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Samstag, 15. März 2014

2 Watt Router

Sleep if you can

Das Bundesamt für Energie BFE hat im Jahr 2012 einen Auftrag  zur Entwicklung eines energieeffizienten Routers erstellt. Dabei soll das Konzept innerhalb von 2-3 Jahren im Markt umgesetzt werden.
Dabei sind folgende Vorgaben im Pflichtenheft des Gateway enthalten:


  •  1 x VDSL2 profile 17a, interoperable with Broadcom CO based DSLAMs 
  •  1 x 100Mbit LAN 
  •  1 x POTS/FXS (VoIP) or DECT base station (study will present both options) 
  •  1 x WiFi 11b/g/n AP
Das Gateway soll dabei im Durchschnitt nicht mehr als 2 Watt konsumieren.

Das Staats-nahe Unternehmen Swisscom, hat sich technisch und kofinanziell dieser Aufgabe angenommen.

Homegateways heute

Ein heutiges Homegateway braucht im Schnitt ca. 7-10 Watt. Im einzelnen ist dies nicht viel. Hochgerechnet verbrauchen die Homegateway in der Schweiz aber doch noch 12-17 MW/h.
Durch die Verbreitung von IP Services, zB. bei der Telefonie, welches einen 24 Stundenbetrieb dieser Router erfordern, finden zudem weitere Verlagerungen des Energiekontingents auf solche Geräte statt.

Swisscom hält sich mit ihren Gateways wie auch bei den STB'en für ihr IPTV an die jeweiligen Code of Conducts. Informationen über den Energieverbrauch ihrer Geräte findet man auf folgender Seite:
So konnte wurde der Energieverbrauch des neusten Swisscom Gateways, der Internet Box, im Vergleich zur Vorgängerserie "Centro" beibehalten werden, obwohl in diesem Device mehr Funktionen vereint wurden und die Leistung des WLAN wie auch der Ethernetports verbessert wurde.
So kann die Internet Box bereits eine DECT Basisstation überflüssig machen. Zudem besteht die Möglichkeit das Gerät als NAS zu verwenden. Damit der Stromverbrauch aber nicht gestiegen ist, hat man bereits Stromsparfunktionen eingebaut.
So kann das WLAN, sowie die DECT Funktion über Betriebszeiten geregelt werden. Auch das NAS lässt sich über solche Zeiten steuern.
Da dies aber genügt noch bei weitem nicht um auf 2 Watt herunterzukommen.

Energiesparoptionen der Internet Box

2 Watt Prototyp

Um auf 2 Watt herunterzukommen braucht es entsprechende Hardware, aber vor allem eine intelligente Software welche nicht benötigte Teile der Hardware deaktiviert. Swisscom musste zusammen mit einem ihrer aktuellen Partnerentwickler Vestiacom radikalere Schritte gehen.
So muss sogar der DSL Teil im Router bei Nichtgebrauch deaktiviert werden. Der DSL Teil braucht aber zum starten bis zur vollständigen Synchronisation rund 2 Minuten. Da aber auch Swisscom bekanntlich auf IP Telefonie umstellt und die Kunden erreichbar bleiben müssen, zudem kaum 2 Minuten warten möchten bis sie ein Gespräch führen können, überbrückt man diese Zeit mit einem GSM Modul, quasi als Backup.
Das Projekt zeigte auf das es für den künftigen Typ auch eine Software braucht welche das Verhalten der Kunden genau analysiert. So soll der Router schon zu den üblichen Zeiten bereits zum Gebrauch wach sein.
In diesem Jahr wird Swisscom bei 200 Mitarbeitern einen weiteren Prototypen testen, um im Jahre 2015 ein Produkt auf dem Markt zu haben, welches den Kunden als Alternative zum Standard Router angeboten werden kann. Laut Swisscom könnten sich 15-25% ihrer Kunden für diesen Router entscheiden.



Persönliches Fazit

Dieses Projekt zeigt auf wie sich die Geräte der Zukunft entwickeln können. Teile von elektronischen Geräten welche gerade nicht gebraucht werden sollen sich deaktivieren. Klar ist aber auch das es sich in diesem Fall um einen Router mit Einschränkungen in der Leistung und Funktion handelt. Auch ich sehe für solch ein Modell Potential bei vielen Kunden. Es darf aber nicht sein, dass die Einschränkungen die ein solches Modell bietet, den Kunden später wieder zu einem Routertausch zwingen oder animieren. Es muss daher genau abgeklärt werden wem man einen solchen Router anbietet, mit Elektroschrott und replacements gewinnt man keine Energieeffizienz :)
Neben energiebewussten Kunden mit kleinen Netzwerken sehe ich solch ein Gerät aber auch bei Powerusern welche nicht gerade eine sofortige 24h Uptime benötigen. Gerade bei diesen Usern werden die Homegateways sowieso meist auf die Funktion einer "Bridge" reduziert und das Netzwerk mit eigener Hardware erweitert. Hier wäre es also wichtig zumindest eine sparsame "Bridge" im Angebot zu haben.

Weitere Informationen zu diesem Projekt findet man auf folgenden Seiten und Unterlagen:




Freitag, 14. März 2014

Swisscom Centro Grande Simulation

Centro Grande Online Demo

Benötigt Adobe Flash Player

Samstag, 8. März 2014

PC Engines apu platform nun erhältlich

PC Engines neuer ALIX Nachfolger steht nun zum Verkauf


Wie in diesem Artikel besprochen wurde im Gegensatz zum beta Board auf die kühlere CPU AMD G series T40E APU gewechselt. Zum Typ apu1c mit 2 GB RAM ist noch eine Version apu1c4 mit 4GB RAM erhältlich.

Das Board kann in der Schweiz direkt über die Seite des Hersteller geordert werden:

apu1cSystem board
Statusactive
Part numbersapu1c = 3 LAN / 2 GB DRAM / T40E CPU
apu1c4 = 3 LAN / 4 GB DRAM / T40E CPU
Use withcase1d2blku / case1d2redu enclosures
ac12veur / ac12vus AC adapter
msata16a mSATA SSD
wle200nx miniPCI express wireless module
Spec• CPU: AMD G series T40E, 1 GHz dual Bobcat core with 64 bit support, 32K data + 32K instruction + 512K L2 cache per core
• DRAM: 2 or 4 GB DDR3-1066 DRAM
• Storage: Boot from SD card (connected through USB), external USB or m-SATA SSD. 1 SATA + power connector.
• 12V DC, about 6 to 12W depending on CPU load. Jack = 2.5 mm, center positive
• Connectivity: 3 Gigabit Ethernet channels (Realtek RTL8111E)
• I/O: DB9 serial port, 2 USB external + 2 internal, three front panel LEDs, pushbutton
• Expansion: 2 miniPCI express (one with SIM socket), LPC bus, GPIO header, I2C bus, COM2 (3.3V RXD / TXD)
• Board size: 6 x 6" (152.4 x 152.4 mm) - same as ALIX.2D13 and WRAP.1E
• Firmware: CoreBoot (please contact support@pcengines.ch for source code if desired).
• Cooling: Conductive cooling from the CPU and south bridge to the enclosure using a 3 mm alu heat spreader (included).
ManufacturerPC Engines
OriginTaiwan
Schema: http://www.pcengines.ch/schema/apu1c.pdf