken. Eine Variante wäre sicher ein Wake on LAN. Mal schauen was kommt oder eben nicht. Selbst die eigenen Powerlan Eco Control Adapter welche sich via Remote ein- und ausschalten lassen, sind bisher nicht mit den geplanten Aufnahmen verknüpft! 

Schade. Strom sparen in aller Ehren, aber so?

Die Funktion steht nur auf den neueren Boxen zur Verfügung (bzw. funktioniert nur dort).
Ältere der Marke Cisco und Motorola bleiben aussen vor. Ihnen fehlt die Hardware um den IR Empfänger aktiv zu halten. Allerdings haben sie per se schon einen niedrigeren Standby :)

Stromverbrauch (Betrieb, active Standby):
Tatung (STB3210-DVR-A) 16.5W 11.5W
Cisco KMM 3010-SC-B 18.7W 9.6W 
Cisco KMM 3010-SC-A 18W 8W

Motorola VIP1200E 10.3W 6.8W
Tatung (STB3310-NDVR-A) 10.8W 8.9W



Update Info

Seit dem Kassensturzbeitrag vom 18 Sep. 2012 über den Standbyverbrauch der TV Digital-Boxen hat diese Page viele Clicks.
Daher möchte ich einen Zwischenbericht über die Energieverwaltung der Swisscom STB einschieben.
Einen vollständigen Bericht über den nächsten TV Client wird in einem eigenen Blogbeitrag zur gegebenen Zeit veröffentlicht (bei Release).

Wie ich im Beitrag oben genannt habe, sind Aufnahmen im Deep Standby nicht möglich!
Dies wird aber nicht so bleiben.
In einem nächsten TV Client Update ist geplant, dass Verhalten von Deep Standby zu ändern.
Bisher konnte man nur Standby oder Herunterfahren wählen. Es wird zusätzlich möglich sein das Herunterfahren nach einer Time Out Zeit festzulegen zB. nach 4h.
Die STB wird geplante Aufnahmen ausführen! Die Software wird vor Herunterfahren prüfen wann die nächste Aufnahme geplant ist und dementsprechend wieder rechtzeitig aufwachen indem sie einen Timer setzt. Wichtig! Zwischenzeitlich im Web programmierte Aufnahmen wird die Box trotzdem nicht ausführen können, solange sie heruntergefahren ist. Die Box ist von der Welt abgeschnitten, da sogar der Netzwerkanschluss deaktiviert ist. Sie kann die Informationen von zwischenzeitlich programmiertem gar nicht bekommen. Erst beim nächsten Aufwachen aktualisiert sie sich mit allen geplanten Aufnahmen. --> Die Aufnahme ist uU. aber im Web über TV Online verfügbar. Konvergenz lässt grüssen :D
Entschärfen könnte man dieses Problem indem die Swisscom zB. ein periodisches Aufwachen der STB programmiert. Meinen Informationen zur Folge ist dies aber noch nicht geplant. Dies wurde mit dem aktuellen Release auch so eingeführt. Allerdings ist diese automatische Aufwachzeit ersten Informationen zur Folge auf 35h festgelegt. Kurzfristige geplante Aufnahmen via Web werden also scheitern wenn der 35h Timer in der Zwischenzeit nicht abläuft oder dazwischen per Zufall eine bereits geplante Aufnahme die Box bereits vorher weckt.
Wer Swisscom TV mit mehreren Boxen betreibt (Multiroom) wird feststellen das die Slave Boxen keine Aufnahmen schauen können solange die Master Box schläft. Schade, die Slave Boxen können die Masterbox nicht automatisch wecken, da wie bereits gesagt, sogar der LAN Anschluss deaktiviert ist.
Logisch das es auch der Live Pausen Betrieb von nicht Replay Sendern scheitert, da diese Funktion die Masterbox übernommen hat.

Endgültig lösen wird man solche Probleme erst wenn die ganzen Plattformen auf NPVR ausgerichtet sind.
Somit kann man auf eine STB mit Harddisk verzichten. Mit steigender Intelligenz der TV Geräte und einer Einigung der Softwareplattform sogar auf die STB. Swisscom TV und ähnliches wird nur noch eine Software sein...

Update Info Release 2

Die Energiesparoption wurde nun in einer vorerst endgültigen Form freigegeben. Wer diese Funktion nutzen möchte, muss diese via Einstellungen > Allgemein> Energieverwaltung aktivieren.
Die Box hat nun die oben genannte automatische Aufweckfunktion für geplante Aufnahmen implementiert.
Zudem hat sich das Handling geändert.
Bei neu ausgeliefterten oder ausgetauschten Boxen ist der Enegriesparmodus automatisch aktiviert, was momentan einer Timeout Zeit von 2h entspricht.