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Samstag, 29. Juni 2013

Spamflut: Swisscom weitet Gegenmassnahmen aus

Port 25 Redirect Network anti spam

Per 17.06.2013 hat die Swisscom offiziell informiert, dass ihre Massnahmen gegen Spam ausgeweitet werden.
Hierzu die offizielle Mitteilung:


Mehr als 10 Millionen Spam-Mails werden täglich übers Swisscom Netz verschickt. Swisscom erweitert den Schutz für ihre E-Mail-Kunden, indem sie einen speziellen Spam-Filter einsetzt. Dieser prüft Mails auf Spam und Viren. Diese Massnahme wird schrittweise umgesetzt, sodass nach und nach alle DSL-Kunden vom neuen Filter profitieren können. Dieses Vorgehen wird international auch von anderen Providern erfolgreich umgesetzt.
Was merkt der DSL-Kunde von dieser Massnahme? Für 98 Prozent ändert sich nichts. Dies gilt zum einen für alle Kunden, die eine Mailadresse von Swisscom haben. Zum anderen gibt es keine Änderungen für Kunden, welche über den Internetbrowser (bspw. hotmail.ch) auf ihre Mails zugreifen.

Swisscom Kunden hingegen, die ihre Mails über ein Mail-Programm wie Outlook verwalten und für ihre ausgehenden Mails den Server eines anderen Anbieters verwenden, wie etwa Google, GMX oder Hotmail, müssen möglicherweise ihre E-Mail-Einstellungen beim Postausgangsserver (SMTP) von Port 25 auf den dafür vorgesehenen Port 587 ändern. Hilfeleistungen dafür gibt es auf folgender Swisscom Seite: http://www.swisscom.ch/p25/.
Der Spam-Filter wird langfristig dafür sorgen, dass sich das Spam-Problem nicht weiter ausweitet und andere Internet-Benutzer weniger Spam aus dem Swisscom Netz erhalten.

Technisch wird dazu ein Mail Proxy dazwischen geschaltet. Sämtlicher Verkehr über Port 25 wird also über diesen Proxy geführt. Hat man in einem Mailprogramm wie Outlook zB. smtp.hispeed.ch Port 25 (UPC Cablecom) als Postausgangsserver eingetragen, wird das Mails zuerst über den Swisscom Proxy geführt. Dieser prüft das Mail auf Spam und Schadsoftware. Erst nach bestandener Prüfung wird das Mail weitergeleitet.
Ob der Proxy bereits aktiv ist, lässt sich mit einer einfach Telnet Sitzung auf Port 25 eines fremden SMTP-Servers erkennen. Falls ja, wird auf jeden Fall der Proxy von Swisscom antworten.

Noch antwortet hier direkt der SMTP Server
Nach der Umstellung ist man mit dem Proxy der Swisscom verbunden


Bisher war dieser zusätzliche Spam-Schutz erst auf PPP terminierten Anschlüssen von Swisscom DSL geschaltet, also bei Kunden mit ADSL Anschluss. Neu werden auch sukzessive die DHCP terminierten Anschlüsse dazugeschaltet. Dies trifft auf die VDSL und FTTH Anschlüsse der Swisscom zu.
Die Umsetzung dieser Massnahme findet zwischen dem 19.Juni 2013 und 31.Januar 2014 statt.

Grundsätzlich ist der Mailversand über Port 25 immer noch möglich, solange der Empfangsserver den Empfang über Port 25 noch erlaubt. Unmöglich wird dagegen der Versand über Port 25 und Authentifizierung sein. In solch einem Fall wird man ein automatisch generiertes Mail zur Problemlösung bekommen. Als Lösung des Problems ist die Mail Submission zu verwenden.

Falls das System einen Anschluss als Spam- und oder Virensender erkennt, wird der Anschluss automatisch gesperrt. Dies funktioniert präzise und schon fast unglaublich schnell :)


Um die Zusammenhänge besser zu verstehen und Lösungen zu finden, habe ich bereits einen ausführlichen Post über Mail Submission geschrieben.

Montag, 24. Juni 2013

Swisscom App iO

#SmartSimpleClose

Swisscom steigt am 25.Juni mit ihrer iO App nun auch in den Instant-Messaging Markt ein, Entgegen den Erwartungen nicht mit joyn sondern mit einem eigenen Süppchen.
Reichlich spät oder vielleicht doch nicht?

Im Vorfeld konnte ich die App gut 2 Wochen lang testen. iO wird es beim Launch als Android als auch iOS Version geben. Da mein Haushalt bekennend keinerlei Apple Geräte beherbergt, beschränken sich meine Erfahrungen auf die der Android Version.



iO


iO kann sowohl als Messenger sowie als Phone Applikation genutzt werden.
Smart, Simple, Close! Getreu nach diesen Schlagworten ist der Aufbau der App sehr schlicht.
Bei iO wird man wie bei WhatsApp über die Mobile Nummer registriert.
Die Kontaktdaten im Telefonbuch werden allerdings nicht auf zentralen Servern gespeichert. Erst bei Kontaktaufnahme zu einem Teilnehmer, prüft das System, ob der Nutzer schon bei iO registriert ist.

Im Messenger können nur Texte und Fotos übermittelt werden. Sendet ein iO Nutzer einen Text an einen nicht iO User, so wird dieser als SMS übertragen! Kommunikation ist mittels SMS so auch mit anderen Teilnehmern möglich, welche iO nicht verwenden.
Die Kommunikation selber wird mittels SSL verschlüsselt. Vorbildlich.




iO User telefonieren untereinander gratis. Kosten fallen allenfalls für Datenübertragungen im Mobilen Netz an. Mit der App ist es auch möglich auf nicht bei iO registrierten Rufnummern anzurufen. Natürlich sind hier gewisse Service Nummern und Auslandsgespräche gesperrt.
Als Codec findet G.729 mit einer fixen Datenrate von ca. 24kbps pro Richtung Verwendung.

Wer iO nutzt, wird schnell feststellen, dass die App sehr simpel aufgebaut ist. Es ist damit zu rechnen, dass gewisse Dinge erst später auf Wunsch der Kunden implementiert werden. Viele Funktionen welche bei ähnlichen Apps State of the Art sind, fehlen der App. Emoji sucht man bei Android vergebens, Kontakte können nicht blockiert werden, dem Tastenfeld fehlt die Combox Direktwahl usw. Die Liste liesse sich noch lange fortsetzten. Zudem waren zumindest die Vorabversionen der Android Version alles andere als ausgereift und es ist aus meiner Sicht zu Beginn noch mit vielen verschiedenen Problemen zu rechnen. Vermutlich wird sich dies auch mit eher bescheidenden Bewertungen im Play Store bemerkbar machen.




Wieso soll sich diese App also durchsetzen?
Die App zeichnet sich dadurch aus, dass die Kommunikation bereits von Anfang an verschlüsselt übertragen wird.
Auch wird Swissness gerne in den Mund genommen. Sämtliche Daten bleiben in der Schweiz auf Swisscom Servern. Abhörskandale wie PRISM spielen der App eigentlich zu gute. Ob jetzt aber alles besser sein soll nur weil es aus der Schweiz und von Swisscom kommt, bezweifle ich allerdings.
Regierungen haben immer das Interesse über ihre Bürger Bescheid zu wissen. Swisscom als ehemaliges Staatsunternehmen wobei der Bund auch heute noch Mehrheitsaktionär ist, verwendet wie alle anderen Provider ebenfalls namhafte Hardware aus USA und China.
Was soll dabei also besser sein? Meist ist die Realität noch schlimmer als in harmlosen Verschwörungstheorien vermutet wird...
Swisscom, unsere Kuhglocken, Didier Cuche und der lässe Carsten Schloter können aber nicht Evil sein, NEIN.... #ironie ;)



Vorteil der App ist sicher, dass die Swisscom als Schweizer Megakonzern viel Einfluss auf die Verbreitung der App nehmen kann.
Es ist also anzunehmen, dass doch die eine oder andere iO Kommunikation stattfinden wird. Zweifelsfrei hätte dies App aber vor 2 Jahren einen grösseren Hype geschlagen. Selbst ohne #SmartSimpleClose Promo!
Die Hauseigenen Infinity Abos, könnten dieser App bereits im Vorfeld sehr viel Wind aus den Segeln genommen haben. Swissness, mkay, die Kunden sollens glauben...

Mehr Infos findet man unter io.swisscom.ch/help

Montag, 10. Juni 2013

Quing Home Update 5.1.0.11

Quing Home Update 5.1.0.11(Build 1304111513)


Am Wochenende machte mein Quing Panel ein automatisches Systemupdate.

Sichtbare Änderungen habe ich allerdings nicht feststellen können.
Grund genug also, den Support von Quing Home mal nach einen Change-Log zu fragen. Die Softwareversion findet man im Panel unter Einstellungen > Über

Damit nicht jeder beim Support nachfragen muss, hier das inoffizielle Change-Log. Ein öffentliches gibt es nämlich nicht.


Change-Log

Bei dem Update handelt es sich um Bugfix Release das zur Verbesserung und Stabilität des System beiträgt.
Es wurde unter anderem eine neue Kamerafirmware in die Kamera eingespielt um die Stabilität der Videoübertragung zu verbessern.
Die Verbindungsqualität der Sensoren wurde verbessert. Änderung in dem Zigbee Stack.
Die Stabilität der GSM und Breitbandverbindung wurde angepasst.


Für meinen Teil bin gespannt, ob sich die Stabilität der Videoübertragung verbessert. Ich musste die Kamera schon ca. 3 mal vom Netz nehmen, da das System keine Verbindung herstellen konnte.
Beobachten werde ich auch den GSM Empfang des Panels. Da meine Wohnung GSM technisch eher gut abgeschirmt ist, ist die Verbindung teilweise knapp.
Verbindungsprobleme zu Sensoren habe ich hingegen nie festgestellt.

Zusätzliche Sensoren 

Bisher wurde für die zusätzlichen Sensoren (Rauchmelder, Heizungsregler und Wassermelder) ein Release Termin von Q1 2013 genannt. Dieses Zeitfenster ist nun aber vorbei.
Laut Support, gibt es bei der Abnahmeprüfung dieser Devices aber eine Verzögerung, so das leider noch kein Datum genannt werden kann.

Hast du weitere Informationen würde ich mich wie immer über einen Kommentar freuen.