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Mittwoch, 24. Juni 2015

Neu - Swisscom WLAN Connection Kit

WLAN Connection Kit (Airties)

Swisscom WLAN Connection Kit

Swisscom ersetzt die bisherigen Universal Verbindungskits UNO und DUO (Airties), durch das neue WLAN Connection Kit (ebenfalls Airties).
Kleiner, schneller und noch besser, so sollen die neuen Adapter sein.
Tux0ne konnte diese schon einige Monate testen. Fazit: korrekt!

Eigenschaften

  • Zuverlässige drahtlose Verbindung mit einer neuen TV-Box in einem anderen Raum
  • Ermöglicht, die Reichweite eines vorhandenen WLAN Connection Kit zu vergrössern
  • Einfache Installation: Schliessen Sie den neuen Adapter an, drücken Sie die Taste und warten Sie einige Minuten, bis das Gerät bereit ist
  • Sehr kompaktes Gehäuse
  • Hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit: bis zu 1.700 Mbit/s. Norm 802.11ac.
  • Neuste Technologie: 4x4 MIMO 802.11ac.
  • 2 Gigabit-Ethernet-Ports
Im Gegensatz zu den älteren Verbindungskits DUO und UNO, verfügen diese Adapter nur noch über 2 Ethernet-Ports. Dies sollte aber für viele Fälle genügen. Die neuen kleinen Adapter sind zu den älteren Kits von Airties kompatibel. Da diese aber nur mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von max 600Mbit/s arbeiten, würde sich in solch einem Fall, die tatsächliche Geschwindigkeit (Brutto) auf diesen Wert senken. Nicht kompatibel sind diese Adapter zu der ersten Generation der Universalverbindungskits von Netgear (schwarz).
20m Luftlinie gibt Swisscom als Distanz zwischen den Adaptern an. Diese kann je nach Objekt natürlich geringer oder auch höher ausfallen.
Die Adapter sind als Kit für CHF 198.- oder einzeln für 99.- bei Swisscom erhältlich.

Weitere Informationen und Anleitungen findet man auf den Hilfeseiten der Swisscom:
https://www.swisscom.ch/de/privatkunden/hilfe/geraet/heimvernetzung/wlan-connection-adapter.html

Samstag, 20. Juni 2015

EMF - Spannungsfelder

Spannungsfelder

Electrosuisse hat eine interessante leicht verständliche Publikumsbroschüre über Spannungsfelder herausgegeben. Diese kann unter folgendem Link in Deutsch,Französisch oder Italienisch heruntergeladen werden.

Elektrische und magnetische Felder gibt es überall

Seit der Einführung der Glühlampe Ende des 19. Jahrhunderts hat die Elektrizität Einzug in fast alle Lebensbereiche gehalten. Neben dem offensichtlichen Nutzen elektrischer Anlagen und Geräte gibt es jedoch auch unerwünschte Auswirkungen, die durch den Betrieb entstehen können. Sobald sich Spannungen aufbauen und Strom fliesst, entstehen elektrische und magnetische Felder. Diese Felder sind unsichtbar und werden häufig als «Elektrosmog» bezeichnet. Die Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern (EMF) auf den Menschen sind wissenschaftlich breit untersucht worden, und der Gesetzgeber hat, auf diese Erkenntnisse gestützt, Grenzwerte erlassen, um Gefährdungen zu verhindern. Grenzwerte der SUVA limitieren die Exposition an Arbeitsplätzen, und Grenzwerte der NISV (Verordnung zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung) limitieren EMF von Infrastrukturanlagen, wie z.B. Hochspannungsleitungen, TV-/ Radio-Sender, Mobilfunk-Basisstationen etc.
Die Bevölkerung ist täglich und überall technisch erzeugten elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Ein Grossteil dieser Felder wird durch den Gebrauch von elektrischen und elektronischen Geräten selber produziert. Diese Broschüre bietet Informationen zu elektromagnetischen Feldern, wo sie auftreten, welche Wirkungen sie auf den Menschen haben und wie man sie im persönlichen Umfeld beeinflussen oder reduzieren kann.

Änderungen gemäss NIN 2015

Im folgenden habe ich einige Auszüge aus der NIN 2015 zusammengestellt in welchen die Anforderungen der NISV (01.02.2000) und des USG (01.01.1985) interpretiert und eingeflossen sind.
Grosse Änderungen hat zB. das Kapitel 4.4 Schutz bei Überspannungen erfahren. Hier wurde ein ganzer Abschnitt 4.4.4 Schutz gegen elektromagnetische Einflüsse hinzugefügt. Dieser Abschnitt lohnt es sich mal zu lesen. Ich werde diesen hier nicht zusammenfassen.


Bezüglich EMV hat es aber bereits in den Grundsätzen eine wichtige Ergänzung:

NIN 2015 1.3.1.6.5
(CH) Elektrische Installationen sind im Sinne der Vorsorge so zu erstellen, dass das Magnetfeld an Orten, an denen sich Menschen regelmässig während längerer Zeit aufhalten möglichst klein ist.

Leistungsstarke Schaltgerätekombinationen dürfen nicht in der Nähe von Schlafbereichen angeordnet werden.

NIN 2015 1.3.1.6.5 B+E
Dieser Grundsatz stützt sich auf das Bundesgesetz über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG, SR 814.01). Dieses verlangt, dass Einwirkungen, die für den Menschen schädlich oder lästig werden könnten, im Sinne der Vorsorge frühzeitig zu begrenzen sind (Art. 1 USG, Vorsorgeprinzip). Zu diesen Einwirkungen gehört nebst Luftverunreinigung, Lärm oder Erschütterungen auch die nichtionisierende Strahlung.

Nichtionisierende Strahlung umfasst alle Strahlungsformen, die - im Gegensatz zur ionisierenden Strahlung - nicht genügend Energie aufweisen, um die Bausteine der Materie und von Lebewesen (Atome, Moleküle) zu verändern. Zur nichtionisierenden Strahlung gehören elektrische und magnetische Felder.

Die Emissionen können je nach Quelle sehr unterschiedlich sein. Generell gilt, dass die Felder mit zunehmendem Abstand von der Strahlungsquelle abnehmen. Die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV, SR 814.710) statuiert für neue Hausin-stallationen die Minimierung der magnetischen Flussdichte an sogenannten Orten mit empfindlicher Nutzung (Anhang 1 Ziff. 42 NISV)

Vorschriften Dritter
Natürlich sind auch immer Vorschriften Dritter, welche sogar noch strengere Grenzwerte fordern, so zB die PR-NIS der Stadt Zürich welche für ihre Bauten gilt, zu beachten.


Donnerstag, 18. Juni 2015

What you see is what you get?

Wingo: What you see is what you get

1.April 2015. Wingo tritt mit ihrem neuen Produkt an die Öffentlichkeit.
1.April mit Absicht. Die sozialen Medien füllen sich mit Gesprächen zum neuen Produkt. Ist es wahr oder gar ein Scherz?
Mittlerweile wissen wir, es war definitiv kein Scherz, zumindest gibt es das Produkt zu kaufen. 2 1/2 Monate sind ins Land gestrichen. Die ersten Lobeshymnen mittlerweile schon längst verhallt.
Zeit dieses Produkt etwas genauer anzuschauen.

Was ist Wingo?

my Wingo Kundencenter
Wingo bietet für CHF 75.- pro Monat einen Internet Anschluss mit 250Mbit/s Down- und 25Mbit/s Upload-Geschwindigkeit und zwar buchbar nur über das ftth Netz.
Zu diesem Zeitpunkt gab es bei den Swisscom Vivo Angeboten noch keine symmetrische Geschwindigkeit und auch das Swisscom Internet 250 war noch nicht geboren.
Wingo wurde als Produkt für den digital affinen Markt entwickelt. Vorwiegend Junge Personen welche einfach einen Internet-Anschluss brauchen und sich meistens selber zu helfen wissen oder bei technischen Problemen online Support via Foren oder dem Freundeskreis suchen.


CHF 75.-  pro Monat sind im Vergleich zu den sonstigen Swisscom Produkten ziemlich preiswert. Vergleicht man das Angebot aber mit Fiber 7, für CHF 777.- pro Jahr und einer Geschwindigkeit von 1Gbit/s symmetrisch, allerdings immer noch ein rechter Batzen, insbesondere für das was man wirklich erhält...
Wingo kann so gesehen keine Alternative zu Fiber 7 sein. Vielmehr hat man mit diesem Produkt eher jüngere Cablecom oder Sunrise Kunden im Visier.
Gegen Fiber7 selber hat Swisscom nun ihre Vivo Angebote symmetrisch geschaltet. Auch wenn diese Angebote teurer sind, ist der Faktor Swisscom TV als Zugpferd, ganz klar der Gewinner.

Zusatz +TV

Gemäss Trends konsumieren immer mehr Personen TV Angebote nur noch via Internet. Falls ein Wingo Kunde trotzdem noch ein TV Angebot wünscht, kann er dies für CHF 14.- im Monat zubuchen.
  • Dabei werden:150 Sender angeboten, 50 davon in HD
  • Ist die Reihenfolge der Sender frei konfigurierbar
  • gibt es einen Online Speicher von 100h
    • welcher parallele Aufnahmen ermöglicht
    • sowie die Serienaufnahme
  • Live Pause von 60min



Das Angebot sowie der Aufbau ist im Grundsatz ähnlich zu Swisscom TV 2.0 light. Hier gilt ganz klar "what you see is what you get" Mehr als das was man sieht, gibt es effektiv nicht. Es ist nicht möglich weitere Zusatzpakete zu buchen.


Aus technischer Sicht, ist das alles sehr ähnlich zur TV 2.0 Plattform. So weiss man ja auch, dass Wingo TV quasi die Alpha Testplattform zu TV 2.0 war.















Zusatz Fix

Beim Angebot dabei, ist bereits ein Festnetzanschluss, quasi ohne Grundgebühr. Dabei erhält oder protiert man eine Rufnummer. Das Telefon wird direkt an die analogen Anschlüsse der Internet-Box von Wingo angeschlossen.
Die Verrechnung erfolgt gemäss Nutzung. Der Minutentarif startet ab CHF 0.05 pro Minute.
Pay as you go!

What you really get

Gemäss Wingo sind die Produkte einfach in der Installation und der Anwendung.
Weniger ist mehr. Die Produkte verstehen sich als Plug and play. Es ist keine individuellen Konfiguration nötig und auch nicht vorgesehen!

Im folgenden habe ich also einige technische Details aufgelistet, um einem digital affine seine Möglichkeiten mit Wingo aufzuzeigen.
Sämtliche Informationen wurden mir von Wingo direkt zur Verfügung gestellt. Zudem wurde mir die Möglichkeit eines Probeanschlusses angeboten. Dies konnte ich mangels ftth Anschluss bei mir nicht annehmen.

Fact Sheet Internet/Internet-Box

Wingo wird mit einer Internet-Box geliefert, welche auf der gleichen Hardware basiert wie die Internet-Box-Plus vom Mutterkonzern Swisscom. Zumindest vorläufig wird Wingo diese Hardware verwenden. Ich vermute das man in Zukunft für diese Zwecke, sobald diese zur Verfügung steht, auf eine einfachere Version wechselt. ;) Trotz dieser Internet-Box ist es aber nicht möglich, irgendwelche Konfigurationen am Router vorzunehmen. Die WLAN Einstellungen kommen somit vorkonfiguriert. Später solle es zumindest möglich sein diese im Kundencenter zu ändern. Aktuell ist auch das noch nicht möglich.

Als digital affine ist es zudem nicht möglich Portweiterleitungen auf dem Router zu konfigurieren. Kurz gesagt, es gibt keine Möglichkeit auch nur irgendeine vorstellbare Änderung an den Einstellungen vorzunehmen.
Auch das Festnetztelefon lässt sich effektiv nur an die analogen Ports des Routers anschliessen. Der DECT Teil der Box steht nicht zur Verfügung.
Trostpflaster bezüglich Portweiterleitungen. Der Router unterstützt UPnP. ;) Das lässt sich leider nicht deaktivieren. Die IPv4 welche man erhält ist auch keine echte öffentliche Adresse. Die öffentliche Adresse wird auf mehrere Kunden aufgeteilt. Man verwendet dazu das sogenannte NAT444. Dies wird auch schon bei Einwahl Produkten der Swisscom verwendet. Logisch das dabei Portweiterleitungen für IPv4 auch gar keinen Sinn machen.
Es ist mir nicht klar ob so ein Produkt einem Online Gamer Spass macht. Weitere "kleine" Einschränkung findet man unter diesem Link aufgelistet. Gemäss Wingo, brauch ein digital affine mit einem Fiber Anschluss, dass Eine oder Andere davon nicht :D
Aus meiner Sicht, hat somit der Swisscom Konzern kein eigentliches Produkt für Tech Freaks.
Wingo ist in dieser Form so keine echte Alternative zu den Swisscom Produkten selber. Was man wohl auch bewusst so gewählt hat. Schade, denn bei Swisscom selber bastelt man seit 2 Jahren an der Internet-Box rum, welche eine sehr abgespeckte Kopie einer Fritzbox darstellt, um zumindest die einfachen Anwender ruhig zu stellen. Für Tech Freaks aber gibt es bis dato aber leider keine transparente Schnittstelle.

Daten Internet-Box

  • Interfaces
    • WAN Gigabit optisches Interface, 1000Base-BX SFP
    • xDSL mit Support für VDSL2(Vectoring), VDSL2, ADSL2+, ADSL (Wingo ist nur über ftth erhältlich)
    • LAN: 4x Gigabit Ethernet Ports
    • USB: Nur laden
  • Wireless LAN
    • 2,4GHz 802.11n, 3x3 MIMO
    • 5GHz 802.11ac, 3x3 MIMO
    • Sicherheit: WPA2-AES
  • Routing & Switching
    • 1 Gbit/s nominal (800Mbit/s minimaler Datendurchsatz von WAN zu LAN)
    • Dynamisches NAT mit UPnP-IGD und ALG Support
    • QoS
    • Multicast (IGMP Proxy und Snooping)
    • IPv6 fähig
  • VoIP
    • Support für G.722, G.711 und G.729
    • 2xFXS Ports
What you see is what you get?
Was haltet ihr davon, was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Gerne freue ich mich über euer Feedback.

Gruss Tx0