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Sonntag, 7. Oktober 2012

Betriebsmodi Swisscom Motorola Router (ex Netopia)

In diesem Artikel erkläre ich die verschiedenen Betriebsmodi welche die Swisscom Router mit SOC OS 7.8.x bieten. Auch heute noch sind Router mit dieser Software-Generation bei Swisscom weit verbreitet.
So hat die Swisscom bei ISDN Privatanschlüssen bis heute keinen alternativen Router in ihrem Sortiment.
Korrektur "Centro ISDN".
Dabei handelt es sich um die Netopia / Motorola Router der 7000er Serie. Die folgenden Erklärungen bzw. Anleitungen können nicht direkt für die Centro Router Generation angewandt werden! Für diese Router habe ich hier einen eigenen Blog Post.
Die Softwaregeneration lässt sich zB. mit einer Telnet Sitzung auf den Swisscom Router herausfinden.


Windows User verwenden den Telnet Client von Windows (ab Vista via Softwareverwaltung nachinstallieren) oder einen alternativen Client wie Putty.
Weil viele fremde Gateways kein kompatibles VDSL Modem drin haben oder die IGMP Unterstützung für Swisscom TV fehlt, lohnt es sich über die Möglichkeiten die mit dem Swisscom CPE bestehen, informiert zu sein. Die einfachste Art wäre es einfach eine Fritzbox! 7390 hinzustellen. Langweilig, es gibt noch zig Alternativen!

Welchen Modus brauche ich?

Damit man am Schluss ein zufriedenstellendes Resultat erreicht, muss man sich im Vorfeld zuerst mal klar werden was man eigentlich will oder braucht.
Grundsätzlich gibt es 4 Hauptmodi welche ich hier erkläre:
  • Gateway Modus (Standard-Modus)
  • Statisches NAT
  • IP Weiterleitung Modus (IP Passthrough)
  • Bridge Mode
Es gibt auch noch andere Arten der Anwendung, zB den LAN-WAN Turnaround (Router Mode) oder den Betrieb als Access Point. Keine Frage das so was geht. Aber sorry, tut euch was gutes und bringt in diesem Fall das Gerät zu einer Entsorgungsstelle :)

Gateway Modus

Dies ist der normale Modus mit dem der Router geliefert wird. Im Router steckt ein DSL Modem und ein Router. Das Gerät arbeitet als Gateway zwischen dem WAN (DSL) und dem LAN (Ethernet) und routet zwischen diesen beiden Netzen.
Diese Betriebsart ist für alle gut die keinen eigenen Router verwenden und simple Portweiterleitungen reichen.

Hinweis: Wer zb. WLAN nach dem neusten Stand brauchen will muss keinen zusätzlichen Router betreiben. In solch einem Fall ist ein Access Point bzw ein Router welcher sich in diesen Modus setzen lässt besser geeignet!

Im Gateway Modus arbeitet diese Router Generation eigentlich sehr stabil und zuverlässig. Auch User mit höheren Anforderungen wie schnellerem WLAN oder LAN können unter Gebrauch von Zusatzhardware (Access Point, Switch) zufrieden werden.

So ist es kein Problem, Services zB. von einem NAS extern anzubieten. Alle was es dafür braucht, ist die sogenannte Portweiterleitung.

Diese findet man im Web Router Interface

Swisscom Gateway
  • Mit einem Browser 192.168.1.1 aufrufen und anmelden. Die Zugangsdaten findet man im Kundencenter.
  • Im Webinterface den Expertenmodus aktivieren.
  • Unter Konfigurieren NAT/Spiele Konfiguration findet man die Oberfläche um Portweiterleitung einzurichten.
  • Gewünschten Service auswählen oder erstellen und auf Host lenken, speichern.
  • Nach Beendigung der Konfiguration Gerät neu starten.
Host
  • Dem Host sollte man eine statische IP ausserhalb des DHCP Ranges geben, damit die Portweiterleitungen richtig bestehen bleiben.


Advanced: Leider ist in einer aktuellen Softwareversion das sogenannte PAT nicht mehr via GUI möglich.
Abhilfe schafft die shell:
conf
set pinhole

Statisches NAT

Dieser Modus kann man brauchen wenn man einen eigenen Router verwendet, eine DMZ bauen möchte oder sämtliche Anfragen an einen Host leiten will.
Statisches NAT ist kein eigentlicher Modus. Das Gerät arbeitet immer noch als Gateway. Es ist also weiterhin möglich Clients zB. STB für Swisscom TV im LAN des Swisscom Routers zu belassen. Statt wie bei einer Portweiterleitung gezielt Ports auf Hosts zu lenken, wird beim statischen NAT sämtlicher nicht aus dem LAN initiierter Verkehr auf einen Host geleitet. Klar das dieser Host durch eine Firewall oder eben einem fremden Router geschützt werden sollte. Keine gute Idee diesen Modus zB für ein NAS zu verwenden, nur weil es bei den Portweiterleitungen scheitert! ;) Ein Scan des Swisscom Netzes zeigt. Ein Rat den ein kleiner Teil leider so nicht kennt.

Da statisches NAT sehr verwand mit der Portweiterleitung ist, gleicht sich das Vorgehen auch.

Swisscom Gateway
  • Mit einem Browser 192.168.1.1 aufrufen und anmelden. Die Zugangsdaten findet man im Kundencenter.
  • Im Webinterface den Expertenmodus aktivieren.
  • Unter Konfigurieren NAT/Spiele Konfiguration findet man den Button um statisches NAT zu aktivieren.
  • gewünschten Host auswählen und speichern.
  • Nach Beendigung der Konfiguration Gerät neu starten.

Host
  • Dem Host sollte man eine statische IP ausserhalb des DHCP Ranges geben, damit statisches NAT immer auf das richtig Ziel führt.
  • Ist der Host ein fremder Router sollte oder muss man dessen LAN Bereich in ein anderes Subnet setzen, zB. 192.168.2.0/24 (verhindert routing issues)




IP Weiterleitung / IP Passthrough

Auch bei einer IP Weiterleitung arbeitet das Swisscom Gateway in seinem LAN immer noch als Router. Es ist also auch hier immer noch möglich STBen für Swisscom TV in diesem LAN zu betreiben. Im Gegensatz zum statischen NAT wird bei der IP Weiterleitung die öffentliche IP auf das WAN Interface eines bestimmten Host's abgebildet. Dieser Modus ist also vor allem im Betrieb mit einem eigenen Router oder Firewall interessant und man mit dem Bridge Mode überfordert ist.

Swisscom Gateway
  • Mit einem Browser 192.168.1.1 aufrufen und anmelden. Die Zugangsdaten findet man im Kundencenter.
  • Im Webinterface den Expertenmodus aktivieren.
  • Unter Konfigurieren IP-Weiterleitung findet man die entsprechende Oberfläche.
  • Einen Host auswählen und aktivieren
  • Das Gateway wird darauf hinweisen das ein Neustart nötig ist. Also neu starten!
Host
  • Das WAN Interface des Host's (Router) muss die IP automatisch beziehen, also auf DHCP eingestellt sein. Ansonsten kann man das Gerät nicht als Ziel für die IP-Weiterleitung auswählen.
  • Nachdem das Swisscom Gateway beim letzten Punkt den Neustart ausgeführt hat und die Internetverbindung wieder steht, muss auch der eigene Router neu gestartet werden oder einen DHCP refresh ausführen, damit die öffentliche IP bezogen werden kann.
  • Auch hier ist es besser den LAN Bereich des eigenen Routers in ein anderes Subnet zu setzen damit routing Probleme gleich von Anfang an verhindert werden können.


Bridge Mode

In diesem Modus schaltet das Gateway eine Bridge zwischen LAN und WAN, arbeitet also nicht mehr als Router.
Gut also für all die welche ihren eigenen Router verwenden möchten und das Swisscom Gateway nur noch als Modem betreiben. Simple Sache wenn man nur Internet braucht. Schwieriger wirds wenn man noch Swisscom TV oder VoIP Services von Swisscom benötigt. Da muss man wissen was man macht! :D
Das Gateway wird in Bridge Mode nicht einfach nur ein dummes Modem. Ein Client mit statischer IP im Range des Motorola Gateways (192.168.1.0/24) kann immer noch Zugriff erlangen um zB. Leitungsinformation auszulesen!

Gateway
  • Mit einem Browser 192.168.1.1 aufrufen und anmelden. Die Zugangsdaten findet man im Kundencenter.
  • Im Webinterface den Expertenmodus aktivieren.
  • Unter Konfigurieren, Verbindungen die Übersicht öffnen.
  • Bei Bridging von deaktiviert auf aktiviert stellen.
  • Im folgenden Fenster UPnP noch deaktivieren (schont das LOG einer Firewall)
  • Änderungen speichern
  • Reboot akzeptieren
  • Config Host entfernen und eigenen Router ans LAN hängen (DHCP, first come first serve)
eigener Router
  • WAN Interface des eigenen Router muss auf DHCP stehen. (Swisscom verwendet bei Privatkunden VDSL Terminierungen DHCP mit Option 82.)
  • Nach dem Neustart des Swisscom Gateways schadet auch hier ein Reboot nichts. Somit kann der IP Bezug sauber ablaufen.
  • Das LAN Subnet muss hier nicht zwingend geändert werden, aber es empfiehlt sich auch hier ein anderes als das Default Subnet von (192.168.1.0/24) zu verwenden. Nur schon um VPN Probleme einzuschränken.





Advanced: Die Sys Bridge lässt sich auch via Shell aktivieren. Als Hinweis für die Centro Serie mit älterer Firmware:

Montag, 14. Mai 2012

Energieverwaltung für Swisscom TV

Energieverwaltung

Swisscom hat auf den neueren SCTV Boxen der Marke Tatung eine Funktion zur Energieeinsparung eingeführt!



Die aktuellste Version der Energieverwaltung wurde am 29.11.2012 aufgeschaltet. Beachtet bitte daher auch die Update Infos in diesem Post.

Release 1

Via Menü Allgemein > Energieverwaltung ist es nun möglich die Box in einen so genannten Deep Standby zu versetzen. Hier lässt sich aktivieren ob man beim Ausschalten der Box ab sofort nach den Optionen, Standby oder Herunterfahren gefragt werden möchte.
Beim Herunterfahren wird die Box zwecks minimalem Stromverbrauch in einen Deep Standby versetzt.
Man spricht dabei von 1W 0.6W.
Aktiv bleiben wenige wichtige Sachen wie zB. der IR Empfänger. Diesen braucht man um die STB wieder komfortabel mittels Fernbedienung zu starten.
Eine andere Möglichkeit die STB in den Deep Standby zu versetzen besteht schon etwas länger. Man muss dazu denn Ausschaltknopf der Fernbedienung länger gedrückt halten. Mit der Menüvariante allerdings bekommt man noch eine Erinnerung. Eine die zb. auch bei den HD Sendern des SF nötig wäre. Eigentlich vergesse ich jedes Mal, dass man diese auf der 2ten Audiospur auch in Surround hören könnte ... :)






Leider sind im heruntergefahrenem Zustand aber auch keine geplanten Aufnahmen mehr möglich. Für die Hauptbox mit Harddisk also kaum eine Option. Bei den Slaveboxen im Multiroom Verbund allerdings durchaus eine Option, zumal der Reboot bei den neuen Boxen sehr schnell abläuft.
Es bleibt abzuwarten ob es Swisscom irgendwann mal hinkriegt die Boxen Remote aus dem Deep Standby zu wecken. Eine Variante wäre sicher ein Wake on LAN. Mal schauen was kommt oder eben nicht. Selbst die eigenen Powerlan Eco Control Adapter welche sich via Remote ein- und ausschalten lassen, sind bisher nicht mit den geplanten Aufnahmen verknüpft! 

Schade. Strom sparen in aller Ehren, aber so?

Die Funktion steht nur auf den neueren Boxen zur Verfügung (bzw. funktioniert nur dort).
Ältere der Marke Cisco und Motorola bleiben aussen vor. Ihnen fehlt die Hardware um den IR Empfänger aktiv zu halten. Allerdings haben sie per se schon einen niedrigeren Standby :)

Stromverbrauch (Betrieb, active Standby):
Tatung (STB3210-DVR-A) 16.5W 11.5W
Cisco KMM 3010-SC-B 18.7W 9.6W 
Cisco KMM 3010-SC-A 18W 8W

Motorola VIP1200E 10.3W 6.8W
Tatung (STB3310-NDVR-A) 10.8W 8.9W



Update Info

Seit dem Kassensturzbeitrag vom 18 Sep. 2012 über den Standbyverbrauch der TV Digital-Boxen hat diese Page viele Clicks.
Daher möchte ich einen Zwischenbericht über die Energieverwaltung der Swisscom STB einschieben.
Einen vollständigen Bericht über den nächsten TV Client wird in einem eigenen Blogbeitrag zur gegebenen Zeit veröffentlicht (bei Release).

Wie ich im Beitrag oben genannt habe, sind Aufnahmen im Deep Standby nicht möglich!
Dies wird aber nicht so bleiben.
In einem nächsten TV Client Update ist geplant, dass Verhalten von Deep Standby zu ändern.
Bisher konnte man nur Standby oder Herunterfahren wählen. Es wird zusätzlich möglich sein das Herunterfahren nach einer Time Out Zeit festzulegen zB. nach 4h.
Die STB wird geplante Aufnahmen ausführen! Die Software wird vor Herunterfahren prüfen wann die nächste Aufnahme geplant ist und dementsprechend wieder rechtzeitig aufwachen indem sie einen Timer setzt. Wichtig! Zwischenzeitlich im Web programmierte Aufnahmen wird die Box trotzdem nicht ausführen können, solange sie heruntergefahren ist. Die Box ist von der Welt abgeschnitten, da sogar der Netzwerkanschluss deaktiviert ist. Sie kann die Informationen von zwischenzeitlich programmiertem gar nicht bekommen. Erst beim nächsten Aufwachen aktualisiert sie sich mit allen geplanten Aufnahmen. --> Die Aufnahme ist uU. aber im Web über TV Online verfügbar. Konvergenz lässt grüssen :D
Entschärfen könnte man dieses Problem indem die Swisscom zB. ein periodisches Aufwachen der STB programmiert. Meinen Informationen zur Folge ist dies aber noch nicht geplant. Dies wurde mit dem aktuellen Release auch so eingeführt. Allerdings ist diese automatische Aufwachzeit ersten Informationen zur Folge auf 35h festgelegt. Kurzfristige geplante Aufnahmen via Web werden also scheitern wenn der 35h Timer in der Zwischenzeit nicht abläuft oder dazwischen per Zufall eine bereits geplante Aufnahme die Box bereits vorher weckt.
Wer Swisscom TV mit mehreren Boxen betreibt (Multiroom) wird feststellen das die Slave Boxen keine Aufnahmen schauen können solange die Master Box schläft. Schade, die Slave Boxen können die Masterbox nicht automatisch wecken, da wie bereits gesagt, sogar der LAN Anschluss deaktiviert ist.
Logisch das es auch der Live Pausen Betrieb von nicht Replay Sendern scheitert, da diese Funktion die Masterbox übernommen hat.

Endgültig lösen wird man solche Probleme erst wenn die ganzen Plattformen auf NPVR ausgerichtet sind.
Somit kann man auf eine STB mit Harddisk verzichten. Mit steigender Intelligenz der TV Geräte und einer Einigung der Softwareplattform sogar auf die STB. Swisscom TV und ähnliches wird nur noch eine Software sein...

Update Info Release 2

Die Energiesparoption wurde nun in einer vorerst endgültigen Form freigegeben. Wer diese Funktion nutzen möchte, muss diese via Einstellungen > Allgemein> Energieverwaltung aktivieren.
Die Box hat nun die oben genannte automatische Aufweckfunktion für geplante Aufnahmen implementiert.
Zudem hat sich das Handling geändert.
Bei neu ausgeliefterten oder ausgetauschten Boxen ist der Enegriesparmodus automatisch aktiviert, was momentan einer Timeout Zeit von 2h entspricht.